Samstag, 29. November 2014

Gyros am Spieß


Zutaten:
1,2 kg Schweinenackenbraten (möglichst mager)
Gyros-Gewürz (Fertig-Würze oder selbst zusammengerührt)
eine große Zwiebel

ein Hähnchenbrätergestell oder Küchenrollenhalter aus Metall (siehe Fotos)

Zubereitung:
Den Nackenbraten in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schneiden.



Mit einem Fleischklopfer oder einem schweren Topf schön flach klopfen.

Jede Fleischscheibe beidseitig kräftig mit dem Gyrosgewürz einreiben (bei dem Gewürz darauf achten, ob Salz enthalten ist. Falls nicht, muss das Fleisch noch mit gesalzen werden!).


Jede Fleischscheibe nun in der Mitte mit einem kleinen Ritz versehen.

Jetzt wird das Fleisch auf dem Hähnchenbräter geschichtet. Ich habe zusätzlich noch einen Topfuntersetzer aus Metall als Unterlage mit Alufolie umwickelt, da ich mir nicht sicher war, ob mein Bräter sicher in meiner Auflaufform stehen würde. Außerdem diente er auch im Kühlschrank als perfekte Auflagefläche für die Fleischlappen ;-)



In Klarsichtfolie einwickeln und mindestens 2 Stunden durchziehen lassen (am besten über Nacht).

Backofen auf 200 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen.

Folie vom Spieß entfernen und den Spieß z.B. in eine Auflaufform stellen (damit der heruntertropfende Fleischsaft und das Fett aufgefangen werden und nicht auf dem Herdboden landen).


In den Backofen stellen (bei meinem Ofen auf unterster Schiene) und ca. 1 Stunde warten.

Damit alles nochmal schön bräunt und knusprig wird, habe ich dann noch für einige Minuten die Grillfunktion meines Backofens benutzt. Den Spieß habe ich dafür dann auch noch mal auf die Seite gelegt (hier kam mir meine große Auflaufform wieder sehr zugute) und immer wieder gedreht, bis alles gleichmäßig braun war.

Herausnehmen und als Spieß am Tisch servieren. Das Fleisch lässt sich hervorragend mit einem elektrischen Messer schön dünn von oben nach unten abschneiden - halt wie man es aus Imbißbuden etc. kennt.
Wenn die äußerste Schicht herunter geschnitten ist, kann man auch den Spieß erneut unter die Grillfunktion legen...so das man die nächste Lage Fleisch wieder knusprig bekommt.


Man kann daraus entweder einfach nur Gyros als Tellerfleisch servieren oder aber wie wir es mögen...klassisch in einem Fladenbrot als Pita. Dazu passen verschiedene Salate, Zaziki oder auch Pommes.

Anmerkungen:
- wir lieben ja Fleischgerichte und diese Variante geisterte vor einiger Zeit in meiner Lieblings-Kochgruppe herum. Das musste einfach ausprobiert werden und meine gesamte Familie und ich waren begeistert
- es klappt tatsächlich und ist natürlich am Tisch ein richtiger Hingucker :-)
- da man das Fleisch sehr gut vorbereiten kann, lässt sich alles natürlich auch für eine größere Menge Personen zubereiten (ideal für Partys & Co.)
- ich habe im Nachhinein von einem Koch noch den Tipp erhalten, das man zwischen den einzelnen Lagen Fleisch noch etwas Gehacktes (auch mit Gyrosgewürz gewürzt) legen kann zum "ausfüttern" - das würde dem gesamten Spieß natürlich auch optisch eine schöne "runde" und gleichmäßige Form geben.
- einige Leute aus meiner Kochgruppe hatten hierfür auch Schnitzelfleisch verwendet, ich war mir allerdings nicht sicher, ob das Fleisch dann nicht schnell zu trocken werden würde?! Wenn man natürlich die Variante mit dem Hackfleisch dazwischen verwendet, dürfte allerdings das Problem auch gelöst sein...das werde ich auch noch mal probieren und dann berichten :-)

Dienstag, 4. November 2014

Cigarettes russes


Zutaten:
65 g Mehl
65 g Puderzucker
62 g Eiweiß (ich habe 2 Eier Gr. M getrennt - Gewicht kam exakt hin)
55 g zerlassene, abgekühlte Butter

Zubereitung:
Das Eiweiß kurz anschlagen (ich habe es lediglich mit dem Schneebesen aufgeschlagen), so das es leicht schaumig, aber nicht fest wird.


Mehl und Puderzucker mischen und (portionsweise) über das Eiweiß sieben und unterrühren.


Zuletzt die Butter gut einrühren. Abgedeckt ca. 10 Minuten ruhen lassen.


In der Zwischenzeit den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Ich habe mir zusätzlich eine Schablone "gebaut" für die weitere Verarbeitung. Die Idee, sowie das Rezept, stammen von hier und ich möchte mich an dieser Stelle schon mal herzlich bedanken, denn ich bin seit Jahren auf der Suche nach genau diesem Rezept :-)

Ich habe ein Stück dünne Pappe benutzt und es mit selbstklebender Folie überzogen. Die Kreisgröße habe ich mit einem Kinder-Trinkbecher aufgemalt.

Ein Backblech mit Backpapier belegen und die Schablone aufgelegt....schon kann es los gehen:


Ca. einen Teelöffel Teig in den Kreis geben und gleichmäßig dünn innerhalb des Kreises verteilen.
Schablone vorsichtig abheben und die nächsten Kreise ausstreichen.

Nach mehreren Versuchen empfehle ich, bitte nicht mehr als 4 Kreise gleichzeitig abzubacken ;-)


Blech in den Ofen geben und solange im Ofen lassen bis die Teigkreise goldgelb sind und der Rand beginnt leicht zu bräunen. Da dauerte bei mir pro Durchgang ca. 3-5 Minuten.

Das Blech heraus nehmen und auf ein Handtuch legen. Jetzt wird es "kniffelig" und heiß :-D

Man nimmt einen Kochlöffel und wickelt jeden einzelnen Kreis um den Stiel des Löffels. Das muss sehr schnell gehen, denn wenn man zu langsam arbeitet, brechen die Kreise. Gut, heiße Kekse sind auch nicht unbedingt was für empfindliche Finger, aber der Aufwand lohnt sich!!

sorry, das Foto ist leider nicht so toll geworden :-( Ich hoffe aber, ihr könnt dennoch erkennen, wie es gemeint ist!

Ok., meine Jungs fanden es toll, das die ersten misslungen sind und der Bruch war schnell beseitigt :-)

Die fertigen Röllchen auskühlen lassen.

Ich liebe diese Kekse.... Meine Familie auch, denn sie waren schneller weg als man sie backen kann :-) Nächstes Mal dann garantiert das doppelte Rezept!! Ich habe rund 30 Keksröllchen heraus bekommen.

Anmerkungen:
- ich liebe diese Art von Keksen und suchte bereits Jahre nach einem Rezept dafür und ich war wirklich glücklich als ich endlich darauf stieß
- im Originalrezept werden die Röllchen noch mal extra gefüllt - auch das finde ich sehr reizvoll und ich werde es bei Gelegenheit auch noch ausprobieren, aber für´s erste bin ich schon mal glücklich, das ich mir ab sofort und spontan meine absoluten Lieblingskekse selber backen kann