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Mittwoch, 4. April 2018

Gewürzmischungen selber machen

Wer regelmäßig kocht oder backt, benutzt auch genauso regelmäßig die gleichen Gewürze und Kräuter. Hier lohnt es sich gleich von den einzelnen Gewürzen größere Mengen anzuschaffen und sich seine Lieblings-Mischungen selbst zusammen zu stellen. Das spart Geld, Zeit und ist recht einfach. Ich beginne hier mal meine Lieblingsmischungen aufzulisten. Natürlich können sie ganz nach eigenem Geschmack auch abgeändert werden. Aber als Grundrichtung oder für Anfänger sicher eine gute Idee. Außerdem kann man so auch Gewürzreste schön verwerten. Es ist ja oft so, dass man für ein spezielles Gericht ein Gewürz oder Kraut benötigt und danach nicht weiß, was man noch alles damit anfangen kann... Wer nicht sehr experimentierfreudig ist, findet bei mir vielleicht noch die ein oder andere verwertbare Idee.
Wer noch mehr eigene Lieblingsmischungen zur Hand hat...immer her damit 😊
Ich freue mich immer über neue Ideen!

Das Grundprizip ist sehr einfach, denn man benötigt nur ein kleines Gefäß (ich sammel hierfür immer kleine Gläschen) und natürlich die entsprechenden Gewürze und Kräuter (getrocknet). Diese werden dann einfach nur zusammen gemischt und in die Gläschen abgefüllt. Nach Geschmack nutzt man dann die Mischungen, um seine Gerichte zu würzen. I.d.R. enthalten alle meine Mischungen etwas Salz, denn auch kleine Salzmengen sorgen dafür, dass die anderen Gewürze keine Klumpen bilden können.


BBQ Rub, würzig



50 g brauner Zucker
15 g Salz
5 g Zwiebelsalz (Zwiebelgranulat)
5 g frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
5 g Currypulver
20 g Paprikapulver, edelsüß
5 g Paprikapulver, rosenscharf
(falls vorhanden: 5 g geräuchertes Paprikapulver)
5 g Knoblauchpulver

Alles gut verrühren mit dem Zucker und in ein Glas füllen. Fleischstücke damit kräftig einreiben und in Klarsichtfolie gewickelt (ein Gefrierbeutel ist auch sehr gut geeignet) mindestens eine Stunde ziehen lassen (besser über einige Stunden).

Reicht für 1 kg Schweinefleisch zum Grillen (Koteletts, Nackensteaks, Bauchfleisch etc.)


Cajun-Mischung



2,5 EL Paprikapulver
1 EL Cayennepfeffer
1,5 EL schwarzer, frisch gemahlener Pfeffer)
2 EL Knoblauchpulver
1 EL Zwiebelpulver
1 gestr. EL Oregano
1 gestr. EL Thymian

Zusammen mixen und in ein Glas füllen.

Grundgewürz für viele Gerichte aus der Cajun-Küche, wie z.B. meine Hähnchen-Reis-Pfanne nach Cajun Art. Sehr würzig im Geschmack.



Italienischer Mix



2 EL Basilikum
2 EL Oregano
1 EL Thymian
1 El Rosmarin
1 TL Knoblauchpulver (oder Granulat)
1/2 TL Salz

Zusammen mischen und in ein Glas füllen.

Passt hervorragend zu allen italienischen Tomatensoßen und Suppen. Kann aber auch für Salatdressings oder Panaden genutzt werden.
Ich verwende hier bewusst etwas weniger Knoblauchpulver als benötigt, denn ich nutze beim Kochen gerne noch mal frischen Knoblauch.



Hähnchen-Gewürz, würzig



2 EL Paprikapulver edelsüß
1 EL Paprikapulver, rosenscharf
1/2 EL Paprikapulver, geräuchert
1 TL Knoblauchpulver (oder Granulat)
1 TL Zwiebelpulver
2 TL Salz
1 TL Oregano
1/2 TL Cayennepfeffer
1/2 TL schwarzer, frisch gemahlener Pfeffer

Alles zusammen mischen und in ein Glas abfüllen.

Für sämtliche Hähnchenspeisen wie Brathähnchen, Chicken Wings, Hähnchenunterkeulen (Drum Sticks) oder Filetstreifen. Fleischstücke damit einreiben und etwas einziehen lassen. 
Mit etwas Öl verrührt auch eine tolle Grillmarinade für Geflügel.



Ranch Dressing Trockenmix



2 EL Petersilie, getr.
1,5 TL Dillspitzen, getr.
1 TL Schnittlauch, getr.
2 TL Zwiebelpulver
2 TL Zwiebelstückchen/Zwiebelflocken
1/4 TL Knoblauchpulver
1 TL schwarzer, frisch gem. Pfeffer
1 TL Salz

Alles zusammen rühren und in ein Glas füllen. Kann für viele Gerichte und Salate verwendet werden. Wird in amerikanischen Rezepten gerne mit Buttermilch gemixt, aber auch als Grillgewürz, Würze für diverse Speisen etc. Ich habe es erstmals für einen Kartoffelsalat mit Bacon ausprobiert und alle waren begeistert. Ein sehr außergewöhnlicher Geschmack. Kein Vergleich zu bisher bekannten Kräuter-Gewürzmischungen, wie man sie bei uns kennt.

In Amerika bekommt man natürlich auch Tütchen mit diesem Gewürzmix. Hierbei sollen 3 EL des hausgemachten Mixes einer Tüte entsprechen.
Für ein Salatrezept mit 80 ml Mayo und 80 ml Buttermilch (miteinander verrührt), wird 1 EL dieser Mischung empfohlen.


Spießbraten-/Schwenksteak-Gewürz

2 EL Salz
0,5 EL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
1 TL Selleriesalz
0,5 EL Zwiebelgranulat oder Pulver
0,5 EL Knoblauchpulver
2 EL Paprika, edelsüß
0,5 EL Rosmarin
0,5 EL Oregano (alternativ Majoran)

Alles gut miteinander Verrühren. Dieser Mix ist geeignet für Braten vom Grill, aber auch für kleinere Fleischstücke wie Schwenksteaks, Nackensteaks etc. Für kleinere Fleischstücke empfiehlt es sich aber, die Salzmenge (nach Geschmack) etwas zu reduzieren.


Taco-Gewürz



1 TL Chilli
1 TL Knoblauchpulver (oder Granulat)
1/2 TL Paprikapulver (nach Geschmack edelsüß oder rosenscharf)
1/2 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Zwiebelpulver
1/4 TL Meersalz
1/4 TL schwarzer, frisch gemahlener Pfeffer
1/4 TL Cayennepfeffer
1/4 TL Oregano

Perfekt als Tacogewürz um z.B. Gehacktes zu würzen, aber auch Gemüse bzw. ganze Gerichte.
Wer es gerne richtig scharf mag, der kann die Chillimenge erhöhen oder auch noch ein paar Chilliflocken zufügen.









Sonntag, 11. Februar 2018

Wikingertopf - ohne Tüte



Zutaten:
1 kg Gehacktes (Rind oder gemischt)
2 Eier
1 Brötchen oder 2 Scheiben Toastbrot
Schwarzer Pfeffer, 2 TL Salz
1 EL Senf, mittelscharf
1 Zwiebel, fein gerieben
1-2 EL Öl

4 große Möhren
1 kl. Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 gestr. TL Zucker
250 ml Gemüsebrühe
200 ml Sahne
3 EL Sahneschmelzkäse
150 g Erbsen (TK-Ware oder aus einer kleinen Dose)
1 EL gehackte Petersilie
2-3 Spritzer Zitronensaft
Salz, weißer Pfeffer
evtl. 1 EL Speisestärke mit 3 EL Wasser zum Andicken verrühren

Zubereitung:
Zunächst für die Fleischbällchen das Brötchen (oder die Toastscheiben) in Wasser gut einweichen und danach ausdrücken.
Dann, bis auf das Öl, alle Zutaten mit dem Gehacktes gut verkneten, bis eine formbare Masse entstanden ist. Daraus dann ca. 24 Fleischbällchen formen.



Das Öl in einer weiten, hohen Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen rundherum anbraten. Sie dürfen innen noch nicht ganz durch sein..das kommt später!
Fleischklöße aus der Pfanne nehmen und erst einmal beiseite stellen.



Die Möhren schälen und in feine Stifte schneiden, Zwiebel & Knoblauch schälen und beides fein hacken/schneiden.



Das Gemüse im verbliebenen Bratfett einige Minuten andünsten (ca. 5 Minuten) unter ständigem Rühren. Die Hitze hier reduzieren, es soll nicht braun werden.
Den Zucker über das Gemüse streuen und leicht karamellisieren lassen. Dafür bitte nicht großartig herum rühren, dann geht es schneller.


Mit der Gemüsebrühe und der Sahne ablöschen und aufkochen. Schmelzkäse einrühren und unter Rühren schmelzen lassen. Hitze wieder reduzieren (kleinste Stufe) und die Fleischbällchen und die Erbsen in die Soße geben. Bei halb aufgelegtem Deckel noch mal ca. 5-7 Minuten köcheln lassen.



Soße mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und bei Bedarf mit der Speisestärke (s. oben) andicken. Petersilie unterrühren.



Schmeckt mit Baguettebrot, aber auch Reis, Kartoffeln etc.

Anmerkungen:
- Ich habe früher auch viel mit "Tüten" gekocht, immer in dem Irrglauben, es geht damit schneller. Irgendwann, nachdem mein ältester Sohn geboren wurde, sah ich eine Reportage über diese Tütenprodukte und erschrak, denn zum einen war es erschreckend, wie viele unnötige Zusatzstoffe darin enthalten waren und zum einen, da es auch darum ging, dass die Geschmacksnerven darunter leiden würden. In Hinsicht auf mein Kind entschied ich mich damals, diese Tüten zu meiden und machte mich an die Arbeit herauszufinden, wie es auch problemlos anders geht. Ich habe rund ein halbes Jahr gebraucht, damit sich meine Geschmacksnerven wieder auf "Normalzustand" befanden. Ja, es stimmt tatsächlich...heute weiß ich, dass es wirklich so ist, dass man sich schnell an den typischen (ich nenn ihn mal Nebengeschmack) Tütengeschmack gewöhnt, wodurch herkömmliches würzen fad und langweilig erscheint und man immer das Gefühl hat, dass irgendetwas fehlen würde.
- Schneller geht das Tütenkochen eigentlich nicht, denn die üblichen Arbeitssschritte müssen dennoch selbst erledigt werden: einkaufen, schälen, schnibbeln, kochen, braten etc. Lediglich das Würzen und evtl. Andicken wird durch Tüten abgekürzt. Im Laufe der Zeit hat man aber einen gut gefüllten Gewürzschrank und kann sich sogar seine Würzmischungen selbst zusammen stellen. Ganz ohne Aromen, Zusatzstoffen und Geschmacksverstärkern!
- Nun aber zum Rezept oben, dass seit Jahren zu den typischen Kindergerichten aus der Tüte gehört. Viele Blogger haben es bereits aufgegriffen, ich selber habe das Gericht allerdings noch nie in Angriff genommen. Da meine Mutter mir bereits davon erzählt hatte und sie es schon zufrieden nachgekocht hatte, war es in der letzten Woche mal eine Idee wert und ich habe es ausprobiert.
- Im "Original" wird wesentlich weniger Hackfleisch verwendet (250 g für 2-3 Portionen), dass lediglich mit Salz/Pfeffer gewürzt werden soll. Naja...auf gummierte Fleischbälle hat ich so gar keine Lust, also habe ich das Gehackte gewürzt wie unsere normalen Frikadellen/Fleischbällchen.
- 250 g als Mini-Fleischbällchen?? Also ich denke mal, dass kein Wikinger sich damit zufrieden gegeben hätte 😏 Fleischbällchen in Soße gehen bei Kindern eigentlich immer, also nahm ich die übliche Menge Fleisch, die ich in meinem 5 Personenhaushalt immer verwende. Auch, weil ich keine Lust darauf hatte, dass mich nach einer Stunde die Meute nervt, dass sie wieder Hunger haben 😊
- Das Ergebnis kam hier gut an, aber wir waren uns alle einige, dass es mal lecker war, aber nun nicht zum Alltagsessen gekürt wird. Halt mal Abwechslung auf den Tellern. Meine Köttbullar sind dann doch gefragter.
- Wir hatten Baguette dazu, womit man die Soße hervorragend aufnehmen kann. Aber sicher schmecken auch Reis oder Kartoffeln sehr gut dazu. Meine Fleischbällchen waren wunderbar fluffig und locker.
- Das Gericht lässt sich auch wunderbar vorbereiten und ich kann mir gut vorstellen, dass die meisten Kinder es sicher gerne essen, auch aufgrund der süßlichen Note durch die Möhren.

Sonntag, 12. Juli 2015

Zaziki oder auch Cacik


Zutaten:
0,5 Schlangengurke
500 g Joghurt mit 10% Fett (griechisch/türkisch)
Salz, weißer Pfeffer
2 mittelgroße Knoblauchzehen (durch Presse gedrückt)
Dill, fein gehackt
1-2 EL Olivenöl
1 TL Weißweinessig

Optional (siehe Anmerkungen):
getrocknete Minze
Pul Biber (Chilliflocken)
Petersilie

Zubereitung:
Die Gurke schälen und grob raspeln. In ein feines Sieb geben und mit Salz bestreuen. Mindestens 30 Minuten stehen lassen, so das überschüssiges Wasser abtropfen kann.
Gurkenraspel dann vorsichtig ausdrücken.


Joghurt in eine Schüssel geben. Gurkenraspel, Gewürze, Öl und Essig und Dill zufügen und alles gut verrühren. Dies ist wohl die griechische Zaziki Variante.



Für die türkische Variante kann man das sogenannte Cacik noch zusätzlich mit Chilliflocken, etwas Minze und Petersilie abschmecken. Wem das Cacik zu dick ist, der kann es auch noch mit ein wenig Milch verdünnen.

Schüssel abdecken und im Kühlschrank mindestens 2 Stunden ziehen lassen.


Schmeckt hervorragend zu Gyros, Döner, aber auch einfach zu vielen anderen Grillspeisen oder Gerichten der Mittelmeerküche.

Anmerkungen:
- Zaziki oder auch Cacik gehört auch in Deutschland inzwischen wohl zu den beliebtesten Grillbeilagen oder auch Soßen.
- die griechische Variante (Zaziki) ist etwas einfacher gehalten und außer Dill dürfen keine weiteren Kräuter mit hinein
- bei der türkischen Version (Cacik) kann man dann schon etwas mehr "spielen" und nach Geschmack darf hier noch mit den oben genannten Zutaten experimentiert werden :-) Mein Mann liebt es ja immer etwas würziger und bevorzugt die Cacik Variante
- bei meinen Kindern kann ich damit keinen Blumentopf gewinnen, aber ich finde, das es inzwischen schon zu den wichtigsten Beilagen im Sommer gehört und da dieses Rezept sehr schnell und einfach zubereitet ist, muss es einfach mit in meiner Hexenküche aufgenommen werden :-)
- wichtig ist auf jeden Fall der Joghurt: er muss 10% Fett haben und er sollte auf jeden Fall stichfest sein, sonst schmeckt diese Soße/der Dip einfach nur wässrig und der Geschmack wird verfälscht
- ich habe in der Vergangenheit schon häufiger gehört, das viele Leute auch Quark verwenden, aber davon kann ich nur abraten, denn der Geschmack ist ein ganz anderer und die Cremigkeit geht ebenfalls verloren.


Sonntag, 15. März 2015

Frühstücks-Hörnchen (Crescent rolls)


Zutaten:
400 g Mehl
1,5 TL Trockenhefe (alternativ 10 g frische Hefe)
60 g Zucker
3/4 TL Salz
40 g Kartoffelpüreeflocken
60 Butter
240 ml Milch
1 Ei (Gr. M)

Zubereitung:
Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und zu einem glatten, geschmeidigen Teig verarbeiten. Wer frische Hefe nutzt, der sollte die Hefe vorher in etwas Milch auflösen.


Sollte der Teig noch etwas kleben, einfach noch ein wenig Mehl unterarbeiten.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und noch mal per Hand durchkneten und zu einer Kugel formen.


Die Teigkugel abgedeckt ca. 5 Minuten ruhen lassen.

Kugel zu einem großen Kreis ausrollen von ca. 0,5 cm Dicke.


Jetzt 12 Dreiecke aus dem Kreis schneiden - das funktioniert am besten mit einem Pizzaroller ;-)

Von der langen Seite her jedes Dreieck zur Mitte hin zu einem Hörnchen aufrollen und auf ein Backblech (mit Backpapier belegt) legen.



Backblech abdecken und ca. 1 Stunde an einem warmen Ort stellen. Die Hörnchen sollen ihr Volumen verdoppeln.

Backofen auf 175 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und die Hörnchen nun ca. 15-17 Minuten backen. Sie sollen goldbraun werden.


Anmerkungen:
- in amerikanischen Rezepten liest man immer wieder von fertigem "Crescent roll dough". Dies ist ein Fertigprodukt und wohl vergleichbar mit unseren Fertigteigen aus der Rolle (Kühltheke).
- dieses Rezept habe ich hier gefunden und fand es sehr reizvoll, da man den Teig nur einmal in fertig zubereiteter Form gehen lassen muss
- das Trockenmilchpulver habe ich einfach durch Milch (statt Wasser) ersetzt, da ich gerade keines zur Hand hatte
- Teig und Hörnchen sind schnell und unkompliziert zuzubereiten 
- man kann die geformten Hörnchen (bevor sie gehen) angeblich auch einfrieren. Da ich aber jetzt erst einmal das Rezept ausprobieren wollte, habe ich nur das halbe Rezept gemacht.
- man kann sicherlich vor dem Backen noch die Hörnchen mit verquirltem Eigelb einstreichen - dies habe ich mir aber nun erst einmal gespart um zu sehen, wie sie im "Original" so werden
- das Ergebnis hat mich nicht ganz so zufrieden gestellt, denn ich finde, das die Hörnchen ruhig etwas lockerer sein könnten
- ich schiebe es jetzt einfach mal auf die Trockenhefe, wovon ich ja bekanntermaßen kein Freund bin :-) Da ich aber noch ein Päckchen hier hatte, das weg musste, habe ich heute halt mal diese Hefevariante gewählt
- geschmacklich waren alle begeistert. Die Hörnchen sind nicht zu süß und ich kann sie mir sehr gut auch mit einem herzhaften Belag vorstellen
- sie werden hier garantiert noch mal gebacken, allerdings dann mit frischer Hefe ;-)

Samstag, 9. August 2014

herzhafte Schnecken nach amerikanischem Vorbild


Zutaten:
Teig:
360 g Mehl
1 1/4 TL Salz
1 TL Backpulver
2 TL Trockenhefe (alternativ 20 g frische Hefe siehe Anmerkungen)
130 g kalte Butter
1 Becher saure Sahne (in einem Meßbecher mit Milch verrühren, so das man auf 250 ml kommt)

Füllung:
200 g Bauchspeck in Würfeln
1 Zwiebel. klein gewürfelt
schwarzer, frisch gemahlener Pfeffer
150 g Frischkäse, natur
100 g geriebener Käse (z.B. Cheddar)

Zubereitung:
Mehl, Salz und Backpulver in eine große Schüssel geben. Trockenhefe dazu.


Butter zwischen Pergament (oder Backpapier) dünn ausrollen.



Mit Knethaken die dünn ausgerollte Butter unter das Mehlgemisch rühren bis es krümelig wird.



Jetzt die saure Sahne (mit Milch verrührt) dazu gießen und alles schnell zu einem Teig verarbeiten.



Auf eine bemehlte Arbeitsplatte geben und schnell zu einer Teigkugel verarbeiten (falls der Teig noch etwas klebt, ruhig etwas Mehl einarbeiten).


Teig zu einem Rechteck ausrollen (ca. 40 x 25 cm).


Jetzt den Teig zu einem "Geschäftsbrief" zusammen legen und noch einmal zu einem großen Rechteck ausrollen (in Richtung der offenen Teigseite ausrollen).


Erneut wie einen Brief falten und in Folie einschlagen. Mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen (je länger, desto besser).

In der Zwischenzeit kann man schon mal den Speck knusprig in einer Pfanne ausbraten. Kurz bevor er fertig ist, die Zwiebelwürfel zugeben und kurz mit braten.


Überschüssiges Fett abgießen, Mischung in eine Schüssel füllen und mit Pfeffer würzen.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem großen Rechteck ausrollen und mit dem Frischkäse bestreichen.


Speckmischung darauf verteilen und zum Schluss den geriebenen Käse.


Den Teig von der langen Seite her zu einer Rolle aufrollen.


Scheiben in ca. 2 cm Dicke mit einem scharfen Messer abschneiden.

Die Schnecken auf ein mit Backpapier ausgelegtem Blech legen und abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen.
Backofen auf 175 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Schnecken in den Ofen geben und ca. 30-35 Minuten backen.




Anmerkungen:
- der Begriff Crescent Roll Dough (gekühlter Teig in Rollen) taucht bei vielen amerikanischen Rezepten immer wieder auf. Er diente wohl als Vorbild für unsere bekannten Teigrollen, die es ja auch in diversen Ausführungen gibt :-)
- wie bei so vielen Sachen wollte ich mich natürlich nicht von Fertigteigen abschrecken lassen und begab mich auf die Suche nach Teigrezepten, die diesem Teig ähneln. Ja, es gibt jede Menge Rezepte :-)
- das Rezept hier ist eigentlich für lockere Butterhörnchen gedacht und mir gefiel die Optik auf den Fotos. Außerdem kommt kein Zucker in den Teig, so das ich mir dachte, das es sicher toll zu einer herzhaften Füllung passt
- da ich keine Trockenhefe im Haus hatte, sondern nur frische, musste ich etwas improvisieren und die frische Hefe zunächst anrühren. Das Anrühren in reiner saurer Sahne erschien mir doch etwas schwierig und weiterhin empfand ich die Menge an Flüssigkeit etwas gering. Also habe ich die saure Sahne mit Milch verrührt (habe mich hierbei an meinen Erfahrungswerten orientiert) und dann die frische Hefe in dem Gemisch aufgelöst.
- das Ergebnis war super und der Teig ist wahnsinnig locker und "fluffig" geworden
- ich werde garantiert die nächste Zeit noch mehr dieser Teigrezepte ausprobieren, nicht zuletzt, da die Teigkonsistenz genial ist - mich reizen ja auch noch einige süße Rezepte ;-)
- mit unseren Fertigteigen ist es übrigens nicht ansatzweise vergleichbar und das ist auch gut so :-D
- dieser Teig hier ist schön butterig und locker, mit Sicherheit genial für leckere Hörnchen, aber auch mit meiner herzhaften Füllung kommt er sehr gut zur Geltung
- wir waren begeistert und die Schnecken sind ein herzhafter und leckerer Snack
- die Füllung lässt sich noch gut abwandeln z.B. mit Salami- oder Schinkenwürfeln, andere Käsesorten etc.
- für eine süße Variante würde ich dem Teig allerdings ein paar TL Zucker zufügen


Sonntag, 20. Juli 2014

Dallas BBQ Sauce


Zutaten:
600 ml Tomatenketchup
3 EL Apfelessig
2 EL Worcestershiresauce
150 g brauner Zucker
1 TL Paprikapulver
1/4 TL Cayennepfeffer
1 TL Knoblauchpulver
2 TL Zwiebelpulver (alternativ granuliert)
1 TL Salz
3 EL Melasse (ich habe Zuckerrübensirup verwendet)
2 TL Senf

Zubereitung:
Alle Zutaten in einen hohen Topf geben und gut verrühren.


Aufkochen lassen und ca. 8-10 Minuten (man merkt beim ständigen Rühren sehr gut, wann die perfekte Konsistenz erreicht ist) auf kleinster Stufe köcheln lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.


In Gläser oder Flaschen umfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.



Anmerkungen:
- ich wollte eine Barbecuesoße für meine Jungs herstellen, die kein Raucharoma enthält und kam durch Pinterest auf diese Dallas BBQ Sauce, die mir spontan sehr zusagte, da ich gerade alles dafür im Haus hatte und die Beschreibung "süß & würzig" kam mir auch recht
- sie ist ruckzuck gemacht und schmeckt einfach nur toll - auch die Kids waren sofort begeistert :-)
- ich denke mal, aufgrund des Zuckeranteils, kann man sie auch gut in heißem Zustand sofort in Gefäße füllen (randvoll) und diese dann direkt verschließen. Es sollte so möglich sein (wie Marmelade), die Soße längerfristig aufzubewahren. Test folgt noch :-)
- sicher auch toll als Küchengeschenk für Grillfreunde
- das Rezept ergibt ca. 500 ml fertige Soße

Mittwoch, 21. Mai 2014

Isotonisches Getränk


Zutaten:
1 Liter Wasser
2 g Salz

Zitronengeschmack:
Saft einer Zitrone
60 g Trauebnzucker

Orange:
Saft von 2 Orangen
20 g Traubenzucker

Zubereitung:
Früchte auspressen und den Saft durch ein Sieb in das Wasser laufen lassen.


Salz und Traubenzucker mit hinzufügen und unter Rühren auflösen.

Anmerkungen:
- dieser Iso-Drink ist nicht nur für Sportler geeignet, sondern auch sehr gut im Sommer, wenn man viel schwitzt, damit dem Körper wieder ausreichend Salz und auch Vitamine zugeführt werden
- durch das intensive Training meines Mannes im vergangenen Jahr, kam ich auf die Idee, das man das "Fertigzeugs" (enthält oftmals Süßstoffe und schmeckt künstlich) doch sicher auch durch etwas "frisches" ersetzen kann und nachdem ich einige Dosen "studiert" hatte kam ich auf die o.g. Mischungen
- Zitrone schmeckt meiner Meinung nach am erfrischendsten undbeide Sorten sind schnell angerührt
- man kann natürlich die Saftanteile noch erhöhen, aber ein Isodrink soll ja auch den Durst löschen, daher habe ich mich für eine Konzentration entschieden, die nicht zu intensiv schmeckt
- Traubenzucker geht schnell ins Blut und liefert zusätzlich Vitamine (laut meiner Packung):
B1 - trägt zum Energiestoffwechsel bei, leistet einen Beitrag zur normalen Funktion des Nervensystems
B2 - trägt zur Erhaltung normaler Haut bei
Niacin - trägt zum Energiestoffwechsel bei, normale Haut und Nervensystem
Pantothensäure (B5) - unterstützt den Energiestoffwechsel und die geistige Leistungsfähigkeit
B6 - bedeutend für Eiweißstoffwechsel und Nervensystem
Folsäure - verringert Müdigkeitserscheinungen
B12 - trägt zur Bildung roter Blutkörperchen bei
Biotin - trägt zur Erhaltung einer gesunden Haut bei
C - Unterstützung des Immun- und Nervensystems, fördert Eisenaufnahme
E - unterstützt den Zellschutz
- ich rühre diese Drinks im Sommer auch gerne für die gesamte Familie an, denn auch die Kids sind abends (an heißen Tagen) immer sehr ausgepowert und der Körper verliert beim Schwitzen extrem viele Salze 
- man kann sicher noch weitere Geschmacksrichtungen mit anderen Fruchtsorten zubereiten, allerdings haben wir zunächst einmal Zitrone und Orange ausprobiert
- der Drink eignet sich hervorragend für unterwegs und mein Mann, der anfangs sehr skeptisch war, ist auch sehr zufrieden und meinte erstaunt, das die selbst angerührten Drinks genauso viel bringen, wie die angerührten Pülverchen :-)
- die Menge des Traubenzuckers variiert nach Intensität der Früchte bzw. der Säure in den Früchten - am besten ausprobieren und nach eigenem Geschmack anpassen