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Samstag, 6. Oktober 2018

Schaschlik


Zutaten:
1,2 kg mageres Schweinefleisch (ich nehme bevorzugt Karbonadenbraten und schneide ihn selber in Würfel)
3 bunte Paprikaschoten oder 4-5 Spitzpaprika
2 mittelgroße Zwiebeln
2 Scheiben Bauchspeck (ca. 300 g Gramm)
3 EL Tomatenmark
3 EL Silberzwiebeln (Glas) mitsamt Flüssigkeit
750 ml Gemüsebrühe
5-6 EL Tomatenketchup
100 ml Cola
Paprikapulver, Currypulver, Salz, schwarzer Pfeffer
Öl zum Anbraten

evtl. etwas Speisestärke oder Saucenbinder zum Andicken

Zubereitung:
Fleisch vorbereiten und in gleichmäßig große Würfel schneiden.


Paprika putzen und würfeln.


Zwiebeln schälen und vierteln, dann die einzelnen Schichten voneinander trennen.


Bauchspeck in breite Streifen schneiden (falls Schwarte vorhanden ist, vorher abschneiden).


Alles abwechselnd auf Holzspieße stecken.


Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischspieße rundherum anbraten. Herausnehmen und beiseite stellen.


Restliche Zwiebel- und Paprikastücke ins Bratfett geben und ebenfalls anrösten. Dann Tomatenmark zufügen und wenn es auch angeröstet ist, die Silberzwiebeln mit Flüssigkeit dazu geben.


Die restlichen Zutaten mit in die Pfanne geben und vorsichtig abschmecken. An dieser Stelle schmeckt es noch nicht so dolle, aber das ergibt sich durch die spätere Kochzeit.


Die Sauce in einen großen Bräter geben und die Fleischstücke darüber verteilen.


Deckel auflegen und im vorgeheizten Backofen (180 Grad Ober-/Unterhitze) ca. 90-120 Minuten (bei sehr magerem Fleisch eher max. 90 Minuten) garen lassen.
Ab und zu die Spieße mit der Sauce übergießen.


Vor dem Servieren werden die Spieße heraus genommen und die Sauce noch mal abgeschmeckt und nach Bedarf angedickt mit Speisestärke oder Saucenbinder.

Mir schmecken am besten Pommes dazu!

Anmerkungen:
- Nach Jahren habe ich nun endlich mal geschafft dieses Rezept aufzuschreiben und hier einzustellen. Es gehört zu meinen persönlichen Favoriten, denn allein die Sauce ist es wert.
- Die Kombination der einzelnen Saucenzutaten klingt anfangs sehr kurios und gewöhnungsbedürftig, jedoch überzeugt das Ergebnis auf ganzer Linie.
- Dieses Rezept eignet sich auch hervorragend für ein große Personenanzahl und lediglich das Zusammenstecken der Spieße ist etwas aufwändiger. 
- Für Faule...wer keine Lust hat alles auf Spieße zu stecken, kann daraus auch ganz schnell einen Schaschliktopf zubereiten 😀😀 Dazu dann einfach portionsweise die Zutaten anbraten.

Dienstag, 8. März 2016

Joghurt aus dem Slowcooker


Zutaten:
1 Liter frische Milch
1 Becher Naturjoghurt (mit lebenden Kulturen)*

Zubereitung:
Die Milch in den Slowcooker gießen, Deckel auflegen und auf "High" stellen.


Mit einem Zucker- oder Fleischthermometer die Temperatur messen. Optisch kann man dies auch sehr gut erkennen...wenn die Milch beginnt sich an der Oberfläche zu "bewegen", dann ist der Zeitpunkt zum Messen. Ich hatte auf mehreren Seiten bereits gelesen, dass die optimale Temperatur zwischen 75 und 80 Grad liegen soll, damit die Milch keimfrei wäre. 

Den Slowcooker ausschalten und gut eine Tasse von der Milch abnehmen. Mit Hilfe des Thermometers darf sie nun abkühlen auf 37 Grad. Dies soll die optimale Temperatur für die Joghurtkulturen sein.
In der Zwischenzeit hatte ich meinen Starter (1 Becher Joghurt) bereits aus dem Kühlschrank geholt, damit auch er ungefähr Zimmertemperatur bekommt.


Sobald die 37 Grad erreicht sind, wird der Joghurt in die Milch eingerührt. Dann rührt man dieses Gemisch in den Slowcooker.

Den Emailletopf nun mit aufgelegtem Deckel dick in ein Badehandtuch einwickeln und warm stellen.
Manche Leute empfehlen zusätzlich ein Verstauen in eine dicke Bettdecke, andere wiederum einen Backofen, da er Zugluft geschützt ist. Ich habe mich für letzteres entschieden, da ich ihn gerade ohnehin nicht brauchte.


An dem gewählten Ort darf unsere angesetzte Mischung nun zwischen 8 und 12 Stunden ruhen. Bei mir wurden es sogar 14 Stunden!

Dann ist der Joghurt fertig! Es wurde tatsächlich eine sehr cremige Joghurtmasse, die auch direkt sehr lecker schmeckte. Kein Vergleich mit gekauftem! Dies gefiel mir ja schon mal sehr gut :-)


Nun ja, die Konsistenz...ich stehe ja eher auf dicken Joghurt...so a la griechischem Joghurt und da hatte ich auf dem ein oder anderem Blog gelesen, dass man hierfür einfach ein Sieb mit einem (z.B.) Mulltuch auslegen kann, um die Joghurtmasse dort hineinzugeben und abtropfen zu lassen.

Also auch das ausprobiert und die ganze Geschichte in den Kühlschrank gestellt.


Und tatsächlich... nach ca. 6 Stunden musste ich ja mal kontrollieren und es war schon einiges an Molke abgetropft. 


Ich hätte auch noch so 3-4 Stunden länger gewartet, aber meine Jungs wollten ja unbedingt ihren Nachtisch probieren :-) Wie ihr sehen könnt, ist die Konsistenz wirklich um einiges fester geworden und vor allem - sehr cremig, fast sahnig!


Ich rührte alles gut durch und süßte den Joghurt mit 2 TL Zucker. Dann verteilte ich ihn auf 4 Gläschen und stellte sie erst mal in den Kühlschrank.

Dann pürierte ich Erdbeeren und gab das Püree vorsichtig auf die Joghurtmasse.


Fazit: 
Meine Jungs waren absolut begeistert und wollten unbedingt mehr :-) Experiment geglückt und dreimal dürft ihr raten, was gerade wieder in meinem Slowcooker ruhen darf ;-)

Anmerkungen:
- Ja, sicherlich ist es einfacher für ein paar Cents Naturjoghurt zu kaufen, aber es macht halt auch sehr viel Spaß und es ist ein anderer, viel natürlicherer Geschmack und ich weiß vor allem, was genau in meinem Joghurt steckt!
- Im Übrigen gibt es noch etliches mehr aus diesem Bereich zu entdecken und ich werde euch in naher Zukunft sicher noch etliche weitere Ideen zum Thema Milchprodukte vorstellen.
- * Wenn man einmal seinen Joghurt selber gemacht hat, sollte man für den nächsten Ansatz etwas beiseite packen als Starter. So kann man dann komplett auf einen gekauften Ansatz verzichten
- Sollte ich noch Verbesserungen oder weitere Ideen in nächster Zeit hierzu sammeln können, werde ich diese Anleitung natürlich noch ergänzen

Sonntag, 6. März 2016

Baconbombs - für Fleischliebhaber


Zutaten:
1 kg Gehacktes (nach Wunsch 100% Rind oder gemischt)
ca. 150 g Bacon in Scheiben (entspricht ungefähr 1,5 Paketen)
Salz, Zwiebelsalz, Paprika, schwarzer Pfeffer, Chillipulver oder Cayennepfeffer
2 Eier (Gr. M)
2 Scheiben altbackenes Toastbrot
Worcestershiresauce

Füllung:
Jalapenos oder Minipaprika (insgesamt 8-10 Stück)
ca. 150 g Frischkäse

Alternativ 8-10 etwas größere Käsewürfel z.B. Gouda

150 ml Barbecuesauce (Lieblingssauce)

Zubereitung:
Das Brot mit Wasser einweichen. Wenn das Brot gut durchgeweicht ist, gründlich ausdrücken wie ein Schwamm.

Fleisch in eine Schüssel geben, Eier, Gewürze und die Worcestershiresauce zufügen. Das ausgedrückte Brot auseinanderpflücken und ebenfalls zum Fleisch geben und alles gut durchkneten zu einer homogenen Masse.
Nach Bedarf abschmecken - wir mögen es etwas würziger, also habe ich dementsprechend etwas mehr Chillipulver verwendet.


Jalapenos bzw. Minipaprika putzen, den Deckel und die Kernchen entfernen. Falls die Früchte zu lang sein sollten, einfach etwas einkürzen.


Mit dem Frischkäse füllen.


Nun aus der Gehacktesmasse eine Art Fladen formen und eine gefüllte Paprika bzw. Jalapeno hineinlegen. Mit dem Fleisch gleichmäßig umhüllen und eine Kugel formen.


Als nächstes nimmt man pro Fleischkugel je 2 Bacon Scheiben und umwickelt die Kugeln damit.


Dann wird noch jede Fleischkugel mit Barbecuesauce eingepinselt und direkt in den Slowcooker gelegt.



Nun wird der Deckel aufgelegt und der Slowcooker eingestellt. Ich habe diese Baconbombs vormittags um 13.00 h vorbereit, da wir mal wieder zum Fußballplatz mit unseren Jungs mussten und unser Abendessen war für ca. 19.00 geplant. In diesem Falle musste ich meinen Slowcooker auf "Slow" stellen, so dass ich 6 Stunden einplanen konnte.
Auf Stufe "High" hätte ich nur halb so viel Zeit benötigt - man kann diese Baconbombs also ohne Probleme auch schneller auf den Tisch bringen.

Bei uns gab es Pommes und Salat dazu.

Bei der austretenden Flüssigkeit hätte ich am Schluss auch noch eine Soße zaubern können, allerdings wollten bei uns alle lieber die Barbecuesoße dazu. :-)
Ich muss auch dazu sagen, dass ich die Flüssigkeit auch erst mal hätte entfetten müssen! Ist natürlich Geschmackssache, aber beim Nachkochen könnt ihr das ja selber entscheiden!



Anmerkungen:
- dies ist mein erstes Slowcooker Rezept, dass ich euch hier aufzeige. Von diesen Baconbombs gibt es massig Variationen im Netz. Ich habe hier im Prinzip meine eigene Version erstellt, die sich nach dem Geschmack meiner Familie richtet.
- Meinem Mann und mir hat es zwar geschmeckt, aber wir haben beschlossen, dass es auf jeden Fall beim nächsten Mal Jalapenos sein sollten. Uns fehlte in der Füllung irgendwie der Pfiff. Leider hatte ich in den Geschäften bei uns in der Nähe keine Jalapenos bekommen.
- Für meine Kids habe ich zusätzlich (da ich mir nicht sicher war, ob sie die Paprika-Frischkäse-Füllung mögen) einige Fleischkugeln mit einfachem Goudakäse gefüllt, was die drei auch wirklich lecker fanden.
- generell ein nettes Rezept, was auch optisch sehr ansprechend war, aber es wird nun zukünftig nicht unter unsere Kategorie Lieblingsrezepte fallen.
- das Fleisch war wunderbar saftig und ich kann mir auch gut vorstellen, dass diese Baconbombs sehr gut vom Grill schmecken 
- generell aber auch ein tolles Gericht, was sich hervorragend vorbereiten lässt und man kann es sicher auch sehr gut in größeren Mengen zubereiten

Freitag, 4. März 2016

Slowcooker, Crockpot, Crocky.... ein geniales Gerät!

Schon viel zu lange habe ich es heraus gezögert diesen Post zu schreiben!
Ich habe seit einigen Monaten ein Lieblingsgerät in meiner Küche, das ich wirklich jedem empfehlen kann: einen Slowcooker!
Dieses Gerät ermöglicht wahnsinnig viele Möglichkeiten und bietet sich besonders an, wenn man eigentlich keine Zeit hat in der Küche zu stehen.



Doch was genau, hat es mit einem "Slowcooker" auf sich?! :-)

Ein Slowcooker ist eine Art Kochtopf, der aus mehreren Teilen besteht:
1. Außengehäuse mit eigenem Kabel & Stecker
2. Keramikinnentopf
3. Deckel


Es gibt diesen Slowcooker von diversen Firmen. Etliche werden sicher die Begriffe "Crockpot" oder "Crocky" kennen. Wenn ich mich nicht stark täusche, ist der Crockpot der Ursprung der sogenannten Slowcooker und er hat sich als Marke etabliert.

Inzwischen bieten etliche Hersteller Slowcooker an und ich darf einen riesigen Andrew James Slowcooker mein eigen nennen :-)

Es gibt diese Slowcooker in diversen Größen, so dass man sich für seine Haushalt die passende Größe zulegen kann.
Ich persönlich darf ja immer in großen Mengen kochen & backen und daher habe ich die große Ausführung von 6,5 Litern.

Die großen Vorteile eines Slowcookers sehe ich persönlich darin, dass man ihn unbeaufsichtig seine Arbeit machen lassen kann! Normalerweise gehöre ich nicht zu den Personen, die elektrische Geräte laufen lassen würden, wenn sie das Haus verlassen. Genau dafür ist der Slowcooker aber konzipiert!

Gerade in meinem Haushalt ist dieses Gerät Gold wert, denn beinahe die ganze Woche sind wir mit unseren Kindern auf dem Fußballplatz und wir essen generell abends alle zusammen.
Wenn man also erst gegen 19.00-19.30 h anfangen muss zu kochen, dann darf es i.d.R. immer nur etwas schnelles sein oder etwas, was man mal eben schnell aufwärmen kann. Ganz ehrlich...inzwischen hängen uns aber alle sämtliche Suppen, Eintöpfe & Co. aus dem Halse heraus :-)
Es ist also für mich schon wesentlich bequemer im Vormittagsbereich den Slowcooker zu befüllen und in entsprechend anzustellen.

Wie der Name bereits sagt, kocht/gart der Slowcooker langsam und bei niedriger Temperatur! Man bezeichnet Slowcooker auch aus diesem Grund als Schongarer. Die Temperaturen sind bei meinem Gerät in 3 Stufen aufgeteilt: 
"High" - schnelleres Garen über 4-5 Stunden
"Low" - langsames Garen über 8-9 Stunden
"Auto" - anfangs wird auf ideale Kochtemperatur erhitzt, die sich dann automatisch auf "Low" zurückschaltet. Diese Funktion bietet sich an, wenn man gefrorene Zutaten in die Schüssel füllt


Die Temperaturen bei den meisten Slowcookern liegen zwischen 75 und 93 Grad. Dadurch rechtfertigt sich auch der Name Schongarer, denn so ist eine bazillensichere Temperatur gewährleistet und Vitamine und Mineralstoffe bleiben weitgehend erhalten.

Sehr interessant ist auch, dass man wirklich jedes Stück Fleisch butterzart zubereiten kann! Wenn man seinen Zutaten ausreichend Zeit einräumt, kann man wirklich ohne Aufwand jede gewünschte Garstufe erreichen.
Ganz besonders gut gelingen im Slowcooker Pulled Pork (das Fleisch wird wunderbar weich und lässt sich problemlos auseinanderpflücken) und auch Spare Ribs. Auch meine Chicken Taquitos habe ich im Slowcooker zubereitet.




Aber auch für Suppen und Eintöpfe kann ich den Slowcooker wärmstens empfehlen, besonders dann, wenn man auf Vorrat kochen möchte. Große Mengen sind kein Problem, wenn man eine entsprechende Topfgröße hat.

Man hat nur die Vorbereitungszeit (schälen, putzen, schneiden), füllt alles in den Emailletopf, stellt die Temperaturstufe ein und lässt garen.
Umrühren und kontrollieren ist nicht notwendig! Auch ein Anbrennen kommt nicht vor!

Da es sich hierbei um ein amerikanisches Produkt handelt, was wohl auch so langsam in Deutschlands Küchen auch immer häufiger anzutreffen ist, treibe ich persönlich mich noch immer bevorzugt auf amerikanischen Rezeptseiten herum :-)
Die Damen und Herren sind nämlich wunderbar kreativ und bereiten nicht nur Suppen, Eintöpfe etc. darin zu, sondern wirklich ALLES!! Es wird gekocht, gebacken, Soßen, Süßspeisen... es wird wirklich alles darin hergestellt :-)

Sicherlich kommt jetzt die Frage nach dem Stromverbrauch...keine Sorge, ein Slowcooker verbraucht wesentlich weniger als ein Backofen. Nimmt man zum Beispiel einen Auflauf, so liegt der Verbrauch beim Slowcooker bei ca. 0,7 KWh, bei einem durchschnittlichen Backofen hingegen bei ca. 2 kWh!!
Grundsätzlich kann man sagen, das ein Bügeleisen in einer Stunde genauso viel Strom (ca. 0,68 kWh) verbraucht wie der Slowcooker über Stunden für einen Auflauf!!

Natürlich gibt es auch den ein oder anderen Nachteil. Man kann selbstverständlich nicht mal eben spontan mit diesen Geräten kochen. Es erfordert also schon eine gewisse Vorausplanung! Es ist also auch eine gewisse Umgewöhnung am Anfang notwendig, die sich aber schnell von alleine einstellt, wenn man die Vorteile kennenlernen durfte.

Man sollte nicht ständig den Deckel anheben, denn dann verflüchtigen sich sehr schnell Temperatur und auch Feuchtigkeit. Das Garergebnis wird dann dadurch auch verlängert.

Man muss sich anfangs auch daran gewöhnen, das Gemüse z.B. längere Zeiten benötigt als Fleisch! Normalerweise ist es ja umgekehrt und es erfordert einige Experimente und Erfahrungswerte, bis man sich damit zurecht gefunden hat.

Ein Slowcooker darf nicht zum Aufwärmen genommen werden, Reste oder bereits gegartes (erkaltet) müssen umgefüllt werden in einen herkömmlichen Topf!

Alles in allem allerdings finde ich die Nachteile nicht wirklich schlimm! Es ist halt eine Gewöhnungssache!

Nun habe ich euch meine ersten wichtigsten Infos mitgeteilt und es kann gut sein, dass ich diese im Laufe der Zeit auch noch mal überarbeite oder ergänze.

Wer nun auch Interesse an einem Slowcooker bekommen hat, der kann sich einfach mal bei Amazon umschauen. Die Auswahl ist wirklich toll und man bekommt bereits Geräte ab 1,5 Liter Inhalt.
Für eine 4köpfige Familie sagt man allgemein, dass ein 3,5 Liter Gerät ideal wäre.

Dies war also mein Einstieg für euch in die Schongarer/Slowcooker Welt.

Da ich absolut begeistert bin und ab sofort eine eigene Rubrik erstellen werde im Inhaltsverzeichnis, werdet ihr dort auch in Zukunft Rezepte finden.
Es wird sicher noch etwas dauern, bis ich eine ordentliche Sammlung zusammen habe, aber es wird sich lohnen :-)

Sonntag, 27. September 2015

Pulled Pork


Zutaten:
2 kg Nackenbraten (mit oder ohne Knochen)

Rub:
3 EL brauner Zucker
2 TL Salz
2 Messerspitzen Kreuzkümmel
1 TL frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
1 TL Knoblauchpulver
2 TL Paprikapulver
1 TL Paprikapulver, geräuchert (optional)
0,5 TL Zimt
2 Prisen gemahlene Nelken
1 TL Cayennepfeffer

Lieblings-Barbecuesoße (ich bevorzuge meine eigene Dallas BBQ Soße)

Zubereitung:
Die Gewürze alle miteinander gut vermengen und das Fleisch rund herum kräftig damit einreiben.



Fleisch in Klarsichtfolie packen und einige Stunden marinieren. Ich bevorzuge es, wenn das Fleisch 2 Tage mariniert, desto besser können die Gewürze ins Fleisch einziehen.

Nun kann man das Fleisch auf zwei Arten zubereiten:
1. Variante - Backofen:
Man nehme einen Bräter und lege das Fleischstück hinein. Eine Tasse Wasser dazu geben und nun das Fleisch langsam vor sich hin garen lassen.
Backofen muss dafür vorgeheizt werden auf 110-130 Grad (Ober-/Unterhitze). Man muss dann allerdings auch 8-10 Stunden Zeit einplanen!! Es lohnt sich also eigentlich auch nur, wenn man große Fleischstücke zubereiten will. Allerdings kann man das fertig gegarte Fleisch dann auch einfrieren!!

Ich persönlich rate noch dazu, das man die ersten 3-4 Stunden den Bräter verschließt (Deckel oder Alufolie). Dann die Abdeckung entfernen und das Fleischstück hin und wieder mit dem Bratensaft übergießen. Falls zu viel Flüssigkeit verdampfen sollte, einfach immer mal etwas Wasser dazu geben. Die Würze des Rubs ist ausreichend, so das nichts verwässert!

Damit man das Fleisch auch wirklich leicht auseinander ziehen kann, sollte die Kerntemperatur 85-90 Grad betragen. Wer kein Fleischthermometer besitzt, der testet einfach mit zwei Gabeln, ob das Fleisch sich leicht loslösen lässt.

2. Variante - Slowcooker/Crockpot:
Auch hier wird wie oben beschrieben vorgegangen. Fleisch in den Topf legen und eine Tasse Wasser angießen. Je nach dem wie viel Zeit man hat/aufbringen möchte, stellt man seinen Slowcooker auf "low" oder "high". ich habe beim letzten mal gut 10 Stunden auf "high" gestellt und das Ergebnis war traumhaft! Auch hier muss man auch wieder auf die Kerntemperatur achten oder halt, wie bei der Backofenmethode beschrieben, mit der Gabel testen.


Zur weiteren Zubereitung:
Das Fleisch wird, wenn es gar ist, aus dem Bräter/Topf genommen und mit zwei Gabeln "zerpflückt", so das man praktisch die Fasern des Fleisches auseinander zieht. Fettanteile können an dieser Stelle sehr gut entfernt werden.


Ich hatte bei der Zubereitung im Slowcooker etliche Eiweißreste im Bratensaft, die ich allerdings schnell mit einer Schaumkelle herausheben konnte.

Das zerpflückte Fleisch wird dann wieder zurück in den Fleischsaft gegeben.


Nun kann man das Fleisch noch mit ein paar Esslöffeln seiner Lieblings-Barbecuesoße verrühren und noch etwas ziehen lassen (ob im Backofen oder Slowcooker...auf kleiner Stufe).

Nun hat man also jede Menge saftiges und würziges Fleisch und die Grundlage für jede Menge leckerer Ideen :-)

Die bisher absolute Lieblingsvariante meiner Familie sind "pulled pork burger". Wie bei klassischen Burgern kann hier jeder seine Lieblingskombi selber wählen und bei uns hat sich durchgesetzt: Burger, BBQ-Soße, Fleisch, Hamburgersauce (Fertigprodukt) und Krautsalat.


Aber das ist noch lange nicht alles, wobei ich dazu sagen muss, das wir auch noch einige Experimente starten werden :-)

Eine weitere Variante war bisher, das wir das Fleisch in Wraps gepackt haben (zusammen mit den o.g. Burgerzutaten). So konnte mein Sohn z.B. an einem langen Schultag diesen Wrap mitnehmen und er war ganz angetan von seinem "Mittagessen". Er meinte, das es auch kalt toll geschmeckt hätte...

Beim letzten Mal habe ich dann das Pulled Pork auf unseren Pizzateig gelegt. Klassische Tomatensoße wurde allerdings durch eine dünne Schicht Barbecuesoße ersetzt. Darauf habe ich dann zunächst den Käse (z.B. Cheddar) verteilt (ich empfehle hier allerdings einen kräftigen Käse, denn Pizzakäse - Gouda, Mozzarella oder auch Edamer geht geschmacklich völlig unter!!) und dann darüber das Fleisch. Wie eine klassische Pizza backen und fertig.
Es war lecker, aber jetzt nicht so, das ich darüber feiern würde... Es hat geschmacklich doch eher an einen offenen Wrap erinnert, aber es ist halt auch eine gute Idee um Fleischreste zu verwerten.



Anmerkungen:
- pulled pork ist eine amerikanische Speise, die allerdings traditionell auf einem Smoker (-Grill) zubereitet wird.
- ich habe mich lange Zeit nicht daran getraut, da ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen konnte, das Fleisch in solch "zerschredderter" Form wirklich schmecken kann :-)
- inzwischen gehört diese Spezialität zu den Lieblingsspeisen meiner Familie und auch ich bin ganz angetan von diesem sehr saftigen und würzigen Fleisch
- man kann es auch mehrfach (langsam) erwärmen und es eignet sich garantiert auch hervorragend für große Feiern
- eine tolle Abwechslung in der Küche
- mein Rub (Gewürzmischung) ist nur als Anregung gedacht. Man kann auch ein Grillgewürz nehmen oder sich seine eigene Gewürzmischung zusammen mixen. Meine allererste Mischung hat dafür gesorgt, das uns das Fleisch gar nicht so gut geschmeckt hatte...also ausprobieren!
- es gibt noch jede Menge weiterer Ideen und sobald ich wieder etwas ausprobiert habe, werde ich es hier natürlich noch ergänzen