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Samstag, 14. März 2015

Linsen-Bulgur Suppe


Zutaten:
1 EL Olivenöl
1 mittelgroße Zwiebel
2 EL Tomatenmark
1 TL Paprikamark (scharf)
Chillipulver nach Geschmack
200 g rote Linsen
100 g Bulgur
1-1,5 Liter Wasser plus 2 EL
Salz nach Geschmack (ich habe nicht gerade wenig benötigt, kann man evtl. auch durch Gemüsebrühe ersetzen)
1/4 TL Minze, getrocknet

Zitronensaft frisch zum Servieren und evtl. auch noch ein paar Minzblättchen

Zubereitung:
Zwiebel schälen, fein schneiden oder hacken.

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebelwürfelchen andünsten.

Tomaten- und Paprikamark mit den 2 EL Wasser verrühren und mit in den Topf geben. Kurz mitdünsten. 


Bulgur und Zwiebel zufügen und unter rühren mit andünsten.


Wasser zufügen (ich habe von Anfang an das gesamte Wasser dazu gegeben, rate aber dazu erst mal nur einen Liter zu nehmen) und aufkochen lassen. Dann auf kleinste Stufe stellen und unter regelmäßigem Rühren ca. 20 Minuten köcheln lassen (bis Bulgur und die Linsen gar sind).

Falls die Suppe zu dick wird, kann man nun noch das restliche Wasser nach Bedarf dazu gießen. Ich mag nicht ganz so dünne Suppen, aber das sollte jeder für sich entscheiden.

Zum Schluss wird die Suppe abgeschmeckt mit Salz, Chillipulver und Minze.

Am Tisch kann sich dann jeder nach Geschmack noch frischen Zitronensaft in die Suppe geben. Für mich ein absolutes MUSS :-) Der Zitronensaft gibt der Suppe erst den richtigen "Kick"!

Anmerkungen:
- das Rezept habe ich hier gefunden und musste es einfach mal ausprobieren, da ich ein großer Fan von Bulgur bin
- Linsen kann man wohl auch gegen Tellerlinsen austauschen, dann aber bitte auf die Zubereitungsdauer achten
. mit den roten Linsen war meine Suppe nach gut 20 Minuten fertig
- ich habe in meinem Rezept direkt die geänderten Angaben eingearbeitet, denn im Original kamen nur rund die Hälfte an Bulgur und Linsen mit hinein. Das war mir persönlich viel zu wenig, denn es wäre dann ein extrem dünnes Süppchen gewesen :-)
- ich fand diese Suppe extrem lecker! Die leichte Schärfe harmoniert perfekt mit dem Zitronensaft und ich finde, die Suppe wärmt und erfrischt gleichzeitig. So einen Effekt hatte ich bei Suppen noch nie und bin noch immer ganz begeistert :-)
- da meine Männer ja auch nicht auf Kisir (Bulgur-Salat) stehen, war mir natürlich klar, das ich sie mit dieser Suppe nicht begeistern kann, aber war mir ehrlich gesagt egal :-) Ab und zu brauch ich auch mal was ganz für mich alleine ;-)

Mittwoch, 4. März 2015

Schokoladenmuffins (fettarm)



Zutaten:
180 g  Mehl
130 g Zucker
2 EL (20 g) Backkakao
1 TL (5 g) Natron
2 TL (10 g) Backpulver
160 ml Milch
240 ml Joghurt natur
Vanillearoma nach Geschmack

nach Wunsch evtl. ein paar EL Schokotröpfchen

Zubereitung:
Backofen auf 200 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen und ein 12er Muffinblech mit Papierförmchen auskleiden.

Alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermengen.
Dann Milch und Joghurt (nach Wunsch auch 3-4 Tropfen Vanillearoma) in einem Becher verquirlen.


Feuchte Zutaten zu den trockenen geben und mit einem Schneebesen verrühren bis alle Zutaten sich soeben miteinander verbunden haben. nach Wunsch kann man noch Schokoladentröpfchen zufügen.


Teig auf die Muffinförmchen verteilen und Blech in den Ofen geben.

Backzeit ca. 15-20 Minuten (Stäbchenprobe!).

Blech heraus nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.


Nährwerte pro Muffin:
125 kcal - 1,73 g Fett - 24 g Kohlenhydrate (davon 12,6 g aus Zucker) - 3 g Protein - 2 BE (Broteinheiten) - 1,6 mg Cholesterin

Werte können variieren aufgrund der Zutaten. Wegen unserer Kinder verwende ich keine fettreduzierten Lebensmittel, daher kann man durch entsprechenden Austausch die Werte noch verändern.


Anmerkungen:
- ein sehr schönes und fettarmes Rezept. Da hier Kinder mitessen, verwende ich generell keine fettreduzierten Milchprodukte. Wer den Fettanteil noch weiter herunter reduzieren möchte, kann natürlich auch bei den Milchprodukten auf die fettreduzierten Sorten zurück greifen.
- besonders interessant für alle Schokosüchtigen, die auch bei einer Diät darunter "leiden", das sie sich ihre heißgeliebte Schokolade "verkneifen" müssen. Diese Muffins sind ein schöner leichter Ersatz
- wie ich ja bereits erwähnt hatte, möchte ich mit dieser Art von Rezept zeigen, das man auch während einer bewussteren und gesünderen Ernährungsweise auf nichts verzichten muss.
- das Mehl kann selbstverständlich auch durch andere Mehlsorten (Vollkornmehl z.B.) ersetzt werden, wodurch natürlich wieder weitere Vorteile geschaffen werden (Ballaststoffe etc.)
- die Muffins sind, obwohl sie ohne Fett zubereitet werden, sehr saftig und locker
- WICHTIG: beim nächsten mal verzichte ich auf die Papierförmchen und fülle den Teig direkt in die Muffinform (falls nötig bitte dünn einfetten und evtl. mehlen). Es war mehr als schwierig die Muffins heraus zu lösen. Es bleibt einfach zuviel leckerer Kuchen am Papier kleben :-)

Vorteile:
- Milch: sie enthält neben vielen essentiellen Aminosäuren auch jede Menge Calcium, das wir für den Knochenaufbau benötigen. Weiterhin sind die Vitamine C, A, D, E, B1, B2, B6 und B12 in ihr enthalten. Sie verfügt auch über viele weitere Mineralstoffe wie z.B. Magnesium, Zink, Eisen, Phosphor, Kalium etc.
- Joghurt: Inhaltsstoffe vergleichbar mit Milch (Mineralstoffe & Vitamine) plus Milchsäurebakterien, die für eine gesunde Darmflora und auch Verdauung sorgen.
- Schokolade (Kakao): macht bekanntlich glücklich (Serotonin wird frei gesetzt) ;-)



Käsekuchen light (kalorien- und fettarm)


Zutaten:
250 g Süßkartoffeln
500 g Naturjoghurt (Fettgehalt nach eigenem Ermessen)
250 g Magerquark
2 Eier
4 EL (60 g) Reismehl (ich habe hierfür 4 EL Langkornreis in meiner Kaffeemühle fein zermahlen)
1-2 EL Zitronensaft
5 EL (50 g) Zucker

Zubereitung:
Die Süßkartoffeln schälen und ca. 1-2 cm große Stücke schneiden. In einem kleinen Topf mit etwas Wasser in ca. 10 Minuten weich kochen. Abgießen und etwas abkühlen lassen. (Sorry, hier habe ich vergessen Fotos zu machen, aber das schafft ihr sicher auch ohne :-D)

Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Alle Zutaten in einer großen Schüssel verrühren.


Die abgekühlten Süßkartoffeln durch eine Kartoffelpresse zur Teigmasse geben und gut unterrühren.



Man kann wohl auch alle Zutaten zusammen in einen Blender geben und mixen - dann braucht man die Süßkartoffeln nicht durch eine Presse drücken.

Eine Springform fetten und mehlen und den Teig hinein gießen und glatt streichen.


In den Ofen geben und ca. 45 Minuten backen. Dann Ofen ausschalten und die Tür leicht geöffnet lassen (Kochlöffelstiel oder Topflappen) und den Kuchen noch ca. 10 Minuten im Ofen weiter auskühlen lassen.
Herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.


Wer mag, kann den Kuchen vor dem Servieren noch mit Puderzucker dünn bestäuben.

Nährwerte pro Kuchenstück (der Kuchen ergibt 12 Stücke):
113 kcal - 2,8 g Fett - 16 g Kohlenhydrate (davon 5,4 g aus Zucker) - 6 g Protein - 1,3 BE (Broteinheiten)

Anmerkungen:
- zum Thema Fitnessküche gehört natürlich auch ein waschechter Kuchen, denn schließlich soll und will man ja nicht auf alles verzichten und auch in diesem Bereich gibt es Möglichkeiten, die für einen Genussmoment sorgen können :-)
- ich habe mich für diese Art von Käsekuchenvariation entschieden, nicht zuletzt, da ich schon lange Süßkartoffeln ausprobieren wollte
- das Ergebnis konnte alle überzeugen, allerdings muss ich noch 2 Dinge an dieser Stelle betonen: 1. auf jeden Fall sollte die Springform gefettet und gemehlt werden, denn ansonsten wird der Rand sehr gummiartig und dann macht das essen keinen Spaß! 2. Den Kuchen nach dem Auskühlen bitte schnellstmöglich abdecken, denn ich musste feststellen, das er an der Oberfläche sehr schnell austrocknet
- ich hatte meinen "Männern" nicht verraten, das es sich um einen kalorien- und fettarmen Kuchen handelt und schon gar nicht, das ich die Süßkartoffel mit darin verarbeitet hatte :-) Dennoch waren auch vom Geschmack alle begeistert und auch ich muss sagen, das ich sehr positiv überrascht war, denn ehrlich gesagt...ich konnte mir auch wirklich nicht so recht vorstellen, das der Kuchen schmecken würde :-P
- die Masse erinnert wirklich an einen Käsekuchen und ist schön saftig
- WICHTIG: beim nächsten Mal werde ich allerdings die Eier trennen und das Eiweiß vorab steif schlagen und unterheben. Der Kuchen könnte von der Konsistenz noch etwas lockerer sein und ich denke mal, das man dies auch durch das steif geschlagene Eiweiß hinbekommen kann!!
- ich denke mal, das man das Reismehl auch locker durch Speisestärke ersetzen kann, aber ich fand die Idee sehr reizvoll und wie ihr wisst...ich experimentiere ja auch gerne herum und nutzte daher meine Kaffeemühle um mir die 4 EL Reismehl selber zu mahlen - ich habe hier übrigens herkömmlichen Langkornreis verwendet, aber man kann wohl auch Rundkornreis nehmen
- meine Empfehlung habt ihr auf jeden Fall und ich kann nur empfehlen, das ihr diesen Kuchen einfach mal ausprobieren müsst :-)

Vorteile der Zutaten:
- wenig Kalorien und kaum Fett (Fettgehalt abhängig von der Magerstufe des verwendeten Joghurts bzw. Quarks)
- Joghurt/Quark sind tolle Kalziumspender, Joghurt liefert ausreichend Milchsäurebakterien, die wiederum gut für die Darmflora sind und Quark ist ein hervorragender Eiweißspender
- Süßkartoffel: sehr nährstoffreich; enthält u.a. Kalium, Carotinoide, Anthocyane, Biotin, Mangan, Folsäure uvm.
- Süßkartoffeln sind tolle Kohlehydratspender und gleichzeitig können sie den Blutzuckerspiegel regulieren; sie können die Verdauung fördern und helfen auch gegen Verstopfung
- durch den hohen Kaliumanteil sind Süßkartoffeln auch für das Herz sehr gesund (präventiv gegen Herzinfarkt)

Sonntag, 9. September 2012

Käsekuchen mit Stevia - ein Versuch




Zutaten:
500 g Magerquark
3 Eier
50 ml Öl
20 g Maismehl/Speisestärke
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
1/2 Päckchen Backpulver
Stevia flüssig (3 TL)
Saft und abgeriebene Schale einer Zitrone

Zubereitung:
Den Backofen auf 160 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Eier trennen und das Eiweiß sehr steif schlagen.

Eigelb mit Öl, Stevia, Quark, Zitronenschale und Saft verrühren.



Speisestärke, Puddingpulver und Backpulver mischen und auf die Quarkmischung sieben und unterrühren (in 2-3 Portionen damit es nicht klumpt).

Das geschlagene Eiweiß unterheben und den Teig in eine gefettete Springform füllen und glatt streichen.



Die Form in den Ofen geben und ca. 70 Minuten backen.



Heraus nehmen und in der Form auskühlen lassen.

Anmerkungen:
- da ich das Thema Stevia sehr reizvoll finde und auch schon mal in der Vergangenheit einiges ausprobiert hatte (ich war mit den Ergebnissen meist nicht zufrieden), habe ich mich aufgrund eines Produkttests mit flüssigem Stevia daran gesetzt und dieses Rezept "kreiert"
- dieser Kuchen dürfte auch unter "glutenfrei" laufen, wenn man auf die Zutaten achtet (Speisestärke ist oft glutenfrei)
- wer lieber Zucker verwenden möchte, der kann das Stevia ersetzen und nach Geschmack lieber 150 - 200 g Zucker nehmen
- der Kuchen ist ehrlich gesagt "Geschmackssache" - ich persönlich fand ihn nicht toll und überzeugend, da er leider nach dem Backen sehr "kompakt" und fest wurde und typischerweise (zumindest bei meinen Käsekuchen) zusammen gefallen ist (um nicht zu sagen sehr stark!). 
- geschmacklich ok (einer meiner Söhne befand ihn als sehr lecker), aber ein (ungewohnter, aber nicht lakritzähnlicher oder bitterer!) Nachgeschmack verbleibt im Mund. Von daher war ich auch froh, das er so stark zusammengefallen ist, denn ansonsten wäre der Nachgeschmack auch sicher stärker ausgefllen
- ich kann mir gut vorstellen, das man den Kuchen besser "aufpeppen" könnte (und auch sollte), in dem man z.B. ein Fruchtkompott auf ihm verteilt und somit geschmacklich mehr heraus holt
- für Personen, die auf die Zuckerzufuhr achten müssen und dennoch gerne Kuchen essen möchten, sicher eine tolle Lösung
- alles weitere zu meinem Test mit Stevia findet ihr hier

Mittwoch, 30. November 2011

Xund backen von Angelika Kirchmaier

Heute möchte ich Euch ein tolles Backbuch vorstellen, das für alle geeignet ist, die Kuchen & Torten lieben, jedoch dabei auch an ihre Figur bzw. den Gesundheitsfaktor denken.

Das Buch ist von Angelika Kirchmaier und nennt sich "Xund backen":


Dieses Buch ist wirklich klasse, nicht zuletzt, weil es auch Rezepte enthält, die für die vegane, glutenfreie und diabetische Küche geeignet sind.

Das Hauptziel dieses Buches ist es, auch im Kuchenbereich für eine gesunde Ernährung zu sorgen und Kuchen, Torten & Kleingebäck nicht länger als kalorien- und fettreiche Nahrungsmittel anzusehen.

Ihr findet in diesem Buch tolle Anleitungen um (fast) jedes Rezept umzuändern. Man kann wirklich normale Rührkuchen und Torten in schlankere und gesündere Varianten abändern und das geht mit diesen Anleitungen ganz kinderleicht.

In diesem Backbuch (in den Rezepten) wird ausschliesslich Vollkornmehl verwendet und man wird direkt zu Anfang bereits daraufhin gewiesen, das man auch jedes eigene Rezept mit Weißmehl durch eine einfache Rechenformel ändern kann.
Weiterhin gbt es Rechenformeln zur Fett- und Zuckerreduzierung. Beim Fettgehalt wird auf Ersatz durch gesunde Fette (z.Bsp. Rapsöl) und auch Milchprodukte verwiesen.

Ich muss zugeben, das ich anfangs sehr skeptisch war, zumal ich im Regelfalle überhaupt nicht auf Vollkornmehl im Kuchen stehe! Allein die Optik spricht mich persönlich nicht sonderlich an. Dennoch musste ich natürlich einfach mal ein paar Tests starten um diesem Buch eine Chance zu geben.

Als erstes probierte ich einen Apfelkuchen aus, der allerdings tatsächlich keinen großen Anklang in meiner Familie fand. Es lag jedoch eher an dem Teig bzw. der Verarbeitung. 
Ich bin es gewohnt bei Rührkuchen den Teig zunächst einmal lange zu schlagen (bevor man das Mehl hinzu gibt) und Frau Kirchmaier sagt, man soll der Reihe nach alle Zutaten der Reihne nach in eine Schüssel geben (inkl. Mehl & Backpulver) und das man alles maximal 3 Minuten miteinander verrühren soll.
Exakt nach Anleitung wurde also der Apfelkuchen hergestellt.
Ergebnis: uns war der Teig zu kompakt und trocken und niemand fand ihn wirklich toll!

Nun ja, da mir die Herstellung nicht gefiel, nahm ich ein weiteres Rezept (Schoko-Rührkuchen) und diesmal schlug ich alle Zutaten, bis auf das Backpulver-Mehl-Gemisch, erstmal gründlich durch, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hatte.
Danach füllte ich den Teig in eine Kastenform und er kam in den Ofen. Heraus kam ein extrem lockerer, saftiger und sehr leckerer Schokokuchen, der auch noch nach 3 Tagen sehr frisch und saftig schmeckte.
Selbst mein Mann war begeistert! Auch wenn er im Nachhinein sagte, hätte ich das gewusst.... (ich erzählte ihm erst hinterher, das er gerade einen "gesunden" Kuchen gegessen hatte) :)

Schoko-Rührkuchen nach Anschnitt

Als drittes durfte dann noch unser Lieblings-Muffins-Rezept dran glauben :)
Ich reduzierte das Rezept wie in den Anleitungen angegeben und nahm allerdings, wie immer, Weißmehl. Ja, auch dieses Rezept funktionierte wunderbar, nur das die Muffins diesmal halt nicht so süß und fettlastig waren wie sonst. Geschmack und Konsistenz waren wie immer und ich denke, jetzt wird es diese Variante öfter geben.

Beim Thema Backpulver habe ich allerdings etwa zu bemängeln. Frau Kirchmaier stellt eine allgemeingültige These auf (Backpulverteige müssten nach max. 3 Minuten Schlagzeit umgehend gebacken werden, da der Teig sonst nicht mehr aufgehen würde). Dem kann ich so nicht zustimmen, da ich aus Erfahrung weiß, das es doch funktioniert! Ich hatte jahrelang nach einem Madeleines Rezept gesucht und bin durch eine französische Seite darauf gestoßen, das der Teig mindestens 2-3 Stunden im Kühlschrank stehen muss, ehe man ihn backt. Seitdem gelingen mir endlich Madeleines und sie schmecken hervorragend! Und im Backofen gehen sie auf wie jedes andere Backpulvergebäck auch.

Wenn ich es schaffe, wird dieses Wochenende noch ein Tortenrezept aus dem Backbuch ausprobiert, da auch hier die schlanke Linie beachtet wird! Fast jede Torte wird mit einer Creme gefüllt, deren Basis nicht SAHNE ist, sondern eine Creme, die auf Pudding oder Gelatine basiert.
Interessant finde ich hierbei auch, das man nicht einfach Pudding verwendet, sondern ihn "dressiert" mit z.B. Quark, Sauerrahm etc. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, das die Creme ebenso locker und cremig wird als wenn man Sahne verwendet, aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen :)

Weiterhin gefällt mir sehr gut an diesem Buch, das man gegen Ende viele tolle Anregungen und Tipps erhält, wie man auf "chemische/künstliche" Hilfsmittel verzichten kann wie z.B. Aromen, Puddingpulver etc.
Da bereits eingangs erwähnt wird, das Vollkornmehle sehr intensiv schmecken und das es dabei wichtig ist mit Gewürzen und Aromen zu arbeiten, finde ich es toll, das es hierfür tolle Tipps gibt wie man sich Aromen selbst herstellen kann und wie man sie hervorhebt.

Bei jedem Rezept wird auch angegeben, wie man das Rezept für Diabetiker backen kann und Ihr findet auch vegane & glutenfreie Rezepte in dem Buch.

Bei dem ein oder anderen Rezept hatte ich allerdings noch ein paar Kritikpunkte:
- es wird hin und wieder von glattem Mehl gesprochen (es ist ein österreichisches Buch) und es findet sich leider kein Glossar darin, das dieses näher erläutert (Typenangabe oder ähnliches). Da ich seit Jahren viel koche und backe, weiß ich natürlich, wo ich dieses nachschauen kann. Bei Personen, die vielleicht weniger versiert sind, könnte es zu Problemen kommen.

- Gelatine soll in kochend heißem Wasser aufgelöst werden - das ist mir etwas suspekt, da ich gelernt habe, das man mit Gelatine vorsichtig sein soll. Ich kenne es nur so, das Gelatine in einer sehr warmen bis heißen Flüssigkeit gelöst wird, aber auf keinen Fall in kochend heißem Wasser, da sie sonst ihre Geliereigenschaft verliert?!

- Hefe soll bei 50 Grad aufgelöst werden - mir ist seit Jahren bekannt, das man Hefe bei ca. 40 Grad auflöst, da sie sonst ihre Triebfähigkeit verliert?!

Nun ja, ich denke aber, das es hier, wie bei jedem Rezept, auch auf die eigenen Erfahrungen und die Experimentierfreudigkeit an kommt und dies jeder für sich selbst entscheiden sollte.

Ich finde dieses Backbuch auf jeden Fall aussergewöhnlich und toll und ich muss zugeben, ich habe jede Menge lernen können und werde in Zukunft noch vieles daraus ausprobieren.

Da es alle Backbereiche anspricht (Rührkuchen, Strudel, Biskuit, Hefeteig, Kleingebäck und Torten) wird es noch richtig viel zum Ausprobieren geben und ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der gerne backt und der mal neue Wege beschreiten will!

Das Buch ist bei Amazon erhältlich für € 19,95.

Also Ihr Lieben, auf geht es - schwingt den Mixer und lasst mich wissen, was Euch am Besten gefällt :)

Sonntag, 13. November 2011

Vanille-Schokomousse Torte (Dr. Hall Kochwettbewerb)

Und noch ein Kochwettbewerb an dem ich teilnehme :-) Mandy veranstaltet auf ihrem Blog ebenfalls einen Kochwettbewerb in Kooperation mit Dr. Hall - der Gesundheitsspezialist aus dem Schwarzwald - und da unter anderem eine der Kategorien "Backen & Desserts" war, konnte ich nicht widerstehen und habe mich eingetragen :-)

Wir Teilnehmer durften uns bis zu 5 Produkten aus dem Sortiment aussuchen und ich wählte  für diese Torte:
- Dr. Hall Mousse au chocolat (Pulverform)
- Dr. Hall Dessert-Soße "Vanille" (Pulverform)
Zutaten:
Knetteig:
100 g Mehl
40 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
65 g Butter oder Margarine (kalt)

Biskuitteig hell:
3 Eier
70 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
70 g Mehl
1 Messerspitze Backpulver
50 g zerlassene, abgekühlte Butter oder Margarine

Biskuitteig dunkel:
2 Eier
2-3 EL heißes Wasser
90 g Zucker
100 g Mehl
2 TL stark entöltes Kakaopulver (Backkakao)
1 gestrichener TL Backpulver

Füllung:
131 g Dr. Hall Mousse au chocolat Pulver
500 ml Milch (1,5 % Fett)
400 ml Sahne
80 g Dr. Hall Dessert-Soße "Vanille" Pulver
4 TL Bio Fruchtaufstrich Erdbeere

schwarze & weiße Dekokügelchen zum Verzieren

Zubereitung:
Eine Springform, am Boden gefettet, mit Backpapier am Boden belegen und überstehendes Backpapier abschneiden. Benötigt man für alle 3 Böden!


Den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Für den Knetteig alle angegebenen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und in Größe der Springform ausrollen. In die Form legen und mehrfach mit einer Gabel einstechen.



Die Form in den Ofen geben und ca. 12 Minuten backen. Herausnehmen, vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.


Für den hellen Biskuitteig werden zunächst die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker dickschaumig auf höchster Stufe aufgeschlagen.


Mehl und Backpulver mischen und in zwei Portionen über den Eierschaum sieben und kurz auf kleinster Stufe unterrühren.


Zuletzt die flüssige Butter vorsichtig unterrühren, den Teig in die vorbereitete Form (s.o.) füllen, glatt streichen und ca. 20 Minuten backen.


Aus dem Ofen nehmen, vorsichtig aus der Form lösen, Backpapier entfernen und ebenfalls auskühlen lassen.

Für den dunklen Biskuitboden zuerst Eier und Wasser dickschaumig aufschlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Mehl, Backpulver und Kakao mischen und wie beim hellen Biskuit in 2 Portionen über die Eiercreme sieben und kurz unterrühren. Alles weitere wie beim hellen Biskuit (Backzeit etc.).


Für die Füllung das Mousse au chocolat Pulver in die Milch geben und nach Anleitung (erst auf kleinster Stufe, dann ca. 4 Minuten auf höchster Stufe) aufschlagen.


Das Vanille-Dessert-Soßen-Pulver in die Sahne rühren und auf höchster Stufe steif schlagen.


Beide Sorten getrennt in Spritzbeutel mit Lochtülle füllen, dabei von der Mousse au chocolat ca. 3 EL zurückhalten.

Nun den Knetteigboden auf eine Kuchenplatte geben und einen Tortenring um den Boden stellen. Den Knetteigboden mit dem Erdbeer-Fruchtaufstrich gleichmäßig bestreichen.


Dann den dunklen Biskuitboden auflegen und vorsichtig festdrücken. Die beiden Cremes in Ringen (ich habe außen mit der Mousse au chocolat begonnen) im Wechsel auf den Boden spritzen.


Den hellen Biskuitboden auflegen und vorsichtig festdrücken.


 Erneut die restliche Creme in Ringen auftragen.


Da mir die Oberfläche optisch nicht gefiel, verwischte ich die Übergänge mit einem Löffel etwas um eine gleichmäßige Verbindung herzustellen.


Da ich ja in erster Linie eine Mousse au chocolat Torte wollte, nahm ich nun einen Eßlöffel, tauchte ihn hin und wieder in Wasser und verstrich oberflächlich die Schokomousse über die Vanillesahne und drückte vorsichtig Wellen in die Creme.


Dann kam die Torte erst einmal für 3 Stunden in den Kühlschrank.
Nach dem Kühlen entfernte ich den Tortenring und strich mit der restlichen Mousse au chocolat und einem breiten Messer den Rand der Torte gleichmäßig ein. Oben auf verteilte ich ein paar schwarze und weiße Dekokügelchen aus Zucker.


Anmerkungen:
- das Aufwendigste war das Backen der Böden
- die Cremes schmecken beide hervorragend, auch wenn es sich bei der Mousse au chocolat um eine fettarme Variante handelt
- die Torte ist sicherlich auch toll als Weihnachtstorte geeignet und in diesem Fall würde ich sie mit silber- oder goldfarbenen Dekokügelchen verzieren und in den dunklen Biskuit ein paar weihnachtliche Gewürze mit einbacken
- ich habe sie zu meinem Geburtstag gemacht, da sie mir beim Wettbewerb Glück bringen soll ;-) Also bitte mal alle Daumen drücken :-)


Da uns die Torte so gut geschmeckt hat, habe ich mich entschieden daraus unsere diesjährige Weihnachtstorte herzustellen. Hierfür habe ich den Teig allerdings diesmal in einer Sternenform gebacken und was dabei heraus kam... seht selbst :-)




Nachtrag (30.01.2012)
Mein Mousse au Chocolat Pulver ist leer :-( Ich wollte heute bei Dr. Hall nachbestellen, muss euch aber leider mitteilen, das dieses Produkt aus dem Programm genommen wurde :-( Nun geht die Suche los nach einem passenden Ersatzprodukt....