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Mittwoch, 11. September 2013

HeimGourmet & ein Interview mit mir :-)

Ja, da war ich doch positiv überrascht als ich die Tage eine Anfrage bekam, ob ich nicht Interesse hätte daran, das man mit mir ein Online-Interview führen würde über mich und meine Hexenküche :-)

Die Anfrage kam von einer neuen Rezept-Community, die allein vom ersten Eindruck auf mich sehr positiv wirkte, daher sagte ich auch zu.

Wir haben ja alle mal angefangen und die Grundidee ist toll! Wie bei vielen anderen Koch-Communities geht es darum, das die Mitglieder ihre Rezepte einstellen und austauschen können (Inspirationen und Ideen kann man ja nie genug sammeln), aber es gibt noch zusätzliche Dinge, die mir zugesagt haben:
1. die ersten 1000 Mitglieder haben die Möglichkeit, sich selbst kostenlos ein eigenes Kochbuch zu erstellen mit eigenen Rezepten und Fotos!
2. es gibt Kochwettbewerbe bei denen man tolle Preise gewinnen kann!

Da der erste Eindruck sehr positiv war und wir Foodblogger so die Möglichkeit bekommen uns gegenseitig vorzustellen und zu vernetzen, habe ich mal das Interviewangebot angenommen.

Was man alles von bzw. über mich und meine Hexenküche wissen wollte, könnt ihr hier nachlesen....


Viel Spaß beim Lesen und ich würde mich freuen, wenn ich euch zukünftig auch dort antreffen würde :-)
Es macht doch einfach viel mehr Spaß, wenn wir alle zusammen sind, oder?! :-)

PS: der aktuelle Kochwettbewerb lautet "Im September gehen wir dem Apfel auf den Kern" und es gibt eine Bosch Küchenmaschine (erster Platz) zu gewinnen, sowie Salz-/Pfeffermühlen von WMF für den zweiten & dritten Platz! Mal sehen, was ich mir so einfallen lasse :-)

Mittwoch, 13. Juni 2012

Erdnussbutterplätzchen



Zutaten:
155 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Natron
1/4 TL Salz
65 g Butter, zimmerwarm
65 g festes Pflanzenfett (z.B. Palmin), zimmerwarm
90 g brauner Zucker
125 g Zucker
2 Eier
150 g Erdnussbutter

Zubereitung:
Den Backofen auf 175 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Mehl, Salz, Natron und Backpulver mischen und beiseite stellen.



Butter, Fett und Zucker in eine große Schüssel geben und mit dem Handrührgerät leicht schaumig schlagen. Dann die Eier einzeln zufügen und gut verrühren.



Danach die Erdnussbutter unterrühren und zum Schluss das Mehlgemisch.



Im Originalrezept hieß es, das man aus dem Teig Kugeln formen sollte. Mir persönlich war der Teig dafür zu weich und ich habe ihn in meinen Spritzbeutel gefüllt (ohne Aufsatz, nur die Lochtülle vorne). Dann kleine Tupfen von ca. 1,5 - 2 cm Durchmesser aufgespritzt auf Backpapier gespritzt (auf ausreichend Abstand achten)




und dann mit einer Gabel (zwischendurch in Wasser tauchen) eine Art Schachbrettmuster eingedrückt.




Die Plätzchen sollten dabei eine Dicke von ca. 0,5 cm behalten.

Das Backpapier auf ein Blech gezogen und ab in den Ofen. Backzeit ca. 10 Minuten (die Unterseite sollte goldbraune Ränder bekommen). Herausnehmen und das Backpapier mit den Plätzchen vorsichtig herunterziehen. Kurz auskühlen lassen (die Plätzchen sind noch ganz weich) bis die Kekse fest werden. Dann auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen.



Anmerkungen:
- Rezept stammt wieder aus meinem USA Kochbuch von Sheila Lukins (Rezeptname: Cookie Jar Peanut Butter Cookies)
- ich mag eigentlich gar keine Erdnussbutter (Erdnüsse dagegen liebe ich), aber mein großer Sohn liebt dieses Zeug über alles und so wollte ich ihm eigentlich eine Freude machen als ich das Rezept fand. Ich muss zugeben, diese Cookies sind einfach genial und megalecker :-) Ich habe natürlich vorsichtig probiert (Frau muss ja mal schauen, was sie so fabriziert hat) und ich war extrem positiv überrascht über das Ergebnis! 
- die Kekse sind sehr zart und knusprig und haben eine angenehme Süße mit einem leicht salzigen Aroma zu dem leckeren Erdnussgeschmack 
- das Rezept ergibt ca. 60 Cookies

Dienstag, 1. Mai 2012

Sheila Lukins USA Kochbuch

Das ich internationale Küche, insbesondere Originalrezepte, sehr mag und auch gerne alles nachkoche, ist inzwischen ein offenes Geheimnis.
Dadurch hat sich im Laufe der Zeit auch eine riesige Kochbuchsammlung bei mir angehäuft, die meinen Mann zur Verzweifelung treibt :-)

Eines meiner wirklich heißgeliebten Kochbücher ist das "USA Kochbuch" von Sheila Lukins.


Wie ihr sehen könnt, habe ich es schon wirklich oft zur Hand genommen, sei es auch nur, um darin zu stöbern oder mir Anregungen zu holen. Das 623 Seiten starke Werk liefert mehr als nur einen Einblick in die amerikanische Küche. Es wurden hier die besten und bekanntesten Rezepte aus dem ganzen Land zusammengetragen und wirklich liebevoll beschrieben.

Es ist kein typisches Kochbuch, denn es gibt sich nicht zufrieden mit einer Auflistung an Gerichten und vielen Bildern, die zum Nachkochen anregen sollen und in vielen Rezensionen werden auch die fehlenden Fotos bemängelt. Ich allerdings muss zugeben, das mich gerade das noch mehr an diesem Buch reizt! Sheila Lukins hat sich auf eine Reise durch ihre Heimat Amerika gemacht und aus allen Regionen Rezepte zusammengetragen, die sie im Anschluss zuhause nachgekocht hat. Ihre Art zu schreiben ist einfach toll, da man sich als Leser sehr wohl und "eingeladen" fühlt. Man benötigt einfach keine Fotos, sondern man kann sich regelrecht in die einzelnen Gerichte hinein denken, da Sheila Lukins alles wunderbar authentisch und liebevoll beschreibt. Man hat nun wirklich nicht das Gefühl ein Buch eines Meisterkochs in der Hand zu halten, sondern ein Gespräch zu führen mit der netten Nachbarin von nebenan, die bekannt ist für ihre hervorragenden Kochkünste.
Ob nun alte Familienrezepte, Klassiker, Top Gerichte aus Restaurants oder ihre eigenen Rezepte - Sheila Lukins überzeugt auf ganzer Linie mit ihrer Rezeptsammlung und lädt zum Nachkochen ein.

Das Buch beinhaltet aber nicht nur ihre gesammelten Rezepte, sondern es gibt weiterhin jede Menge Anekdoten, Geschichte, Tipps, Empfehlungen und und und...

Wer denkt, amerikanische Küche bedeutet Fastfood & fettes Essen, der wird schnell belehrt werden, denn Sheila Lukins zeigt in ihrem Buch auf, das auch in den Staaten gesunde Ernährung ebenso dazu gehört wie bei uns und das am alltäglichen Familientisch Gemüsegerichte & Suppen wie auch überall sonst auf der Welt dazu gehören.
Das USA Kochbuch ist eine regelrechte kulinarische Reise durch Amerika, das über mehr als 600 Rezepte bietet und zusätzlich noch jede Menge Wissen, Traditionen und regionale Gewohnheiten vermittelt.

Nach einer Einleitung in der Sheila Lukins erklärt, wie es zu ihrer kulinarischen Reise kam, startet das Kochbuch mit der Rubrik "Die Frühstücksecke", wo es um diverse Gerichte geht, die nicht nur nahrhaft und gesund, sondern auch schnell gehen, da der typische Amerikaner morgens wohl keine große Zeit mit frühstücken "verschwendet".
Die Frühstücksecke umfasst folgende Kapitel:
- Obst- und Frühstücksgetreide


- Eierspeisen



- Pancakes, Waffel & diverse Beilagen

Dann folgt das "zweite Frühstück", das gegen 11 h vormittags eingenommen wird und hier wird es dann schon gehaltvoller & süß (es soll als "Belohnung" für die erste geleistete Arbeit am Tag dienen):
- Muffins und süße Brote

In diesem Kapitel findet man auch einige Hinweise zum Thema Kaffee & Tee in den USA.

Dann geht es weiter mit "Der Mittagtisch" und dieser wird wiederum unterteilt in diese Kapitel:
- Die Salatbar (hier findet zu Beginn erst einmal eine Erklärung zu "Wein & Bier" statt) :-)


Sehr ausführlich werden aber auch "Dressings" & "Vinaigrettes" aufgeführt.

Ein eigenes Kapitel beim Mittagstisch finden die

- Sandwiches

die gute 30 Seiten an Rezepten bieten und wo auch immer Gemüse und Salate ganz wichtige Bestandteile darstellen!

Nun folgt "Die blaue Stunde", worunter man "Cocktails & Co. findet (Co. bedeutet hier auch kleine Cocktailsnacks).

Es folgt das Kapitel "Dinner" und dieses unterteilt sich wie folgt:

- Relishes etcetera (jede Menge Rezepte aus frischen und fruchtigen Zutaten / eingelegtes Gemüse / Chutneys / Saucen & Pasten)

- Brote (hier wird betont, wie wichtig ein gutes Brot für diverse Anlässe und Gerichte ist und das es einfach toll ist, Brot selber zu backen, was ich persönlich ja nur bestätigen kann)


- Suppen - umfangreiches Repertoire der verschiedensten Suppen: angefangen mit Gazpachos, Gemüse- und Bohnensuppen, Fleisch- und Hühnersuppen, sowie das Thema Brühen allgemein)



- Salate zum Dinner
hier findet sich wieder ein große Vielfalt an Salaten wieder, egal ob als Vorspeise oder Hauptgericht oder auch Beilage

- Bauernmärkte - ein sehr großes Kapitel über Gemüse und dessen Zubereitung. Von Avocados, über Mais oder auch Kürbis bis hin zum Spinat und den Zucchinis - es gibt hier wirklich viele tolle Rezepte zu entdecken!


- Nudeln, Körner & Bohnen -ja, auch hier ein eigenes Kapitel, denn es gibt hervorragende Gerichte in dieser Rubrik: American Macaroni & Cheese, Polenta & Risotto, Reis nach Cajun Art, gebackene Bohnen etc.



- Rindfleisch: egal ob gekocht, gegrillt, geschmort, die Auswahl ist ebenso vielfältig und durch die verschiedenen Würzarten findet man hier Gerichte, die mehr als anregend sind und für jede Menge Ideen sorgen. Barbecue Saucen findet man hier ebenfalls!



- Schweinefleisch & Schinken: auch hier wieder in sämtliche  Zubereitungsarten (sehr viele tolle Barbecue Ideen) vorhandene Rezeptanregungen

- Lamm - ob als Braten, als Burger oder auch Eintopf, hier findet man auch wieder etliche (ungewöhnliche) Ideen, die mir zuvor bei Lamm nicht bekannt waren



- Geflügel und Wild: Brathähnchen, Wildhühnchen, Fasan, Strauss, Reh.... ob nun als klassisches oder als exotisches Gericht - die Rezepte sind erneut sehr vielfältig und außergewöhnlich



- Fisch: gegrillt oder paniert (angeblich die favorisierte Variante der Amerikaner), als Eintopf oder Sandwichbelag - Sheila Lukins zeigt viele interessante Ideen auf und selbst mir als "Fischmuffel" läuft bei dem ein oder anderen Rezept das Wasser im Munde zusammen

- Meeresfrüchte: dieser Kategorie wurde ebenfalls ein eigenes Kapitel gegeben und man findet hier leckere Ideen für Hummer, Muscheln, Krabben & Co.

Ich muss sagen, jede Seite habe ich inzwischen förmlich "studiert" und mir immer wieder Anregungen geholt. Besonders im Sommer beim Grillen konnten mir viele Rezepte schon helfen außergewöhnliche Gerichte zuzubereiten. Allein die selbstgemachten Saucen und auch Marinaden & Scrubs (Grillwürzmischungen) lohnen sich und konnten meine Familie und mich bisher immer wieder aufs Neue begeistern.

In den letzten Jahren habe ich immer wieder mal einige Rezepte nachgekocht und es war jedes Mal ein Erfolg! Da ich diesen Blog erst seit einigen Monaten führe, werden sicher im Laufe der Zeit noch einige Rezepte folgen.
Von Anfang an fand ich sehr faszinierend, das dieses Kochbuch ohne Fotos auskommt und das Sheila Lukins es dennoch schafft, durch sehr anschauliche Beschreibungen, den Leser Schritt für Schritt durch die teilweise recht aufwendigen Rezepte zu führen.

Aber auch die "einfachen" Rezepte, wie z.B. ein Omelett oder Rührei lesen sich wie ein eigenständiges Gericht und man merkt, wie sehr Sheila Lukins hinter ihren Rezepten steht und ich behaupte mal, man kann sagen diese Frau hat wirklich "mit Leib & Seele & Hingabe" gekocht!

Aber als wenn der obere Teil des Buches noch nicht mehr aus ausreichend genug wäre, folgen im Anschluss natürlich noch weitere Kapitel, denen ich mich wohl auch etwas ausgiebiger in der nächsten Zeit widmen möchte.

"Zum Nachtisch"
Auch hier gibt es weitere Unterkapitel:
- Fruchtdesserts und Kuchen - hier finden sich die klassischen Pies, aber auch fruchtige Desserts, Crumbles, Puddings und Kompotte wieder. Witzig bei den Pie Rezepten finde ich, das es immer ein "Standard Rezept" gibt, das als Vorlage dient und die Zubereitung erfolgt mit Hilfe einer Küchenmaschine, die in bestimmten Pulsen bedient wird :-) Im Grunde geht es hierbei um ein Mürbeteigrezept, das sich sicher auch auf unsere klassische Knetweise zubereiten lässt ;-)


- Kuchen & Plätzchen - ich war etwas erstaunt über die erneute Nennung von Kuchen, allerdings scheinen Rührkuchen dann doch wieder als eine andere Art von Kuchen bezeichnet zu werden, denn diese findet man, neben Biskuitrezepten, in diesem Unterkapitel. Weiterhin habe ich mich in die vielen Rezepte von Brownies, Cookies und Schokoladenkuchen verliebt :-)


- Eis & Heiß - das letzte Kapitel befasst sich mit der Zubereitung von cremigen Eissorten, fruchtigen Sorbets (deren Basis meist ein Zuckersirup ist, den man ebenfalls selber herstellt), Limonade, Fruchtsirup & Soßen.
Ein schönes Kapitel, das besonders interessant ist in den heißen Sommermonaten. 



Die letzten Kapitel zeigen sehr schön, das doch etwas dran ist an dem "Gerücht", das die Amerikaner einen Hang zu sehr süßen Sachen haben :-) Ich finde es aber weniger problematisch, da ich ja zum einen "Xund backen" von Angelika Kirchmaier rezensiert habe und daher weiß, wie ich Zucker bis auf ein Minimum reduzieren kann und zum anderen genügt es oft schon nach Gefühl (wenn man einige Erfahrung im Kochen & Backen hat) die Zuckermengen zu reduzieren.

Mein nächstes Rezept wird wohl ein "Marbled Cream Cheese Brownie" (Marmorbrownie mit Käsesahne & Schokolade) werden, da mich diese Art von Brownie schon sehr reizt - nicht zuletzt, da es sich um einen 3schichtigen Teig handelt. Ihr werdet ja dann mein Ergebnis hier nachlesen können :-)

Am Ende des Buches werden von Sheila Lukins noch typisch amerikanische Volksfeste aufgeführt mit Daten, Bezugsquellen der verwendeten Zutaten (auch ein deutsches Adressenregister ist dabei), Adressen von amerikanischen Restaurants, Märkten und Museen und auch Quellenangaben von Rezepten, die sie sich für ihr Kochbuch zur Hilfe geholt hat.



Ich könnte noch stundenlang von diesem tollen Buch schwärmen (wie ihr sicher heraus lesen konntet) und kann es nur jedem empfehlen, der sich für die amerikanische Küche interessiert. Egal ob man interessiert ist an Fastfood Rezepten, gesunden Gerichten, außergewöhnlichen Salatkombinationen, Fleischgerichten, Süßspeisen, Kuchen oder auch der Cajun-Küche, es sollte wirklich für jeden Geschmack etwas dabei sein! Und was mir natürlich sehr gut gefällt ist, das es sich stellenweise um alte und traditionelle Rezepte handelt.
 Ich musste feststellen, das es dieses Kochbuch leider nur noch in englisch als neue Ausgabe gibt.
Gebraucht findet man das USA Kochbuch aber dennoch über Amazon (es werden die entsprechenden Anbieter angezeigt).

Also, wen ich neugierig gemacht habe kann sich also über Amazon selber dieses geniale Kochbuch zulegen, oder aber wartet darauf, das ich im Laufe der zeit einige der Rezepte hier einstelle :-)


Mittwoch, 30. November 2011

Xund backen von Angelika Kirchmaier

Heute möchte ich Euch ein tolles Backbuch vorstellen, das für alle geeignet ist, die Kuchen & Torten lieben, jedoch dabei auch an ihre Figur bzw. den Gesundheitsfaktor denken.

Das Buch ist von Angelika Kirchmaier und nennt sich "Xund backen":


Dieses Buch ist wirklich klasse, nicht zuletzt, weil es auch Rezepte enthält, die für die vegane, glutenfreie und diabetische Küche geeignet sind.

Das Hauptziel dieses Buches ist es, auch im Kuchenbereich für eine gesunde Ernährung zu sorgen und Kuchen, Torten & Kleingebäck nicht länger als kalorien- und fettreiche Nahrungsmittel anzusehen.

Ihr findet in diesem Buch tolle Anleitungen um (fast) jedes Rezept umzuändern. Man kann wirklich normale Rührkuchen und Torten in schlankere und gesündere Varianten abändern und das geht mit diesen Anleitungen ganz kinderleicht.

In diesem Backbuch (in den Rezepten) wird ausschliesslich Vollkornmehl verwendet und man wird direkt zu Anfang bereits daraufhin gewiesen, das man auch jedes eigene Rezept mit Weißmehl durch eine einfache Rechenformel ändern kann.
Weiterhin gbt es Rechenformeln zur Fett- und Zuckerreduzierung. Beim Fettgehalt wird auf Ersatz durch gesunde Fette (z.Bsp. Rapsöl) und auch Milchprodukte verwiesen.

Ich muss zugeben, das ich anfangs sehr skeptisch war, zumal ich im Regelfalle überhaupt nicht auf Vollkornmehl im Kuchen stehe! Allein die Optik spricht mich persönlich nicht sonderlich an. Dennoch musste ich natürlich einfach mal ein paar Tests starten um diesem Buch eine Chance zu geben.

Als erstes probierte ich einen Apfelkuchen aus, der allerdings tatsächlich keinen großen Anklang in meiner Familie fand. Es lag jedoch eher an dem Teig bzw. der Verarbeitung. 
Ich bin es gewohnt bei Rührkuchen den Teig zunächst einmal lange zu schlagen (bevor man das Mehl hinzu gibt) und Frau Kirchmaier sagt, man soll der Reihe nach alle Zutaten der Reihne nach in eine Schüssel geben (inkl. Mehl & Backpulver) und das man alles maximal 3 Minuten miteinander verrühren soll.
Exakt nach Anleitung wurde also der Apfelkuchen hergestellt.
Ergebnis: uns war der Teig zu kompakt und trocken und niemand fand ihn wirklich toll!

Nun ja, da mir die Herstellung nicht gefiel, nahm ich ein weiteres Rezept (Schoko-Rührkuchen) und diesmal schlug ich alle Zutaten, bis auf das Backpulver-Mehl-Gemisch, erstmal gründlich durch, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hatte.
Danach füllte ich den Teig in eine Kastenform und er kam in den Ofen. Heraus kam ein extrem lockerer, saftiger und sehr leckerer Schokokuchen, der auch noch nach 3 Tagen sehr frisch und saftig schmeckte.
Selbst mein Mann war begeistert! Auch wenn er im Nachhinein sagte, hätte ich das gewusst.... (ich erzählte ihm erst hinterher, das er gerade einen "gesunden" Kuchen gegessen hatte) :)

Schoko-Rührkuchen nach Anschnitt

Als drittes durfte dann noch unser Lieblings-Muffins-Rezept dran glauben :)
Ich reduzierte das Rezept wie in den Anleitungen angegeben und nahm allerdings, wie immer, Weißmehl. Ja, auch dieses Rezept funktionierte wunderbar, nur das die Muffins diesmal halt nicht so süß und fettlastig waren wie sonst. Geschmack und Konsistenz waren wie immer und ich denke, jetzt wird es diese Variante öfter geben.

Beim Thema Backpulver habe ich allerdings etwa zu bemängeln. Frau Kirchmaier stellt eine allgemeingültige These auf (Backpulverteige müssten nach max. 3 Minuten Schlagzeit umgehend gebacken werden, da der Teig sonst nicht mehr aufgehen würde). Dem kann ich so nicht zustimmen, da ich aus Erfahrung weiß, das es doch funktioniert! Ich hatte jahrelang nach einem Madeleines Rezept gesucht und bin durch eine französische Seite darauf gestoßen, das der Teig mindestens 2-3 Stunden im Kühlschrank stehen muss, ehe man ihn backt. Seitdem gelingen mir endlich Madeleines und sie schmecken hervorragend! Und im Backofen gehen sie auf wie jedes andere Backpulvergebäck auch.

Wenn ich es schaffe, wird dieses Wochenende noch ein Tortenrezept aus dem Backbuch ausprobiert, da auch hier die schlanke Linie beachtet wird! Fast jede Torte wird mit einer Creme gefüllt, deren Basis nicht SAHNE ist, sondern eine Creme, die auf Pudding oder Gelatine basiert.
Interessant finde ich hierbei auch, das man nicht einfach Pudding verwendet, sondern ihn "dressiert" mit z.B. Quark, Sauerrahm etc. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, das die Creme ebenso locker und cremig wird als wenn man Sahne verwendet, aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen :)

Weiterhin gefällt mir sehr gut an diesem Buch, das man gegen Ende viele tolle Anregungen und Tipps erhält, wie man auf "chemische/künstliche" Hilfsmittel verzichten kann wie z.B. Aromen, Puddingpulver etc.
Da bereits eingangs erwähnt wird, das Vollkornmehle sehr intensiv schmecken und das es dabei wichtig ist mit Gewürzen und Aromen zu arbeiten, finde ich es toll, das es hierfür tolle Tipps gibt wie man sich Aromen selbst herstellen kann und wie man sie hervorhebt.

Bei jedem Rezept wird auch angegeben, wie man das Rezept für Diabetiker backen kann und Ihr findet auch vegane & glutenfreie Rezepte in dem Buch.

Bei dem ein oder anderen Rezept hatte ich allerdings noch ein paar Kritikpunkte:
- es wird hin und wieder von glattem Mehl gesprochen (es ist ein österreichisches Buch) und es findet sich leider kein Glossar darin, das dieses näher erläutert (Typenangabe oder ähnliches). Da ich seit Jahren viel koche und backe, weiß ich natürlich, wo ich dieses nachschauen kann. Bei Personen, die vielleicht weniger versiert sind, könnte es zu Problemen kommen.

- Gelatine soll in kochend heißem Wasser aufgelöst werden - das ist mir etwas suspekt, da ich gelernt habe, das man mit Gelatine vorsichtig sein soll. Ich kenne es nur so, das Gelatine in einer sehr warmen bis heißen Flüssigkeit gelöst wird, aber auf keinen Fall in kochend heißem Wasser, da sie sonst ihre Geliereigenschaft verliert?!

- Hefe soll bei 50 Grad aufgelöst werden - mir ist seit Jahren bekannt, das man Hefe bei ca. 40 Grad auflöst, da sie sonst ihre Triebfähigkeit verliert?!

Nun ja, ich denke aber, das es hier, wie bei jedem Rezept, auch auf die eigenen Erfahrungen und die Experimentierfreudigkeit an kommt und dies jeder für sich selbst entscheiden sollte.

Ich finde dieses Backbuch auf jeden Fall aussergewöhnlich und toll und ich muss zugeben, ich habe jede Menge lernen können und werde in Zukunft noch vieles daraus ausprobieren.

Da es alle Backbereiche anspricht (Rührkuchen, Strudel, Biskuit, Hefeteig, Kleingebäck und Torten) wird es noch richtig viel zum Ausprobieren geben und ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der gerne backt und der mal neue Wege beschreiten will!

Das Buch ist bei Amazon erhältlich für € 19,95.

Also Ihr Lieben, auf geht es - schwingt den Mixer und lasst mich wissen, was Euch am Besten gefällt :)

Kochbuchrezension: Hildegard von Bingen - Einfach kochen 2



Selten hat ein (Koch-)Buch bei mir so viel zustimmendes Nicken und doch auch gleichzeitiges verständnisloses Kopfschütteln hervorgerufen!
Ich muss gestehen, das Thema "Hildegard von Bingen" war mir bis vor kurzem recht fremd. Klar, man weiß, das sie als Heilige gilt in der katholischen Kirche und das sie Lehren verbreitet hat, die noch heute wohl eine große Anhängerschaft haben, aber was es genau damit auf sich hat, hätte ich nicht sagen können.
Da ich mich ja im Bereich Kochen & Ernährung gerne informiere und mich auch gerne von fremden und unbekannten Themen überzeuge lasse, war diese Rezension natürlich sehr reizvoll.
Im Tyrolia Verlag erschien nun also das Kochbuch "Hildegard von Bingen - einfach kochen 2", geschrieben von Brigitte Pregrenzer und Brigitte Schmidle, und als es bei mir eintraf war ich sehr neugierig, was mich nun erwarten würde.
Das Buch hat einen Hardcover-Einband mit Spiralbindung und beginntmit einer Einleitung der Autorinnen, die darauf hinweist, das dieses Buch auch für Anfänger im Bereich Hildegard von Bingen geeignet wäre. Fand ich sehr gut, da das Thema ja schließlich Neuland für mich war. Weiterhin wird darauf eingegangen, das die Zubereitung und die Qualität sowie die Wirksamkeiten der verwendeten Zutaten maßgeblich sind für unser Wohlbefinden. Die vorgegebenen Rezepte sollten eher Inspiration und Anregungen darstellen und Freude am Zubereiten hervor rufen.
Bis dahin fand alles noch mein zustimmendes Nicken und sorgte für mein weiter lesen. Bin ich doch auch der Meinung, das man sich nicht immer strikt an Rezepte halten soll :-) Leser meiner "Hexenküche" wissen, das ich es liebe Rezepte nach eigenem Gusto zu verändern :-)
Weiter geht es mit einer Doppelseite zum Thema "Kleine Helferlein mit großer Wirkung" - eine Auflistung von ein paar typischen Küchenutensilien, die meiner Meinung nach, nicht unbedingt erwähnt werden müssen.
Dann ging es endlich los: "Ernährung nach Hildegard von Bingen" - es wird zunächst kurz umrissen, was die Ernährungslehre von Hildegard von Bingen ausmacht.
Hier möchte ich kurz einwerfen, das ich erst einmal gegoogelt habe, um mehr über Hildegard von Bingen zu erfahren.Sie lebte im 12. Jahrhundert und war für die damalige Zeit eine der bedeutendsten Frauen im religiösen wie auch im naturwissenschaftlichem Sinne. Ihre Werke befassen sich mit Religion, Medizin, Musik, Ethik und Kosmologie. Demnach ist es auch nicht verwunderlich, das sich ihre Ernährungslehre mit einer sogenannten "Ganzheit" befassen, die sich aus 3 Ebenen zusammensetzt: Subtilität (Wirkungsweise von Lebensmitteln auf unser Wohlbefinden), Discretio (das rechte Maß zu finden beim Essen) und die Seele (Zusammenhang von Nahrung und ihre Auswirkungen auf unser Gemüt).
Wenn ich ehrlich bin, dann stimmte ich an dieser Stelle noch stellenweise zu! In den vergangenen Jahren habe ich mich ausgiebig mit dem Thema Ernährung befasst (nicht zuletzt wegen meiner Kinder) und durch viel Recherche und auch durch ausprobieren bin ich zu dem Entschluss gekommen, das die ganzen Thesen und immer wieder wechselnden Ernährungslehren völliger Quatsch sind! Ob in dem einen Jahr Vollkorn hoch gepriesen wird, in dem anderen Jahr Bio hochgelobt und empfohlen wird oder ob man bestimmte Fleischsorten meiden soll - für mich alles Dummzeug! Das Problem was ich sehe ist, das sich die Leute viel zu sehr von den Medien "erziehen" und vorschreiben lassen was gesund ist und was nicht! Bei uns zuhause wird gegessen was schmeckt und wir verlassen uns da eher auf das innere Gefühl (dennoch kann ich behaupten, das wir sehr ausgewogen und gesund essen!). Und genau das dachte ich zunächst bei Hildegard von Bingen, versuchte sie auch zu lehren: "Subtilität ist gut spürbar, wenn man bereit ist, sich wieder auf sich selbst zu verlassen und seinen Gefühlen und seinem Wohlbefinden zu vertrauen".
Ich interessiere mich schon seit Jahren für das Thema Esotherik und vieles, was ich in diesem Buch gelesen habe, erinnerte mich an das Thema Hexen! Hildegard hatte wohl Glück, denn zu einem späteren Zeitpunkt in der Geschichte wäre sie sicherlich als Hexe verfolgt worden! :-) Wer sich mit dem Thema Hexen je ernsthaft befasst hat, wird mir sicher zustimmen, das Hildegard von Bingen genau diesem Bild entsprach. Hexen waren im Prinzip nichts anderes als frühzeitige Naturwissenschaftlerinnen, die sehr große Kenntnisse von Natur und besonders von Pflanzen/Kräutern hatten und diese geschickt einzusetzen wussten. Auch bei den Hexen war es damals wichtig im Einklang mit der Natur zu leben und die Natur zu beobachten und somit einen gesamtheitlichen Kreislauf zu sehen.
Weiter im Buch ging es dann mit den Themen "Wie ernähre ich mich richtig", wobei Bezug genommen wird auf die Auswahl (Menge und saisonale Produkte) und auch auf die Art der Produkte und das eigene Verhalten.
Nun ja, bis dahin konnte ich ja wie gesagt noch zustimmen und mir gefiel der Einstieg recht gut.
Aber dann ging es ins Detail und nun folgte mein verständnisloses Kopfschütteln :-)
Es folgte dann "Typisches, Besonderes und Bedenkendes" und nun ging es los - es folgten keine Empfehlungen, sondern (zumindest habe ich es so empfunden) knallharte Regeln, die in der heutigen Zeit sicher keine Bestätigung finden. Hildegard von Bingen sei entschuldigt dadurch, das es zu ihrer Zeit zu einigen Nahrungsmitteln noch keine besseren Kenntnisse gab. Eine andere Erklärung fällt mir nicht ein!
Bei ihr steht z.B. Dinkel an oberster Stelle und sie empfiehlt zu jedem Mittag- oder Abendessen Dinkel (in Form von Nudeln, Reis, Flocken etc) auf den Tisch zu bringen. Roggen sollte lediglich von "kräftigen und korpulenten Menschen gegessen werden" (wegen ihrer besseren Verdauung) und so weiter :-) Ich sage mal, Hildegard mag ein wenig Recht behalten insofern, das Roggen schlecht verdaulich ist. Allerdings schien sie damals noch keinen Sauerteig zu kennen :-) Heute weiß man, das man Roggen mit Sauerteig verbacken muss damit er leichter verdaulich wird! Da ich selber seit Jahren Brote backe, habe ich mich natürlich ausgiebig mit diesem Thema beschäftigt! Auch Brote aus anderen Mehlsorten werden durch Sauerteig leichter verdaulich.

Aber das war noch nicht alles :-) Hildegard schreibt auch Obst und Gemüse, Fleisch und Geflügelsorten vor und "verbietet" förmlich Zutaten, die heute als überaus gesund gelten wie z.B. Kartoffeln, Tomaten, Erdbeeren, Pfirsiche, Lauch, Chicoree...
Nun wurde es mir wirklich zu bunt und vor allem unwissenschaftlich :-) Nachfolgend gab es dann endlich Rezepte und auch hier wiederholte sich die Hildegard-Lehre. Einfach kochen 2 bezieht sich also auf eine stark eingeschränkte Nahrungsmittelauswahl und weniger auf die einfache Zubereitung von Speisen gepaart mit Halbweisheiten, die wohl auf die damaligen Unkenntnisse rückschliessen lassen.

Bei den Rezepten selber findet man eine recht große Auswahl an Themen, angefangen mit "Geschickte Vorratshaltung", "Salate und kalte Vorspeisen", "Aufstriche, Dips und Sonstiges", "Suppen und warme Vorspeisen", "Vegetarische Gerichte und Gemüse", "Fisch und Fleisch", Desserts, Kuchen und Süßes", "Brote und Teige", "Getränke" und "Frühstück, Jause und Knabbereien". 
Auch die eingefügten Fotografien sind optisch nett und sehr ansprechend.


Ehrlich gesagt, von den Rezepten hat mich nicht ein einziges gereizt bzw. wenn es etwas interessantes gab, dann war es für mich nichts neues. Das für mich interessanteste Thema war die Rubrik Getränke, da ich dort einige nette Likörrezepte gelesen habe, aber diese findet man auch woanders.
Anmerken möchte ich noch, das es im Buch auch einige "merkwürdige" Gewürze und auch Kräuter gibt wie z.B. Galgant oder auch Bertram, die auffallend häufig verwendet werden. Ich kannte sie bis dato überhaupt nicht (und ich behaupte mal frech, das ich eigentlich sehr bewandert bin im Bereich Kräuter & Gewürze). Nun ja, nach dem ich etwas gegoogelt hatte kam ich schnell darauf, das z.B. Galgant nichts anderes als ein Ersatz für Pfeffer sein soll (halt näher bezeichnet als Scharfmacher). Beim Googlen stößt man sehr schnell auf den Hildegard von Bingen Onlineshop, wo man dann diese merkwürdig klingenden Gewürze und Kräuter selbstverständlich erhält :-)

Mein Fazit:
Eine interessante Erfahrung, aber meine Empfehlung findet dieses Buch nicht! Es ist sicher interessant für Hildegard von Bingen Anhänger, die ihre Lehren leben wollen ohne nachzudenken oder zu hinterfragen. Eine gesunde und vor allem ausgewogene Ernährung sieht für mich doch etwas anders aus... :-)

Wer sich aber für dieses Buch interessiert, der kann es sich beim Tyrolia Verlag für den Preis von € 19,95 bestellen unter der ISBN: 978-3-7022-3154-5.

Xunde Jause von Angelika Kirchmaier

Da ich ja bereits in der Vergangenheit die beiden Bücher Xund kochen und Xund backen von Angelika Kirchmaier "durchgearbeitet" hatte, reizte mich das neu Buch von ihr "Xunde Jause" und ich war ganz gespannt, ob mir mit diesem Buch wieder viele neue und überraschende Rezepte und Tipps näher gebracht werden können.


Das Kochbuch "Xunde Jause" befasst sich mit den Themen gesunde Snacks, Pausensnacks und Zwischenmahlzeiten, die gleichzeitig zeigen sollen, das es ohne Probleme möglich ist und auch Vorteile bietet, wenn man Wert darauf legt auch einfach zwischendurch mal zu gesunden Alternativen zu greifen.

Zum einen findet man in diesem Buch Erläuterungen zu den einzelnen Lebensmitteln, es werden diverse Produkte in Frage gestellt, die uns (laut Werbung) weis machen wollen, das wir uns etwas Gutes tun mit einem sogenannten "Pausensnack" (Bsp. das Beste aus 1/4 Liter Milch...). Angelika Kirchmaier weist in diesem Buch die Defizite unserer tagtäglichen Ernährungsweise auf und versucht gleichzeitig zu gesunden Alternativen aufzurufen. Dabei wird schnell klar, das es weder aufwendig noch teuer sein muss, sich selbst mit kleinen leckeren (und natürlich gesunden) Produkten einen schnellen Pausensnack zuzubereiten.


In ihrem Buch "Xunde Pause" kommen natürlich auch diesmal wieder die Themen glutenfrei, laktosefrei und Diabetiker nicht zu kurz! Für jeden Typus sollte genug in diesem Buch zu finden sein und die einzelnen Rezepte sind auch diesmal wieder toll deklariert (Symbole zeigen sofort an für wen die Gerichte geeignet sind). Broteinheiten sind ebenfalls wieder aufgeführt und auch Nährwertangaben.

Inhaltlich ist dieses Buch auch sehr schön und übersichtlich gegliedert:
angefangen mit einer Art Leitfaden "das xunde Jausen-Einmaleins" (Definition und Erläuterung von Sinn und Zweck der verschiedenen Lebensmittel, Lebensmittelkunde und Unterscheidungen der verschiedenen Ansprüche) führt dieses Buch durch die verschiedenen täglichen Bereich und berücksichtigt dabei sämtliche Tagesabschnitte und Bedürfnisse: Getränke; Brot und Hefegebäck; belegte Brote und Brotspieße; Aufstriche, Dips, Dips, Bagels, Tramezzini, Wraps; Bäckerpizza aus dem Toaster; Salate; Knabberspaß; Müsli; Fruchtjoghurt, Eis und süße Cremes; Pudding; Marmelade; süße Blitzkuchen für Schule und Büro sowie Früchtebrot und Fruchtschnitten.
Am Ende des Buches gibt es noch die beiden Rubriken "Tipps und Tricks zum Aufbewahren von Lebensmitteln" und einen Anhang.


Voller Enthusiasmus durchforstete ich auch dieses Buch wieder und probierte auch das ein oder andere Rezepte aus.
Im Großen und ganzen muss ich aber sagen, das ich doch etwas enttäuscht war, da mir vieles schon sehr bekannt vorkam und sich auch schon in den anderen beiden Büchern finden lässt.

Für mich persönlich steht das Thema gesunde Ernährung seit der Geburt meiner Kinder auf dem Programm und ich denke mal, ich bin inzwischen bestens informiert und von daher konnte mir das Buch nun nicht allzu viel neues oder bemerkenswertes vermitteln. Nicht zuletzt, da es ja, wie bereits erwähnt, vieles aus den anderen beiden Kochbüchern aufgreift. Für mich heißt gesunde Ernährung aber auch, das es ein ausgewogenes Maß aus allen Lebensmittelbereichen geben sollte, damit es nicht eintönig wird und kein "Hype" auf z.B. enorme Zuckermengen oder Fastfood entsteht.
Ich bin auch kein Zuckergegner, ganz im Gegenteil, Zucker gehört für mich zu einer ausgewogenen Lebensweise dazu und er dient ja nun mal auch als Geschmacksverstärker. Bei einigen Rezepten (z.B. einem Schokodip) fiel mir auf, das die Zuckermenge viel zu gering war und somit der eigentliche Geschmack der gesamten Speise extrem fad schmeckte. Etwas mehr Zucker und schon stimmte der Geschmack! Aber das nur am Rande und ich denke, da kann man dann getrost wieder die Worte von Frau Kirchmaier aufgreifen, das man ihre Bücher als Anregung verstehen soll :-)

Toll allerdings ist die große Auswahl an Dips, Aufstrichen etc., die auch allgemein zu weiteren "Experimenten" anregen 


und auch einige Anregungen, wie man Reste aus dem Kühlschrank sinnvoll verarbeitet und aufbraucht!


Ansonsten behaupte ich mal, ist dieses Buch perfekt geeignet für Personen, die sich am Anfang des Themas gesunde Ernährung befinden und sich gerne entsprechendes Wissen aneignen möchten. Ob nun Lebensmittelerläuterungen, Wirkungsweisen oder optimale Versorgung inkl. Rezeptideen, für Einsteiger ein sehr hilfreiches und interessantes Buch! Sehr positiv finde ich auch immer bei den Büchern von Angelika Kirchmeier, das ihre Erklärungen nicht langweilig und wissenschaftlich dargestellt werden, sondern alltagstauglich und nachvollziehbar sind. Ebenfalls eignen sich alle ihre Bücher auch toll für Lebensmittelallergiker (ich höre immer häufiger im Bekanntenkreis, das es überall vermehrt auftritt, das jemand aus der Familie plötzlich an einer Lebensmittelallergie erkrankt), da dieser Personenkreis es häufig schwer hat, sich den veränderten Situationen anzupassen bzw. entsprechende leckere Rezepte zu finden.

Mein Fazit:
Für Leute, die bereits Bücher von Angelika Kirchmeier besitzen oder kennen, wird die "Xunde Jause" nun keine großartigen und neuen Rezepte und Erklärungen bereithalten.
Für alle Neueinsteiger oder Personen, die aus gesundheitlichen Aspekten auf eine gesunde Ernährung umsteigen möchten oder müssen, bietet dieses Buch wirklich tolle Erklärungen und Anregungen und ich denke schon, das ich es an dieser Stelle für empfehlenswert einstufen kann!

Da wir ja gerade kurz vor Weihnachten stehen, kann man dieses Buch sicher auch gut als Weihnachtsgeschenk nehmen für jeden, der die Angelika Kirchmeier Bücher noch nicht kennt und für den dieses Thema Neuland ist.
Xunde Jause ist erhältlich beim Tyrolia Verlag (ISBN 978-3-7022-3153-8) und auch bei Amazon und der Preis liegt bei € 19,95. Xunde Jause enthält 246 Seiten (praktische Spiralbindung im Inneren) inkl. 50 farbige Abbildungen.