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Sonntag, 14. Juni 2015

Salatini con pomodore e pesto


Zutaten:
Blätterteig (TK oder Rollen aus der Kühlung)
Pesto (selbst gemacht oder gekauft)
Cocktailtomaten

Zubereitung:
Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
Blätterteig auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Ich nehme gerne immer eine Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal.

Cocktailtomaten in Scheibchen schneiden.
Den Blätterteig in kleine Rechtecke schneiden, so das 2 Tomatenscheiben darauf Platz finden.

Mit einem Löffelchen etwas Pesto auf den Teigstückchen verteilen und auf jedes Stück 2 Scheiben Tomaten legen.



Auf das Backblech geben und ca. 15-20 Minuten backen.

Heraus nehmen und auskühlen lassen. Schmecken warm und auch kalt.



Anmerkungen:
- ich finde ja, das dies hier weniger ein Rezept als eine Anleitung ist :-)
- als mein Sohn das Thema Europa in der Schule hatte und als Abschlußprojekt kleine Snacks mitgebracht werden sollte (er war in der Gruppe Italien), fragte ich in meiner Lieblingskochgruppe um Rat und Carmen (Italienerin) empfahl mir u.a. diese Salatinis
- die kleinen Blätterteig-Häppchen waren ein Renner und ich finde sie auch traumhaft lecker
- mal wieder ein Beleg dafür, das die leckersten Sachen nicht aufwendig und kompliziert sein müssen, ganz im Gegenteil!!
- auch perfekt für laue Sommerabende, für einen Mädelsabend, ein Buffet oder einfach so als Snack vor dem Fernseher 
- schnell gemacht und auch optisch sehr ansprechend

Montag, 5. August 2013

Pane cafone (italienisches Bauernbrot)


Zutaten:
Schritt 1:
50 ml Wasser, Zimmertemperatur
70 g Hefe, frisch
80 g Hartweizenmehl (tipo 0)

Schritt 2:
50 ml Wasser, Zimmertemperatur
90 g Hartweizenmehl (tipo 0)

Schritt 3:
550 ml Wasser, Zimmertemperatur
25 g Salz
450 g Hartweizenmehl (tipo 0)
400 g Hartweizengrieß (fein gemahlen - Bezeichnung: semola rimacinata di grano duro)

Zubereitung:
Schritt 1:
Hefe in Wasser auflösen.
Mehl dazu geben und alles zu einer Teigkugel verkneten.


Abgedeckt 3 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Schritt 2:
Wasser zur Teigkugel geben und die Kugel auflösen.


Mehl zufügen und erneut eine Teigkugel formen.


Wieder abgedeckt mindestens 3 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.



Schritt 3:
Teigkugel in eine Küchenmaschine mit Knethaken geben (alternativ kann man natürlich auch alles weitere mit der Hand machen oder einen Mixer benutzen), die Hälfte des Wassers zufügen und die Kugel durch langsames Rühren auflösen.

Löffelweise das restliche Mehl nach und nach zugeben, ebenso das restliche Wasser und das Salz.


Der gesamte Teig sollte auf langsamer Stufe gute 10 Minuten durchgeknetet werden. Der Teig muss sich vom Schüsselrand lösen. Alternativ kann man natürlich auch den Teig per Hand lange genug kneten!

Nun den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und in eine rechteckige Form drücken.


Wie einen Briefumschlag falten.



Jetzt das Teigstück drehen und wieder vorsichtig zu einem Rechteck dehnen.

Erneut wie oben falten und dann dem Teig (abgedeckt) eine Teigruhe von ca. 15-20 Minuten gönnen.



Dann wieder Teig dehnen, falten wie beschrieben und noch einmal 15-20 Minuten ruhen lassen.

Jetzt kann man sich entscheiden, ob man nur ein großes Brot oder aber 2 kleinere möchte. Für 2 Brote wird das Teigstück nun geteilt.


Den Teig leicht kneten und formen (ovale Form) und dabei darauf achten, das die Seiten zur Mitte hin leicht abflachen.

Die flachen Seiten werden zur Mitte hin gebogen und mit den Fingern vorsichtig festgedrückt.


Den Teig nun über die Arbeitsfläche rollen und in Form bringen.

Ein Backblech vorbereiten bzw. mit einem sauberen Geschirrtuch auslegen und mit Mehl bestreuen (ich habe hierfür das fein gemahlene Hartweizengrießmehl verwendet). Bei Zubereitung von 2 Broten sollte man eine Falte in das Geschirrtuch legen, damit sich die Teiglinge nicht berühren.


Brote mit Geschirrtuch abdecken und das gesamte Blech in eine große Plastiktüte stecken (ich puste die Tüte immer auf wie einen Ballon).

Nun muss das Brot ca. 8-10 Stunden bei Zimmertemperatur gehen.

Ein Backblech in den Ofen geben und den Backofen auf 240 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Backpapier auf die Arbeitsplatte legen. Vorsichtig mit Hilfe des Geschirrtuches das Brot auf das Backpapier gleiten lassen.


Die Brote mit einem scharfen Messer mehrfach diagonal einschenieden (ca. 1 cm tief).

Das Backpapier mit dem Brot vorsichtig auf das heiße Backblech ziehen und im unteren Drittel des Ofens platzieren.
Ich persönlich gieße immer eine Tasse Wasser auf meinen Herdboden, man kann allerdings auch die Seiten des Backofens mit Wasser besprühen.

Backzeit 20 Minuten, dann den Backofen auf 200 Grad zurückstellen.
Das Brot noch ca. 15-20 Minuten weiterbacken lassen.

Herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.


Anmerkungen:
- ich war auf der Suche nach einem typisch italienischem Bauernbrot und wurde hier fündig
- es ist etwas zeitaufwendiger, aber dennoch recht einfach
- die beiden Mehlsorten erhält man in gut sortierten Supermärkten, aber auch in italienischen Feinkostgeschäften
- die Gare nach Schritt 3 ist meines Erachtens nach mit 8-10 Stunden viel zu übertrieben, denn das Brot geht am Ende sehr gut und schnell auf und beim "umlegen" auf das Backpapier fällt es leicht zusammen
- eines der Brote ist z.B. umgeklappt, wodurch allerdings die eher runde Form entstand :-)
- geschmacklich und auch in der Konsistenz hat das Zusammenfallen keine großen Auswirkungen gehabt, aber ich würde beim nächsten Mal eher nach Schritt 2 eine längere Teigruhe einlegen und das Brot nach Schritt 3 backen, nachdem es "normal" gegangen ist. Dies geht recht zügig und man kann sehr gut sehen, wann es die richtige Gare erreicht hat
- geschmacklich gefällt es mir sehr gut, denn es ist für süße als auch deftige Beläge/Aufstriche geeignet
- perfekt für Bruschetta geeignet
- das Brot entspricht nicht dem allgemein bekannten Weißbrot, was ja eher sehr weich ist. Dieses Brot hat einfach mehr Biss und sättigt sehr gut
- im Originalrezept finde ich das Foto (siehe Link oben) etwas übertreiben, denn das Brot ist weder von außen, noch von innen so dunkel wie dort abgebildet...

Samstag, 27. Juli 2013

Minestrone (italienische Gemüsesuppe)


Zutaten:
ca. 600 g Gemüse nach Saison/Geschmack (z.B. Kartoffeln, Zucchini, Paprika, Möhren, Erbsen, Bohnen, Weißkohl, Wirsing, Sellerie etc.)
1 Zwiebel
1 Stange Lauch (alternativ Frühlingszwiebeln)
150 g weiße abgetropfte Bohnen aus der Dose (ich nehme gerne Canellini Bohnen)
3 gehäutete Tomaten, kleingehackt oder 1 kleine Dose Tomaten (425 ml)
2 Liter Gemüsebrühe (auch Fleischbrühe möglich)
2 Lorbeerblätter
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle
150 g Nudeln (z.B. kurze Maccheroni)

Zubereitung:
Gemüse schälen, putzen und klein schneiden.


Zwiebel schälen mit dem Lauch klein hacken.
Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel mit dem Lauch darin andünsten.


Das andere Gemüse (außer Kohl & Blattgemüse)) zugeben und mit Brühe auffüllen.


Lorbeerblätter und Tomaten zufügen, mit Salz und Pfeffer würzen und zugedeckt ca. 30 Minuten auf kleiner Stufe köcheln lassen.




Kohl dazu geben und weitere 15 Minuten weitergaren.


Bohnen in die Suppe geben (falls verwendet jetzt auch das Blattgemüse) und die Nudeln und erneut kochen lassen, bis die Nudeln weich sind.


Abschmecken und servieren.

Anmerkungen:
- dies ist ein typisches italienisches Rezept für eine Gemüsesuppe
- es gibt kein "Original-Rezept" für Minestrone, da die Zutaten abhängig sind von Region, Saison oder auch Geschmack
- ein paar Hinweise (Beispiele) zu den unterschiedlichen Rezepten:
"Minestrone alla genovese" - in dieser Variante werden keine Karotten verwendet und die Suppe wird zuletzt mit 2 EL Pesto abgeschmeckt
"Minestrone alla milanese" - bei dieser Version wird zusätzlich "Pancetta" (oder auch Schinkenspeck) zugefügt und man kocht keine Nudeln, sondern reis mit in der Suppe
- bei allen Minestrone Rezepten wird am Tisch Parmesankäse dazu gereicht
- dieses Rezept beinhaltet meine Lieblingsgemüsesorten, die im Sommer leicht erhältlich sind
- je nach Saison verwende ich auch andere Sorten (z.B. statt Weißkohl Wirsing; hin und wieder auch gerne Brokkoli; mal mit und mal ohne Paprika etc.)
- meine Hauptbestandteile sind immer und auf jeden Fall: Zucchini & Staudensellerie, denn ich finde, diese Zutaten sorgen für den unvergleichlichen Geschmack
- ich habe dieses Mal erstmalig die Suppe mit Pesto abgeschmeckt (allerdings am Tisch) und muss sagen, das es himmlisch geschmeckt hat: würzig, frisch...einfach perfekt!
- seitdem ich meine Minestrone das erste Mal gekocht habe, mag ich die klassische "deutsche" Gemüsesuppe eigentlich gar nicht mehr so gerne :-) Ich glaube, auch meine Mutter stimmt mir inzwischen zu, das es nichts besseres gibt :-)
- die Suppe schmeckt im Herbst/Winter  gut, wenn sie heiß dampfend auf den Tisch kommt. Aber auch im Sommer lediglich warm gemacht ist sie ein Traum
- die Suppe eignet sich auch hervorragend um Gemüsereste zu verwerten
- ohne Nudeln/Reis lässt sich die Suppe auch sehr gut einfrieren

Donnerstag, 2. Mai 2013

Apfelkuchen aus Genua (Torta di mele)



Zutaten:
4 Eier
150 g Zucker
150 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
100 g Butter zerlassen und abgekühlt
6 EL Milch
feingeriebene Schale einer Zitrone
700 g Äpfel (im Original Golden Delicious, aber jede andere Sorte, die beim Backen schnell mürbe wird,  schmeckt auch)
1-2 EL Pflanzenöl
1-2 EL Paniermehl

Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung:
Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Springform mit dem Öl auspinseln und mit dem Paniermehl ausstreuen. Beiseite stellen.


Äpfel schälen, vierteln, vom Kerngehäuse befreien und in dünne Scheibchen schneiden. Beiseite stellen (evtl. mit Zitronensaft beträufeln, falls die Äpfel dazu neigen schnell braun zu werden).


Eier und Zucker in einer Schüssel mit dem Handrührgerät dickschaumig aufschlagen (der Zucker soll sich vollständig auflösen). Die Mischung muss schwer reißend von den Quirlen fallen beim Herausheben.



Mehl, Backpulver und Salz vermengen und die Hälfte über die Eiercreme sieben und vorsichtig mit einem Schneebesen oder Teigspatel unterheben.


Nun die Butter langsam am Rand der Schüssel einfließen lassen und vorsichtig unterrühren. Wirklich sehr vorsichtig, damit nicht zuviel Luft entweicht!


Dann das restliche Mehlgemisch unterheben, sowie Milch und Zitronenschale.


Zuletzt die Äpfel unter den Teig heben und alles in die Springform füllen und glatt streichen.



In den Ofen geben und ca. 40 Minuten backen. Sollte die Oberfläche zu dunkel werden, einfach mit einem Stück Alufolie abdecken.

Herausheben und 5 Minuten in der Form ruhen lassen.


Dann den Rand entfernen und den Kuchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.



Anmerkungen:
- dieses Rezept stammt aus meinem zweiten italienischem Lieblingskochbuch, das sich schon seit über 20 Jahren in meinem Besitz befindet: "Italienische Küche" (ISBN: 3-88199-407-6)
- das Buch ist wirklich toll, da es von Vorspeisen bis hin zum Dessert alle Rezepte beinhaltet und zusätzlich mit tollen Erklärungen aufwarten kann
- dieses Kuchenrezept gilt als Klassiker und man kann den Kuchen sogar ohne Mixer herstellen, in dem man Zucker und Eier mit Hilfe eines Schneebesens über dem Wasserbad cremig schlägt
- der Kuchen ist wahnsinnig locker und luftig und man schmeckt beinahe nur die Äpfel (was ganz nach meinem Geschmack ist!)
- nimmt man Äpfel, die nicht schnell mürbe werden beim Backen (z.B. Braeburn), hat der Kuchen auch noch 40 Minuten Backzeit noch "Biss", was allerdings auch mal ganz angenehm ist :-)
- er wird serviert zum Frühstück, zum Nachmittagskaffee oder auch als Dessert
- ein schnelles und einfaches Rezept ohne viel "Geschnörkel"
- ich persönlich bevorzuge die Nachmittag-Variante, am besten handwarm plus Sahne ;-)

Sonntag, 2. September 2012

Spaghetti carbonara


Zutaten:
400 g Spaghetti
200 g Schinkenspeck
4 Eigelb
1 TL Butter
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
weißer gemahlener Pfeffer
3 EL Parmesan, frisch gerieben
(1 EL Petersilie gehackt)

Zubereitung:
Die Spaghetti nach Packungsanweisung bissfest kochen.

In der Zwischenzeit den Schinkenspeck fein würfeln, die Zwiebel abziehen und fein hacken (oder auch fein würfeln).


In einer mittleren Pfanne die Butter auslassen und den Schinkenspeck und die Zwiebeln anbraten, den Knoblauch durch eine Presse dazu drücken. Wir mögen den Speck gut ausgebraten, so das er schon beinahe knusprig wird, ist natürlich Geschmackssache.


Die Eigelb mit etwas Pfeffer (nach Geschmack) verquirlen.


Die Nudeln in einem Sieb abgießen und gut abtropfen lassen. In eine vorgewärmte Schüssel geben und mit dem Speck-Zwiebel-Knoblauch-Gemisch gut vermengen.


Dann sofort die Eigelb und den Parmesankäse zufügen und mit 2 Gabeln durch ständiges Hochziehen mit den Nudeln vermengen. Nach Geschmack kann man noch Petersilie mit untermischen.


Sofort servieren.

Anmerkungen:
- ein neues Lieblings-Nudelgericht meiner Söhne und mir
- schnell und einfach zubereitet
- in diversen italienischen Kochbüchern/Rezepten gibt es Varianten, in denen pro Eigelb noch jeweils ein EL Sahne hinzugefügt wird (in manchen auch noch ein Gläschen Weißwein)
- ich habe aufgrund meiner Kids natürlich auf den Weißwein verzichtet, aber ich habe es auch schon mal mit Sahne probiert. Der Vorteil liegt natürlich nicht zuletzt darin, das die Eigelbe flüssiger werden und sich somit leichter vermengen lassen. Geschmacklich fand ich persönlich nicht viel Unterschied, allerdings werden die Nudeln etwas (wirklich nur leicht) "cremiger"
- ich persönlich bevorzuge klassischerweise Parmesan, meine Jungs dagegen mögen den Geschmack nicht ganz so sehr, daher ersetze ich den Parmesan für sie auch gerne durch geriebenen Pizza- oder Goudakäse
- original nimmt man Pancetta (italienischer Schinkenspeck), bei uns ungeräucherten Schinkenspeck
- ich hatte neulich nur noch geräucherten Schinkenspeck im Haus und habe diesen verwendet, wobei ich feststellen musste, das dieses Gericht dadurch natürlich weitaus herzhafter schmeckt, also wer es lieber deftig mag, der kann ruhig auf geräucherten Schinkenspeck zurückgreifen
- in dem ein oder anderen Rezept wurde auch auf Pfeffer verzichtet, statt dessen kam eine Prise Muskatnuss dazu - ich denke, das es wohl typisch ist für regional verschiedene Rezepte und jeder sollte selber entscheiden, wie es ihm am besten schmeckt
- an dieser Stelle einen Gruß an meine Mutter, bei ihr gab es immer (gebratene) Maccheroni mit Speck und Eiern (Rührei-Variante) - Du solltest mal diese Version probieren, schmeckt noch viel viel leckerer :-) Kannst deinen Enkeln ruhig vertrauen :-)