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Sonntag, 10. Juni 2012

Parker House Rolls (Brötchen)



Zutaten:
375g -425g Weizenmehl (Typ 550)
1 Päckchen Trockenhefe
3 EL warmes Wasser
60 g Zucker
1 TL Salz
1 großes Ei, zimmerwarm
250 ml Milch, zimmerwarm
50 g Butter, zimmerwarm
2 EL Butterzerlassen und abgekühlt

Zubereitung:
Am Vortag die Hefe mit dem Wasser gut verrühren und ca. 5 Minuten stehen lassen, bis die Mischung zu schäumen beginnt.


375 g Mehl mit Zucker und Salz in einer Schüssel mischen.

Milch, Ei und Butter (50 g) in einer weiteren Schüssel verschlagen, dabei ist es nicht schlimm, wenn die Butter sich nicht ganz mit den anderen beiden Zutaten verbindet, dieses passiert im nächsten Schritt.


Eine Mulde ins Mehl drücken, Hefe und die Milchmischung hinein gießen und das Mehl behutsam einarbeiten, bis ein klebriger Teig entsteht.

Den Teig nun auf eine Arbeitsfläche geben und das restliche Mehl zufügen. Kneten, bis der Teig geschmeidig ist. Den Teig nun in eine große, mit Butter ausgefettete Schüssel geben, drehen bis er völlig mit einer leichten Fettschicht überzogen ist und abgedeckt an einem warmen Ort stehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (ca. 1 Stunde). Bis hierhin habe ich meinen Brotbackautomaten für mich arbeiten lassen :-)


Den aufgegangenen Teig nun 5 mal leicht durchkneten. Die Schüssel erneut mit Butter einfetten, den Teig zur Kugel formen, erneut in der Schüssel drehen, bis er wieder gleichmäßig mit Fett überzogen ist und abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.


Am nächsten Tag wird der Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche gelegt und in zwei Stücke geteilt.
Jedes Stück vorsichtig in ein ca. 20 x 14 cm großes Rechteck drücken (Dicke ca. 1 cm).


Das Rechteck wird nun 1 x längs und 4 x quer durchgeschnitten (es sollen 8 Teigstücke entstehen).


Jedes Teigstück noch mal vorsichtig "in Form" drücken und mit der zerlassenen Butter bestreichen. 


Dann zusammenklappen und vorsichtig festdrücken.

Im Originalrezept steht, das man nun zwei Kastenformen von je 25 cm Länge einfetten soll, ich habe meine große 35er und meine kleine 20er Form genommen, und jeweils zwei Brötchen nebeneinander hinein legen soll. In anderen Rezepten habe ich auch die Anordnung auf Blechen gesehen, aber ich dachte mir, das sie in Kastenformen besser aufgehen würden (kommt auf einen Versuch an).


Die Formen in Plastikfolie stecken (aufpusten) und an einem warmen Ort noch einmal ca. 1 1/2 Stunden aufgehen lassen.



Den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Formen in den Ofen auf mittlerer Schiene ca. 25-30 Minuten backen.



Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Die Parker House Rolls auf einen Kuchenrost stürzen und auskühlen lassen. Die Brötchen werden auseinander gebrochen und serviert.

Anmerkungen:
- das Rezept stammt aus meinem USA Kochbuch von Sheila Lukins und die Parker House Rolls sind wohl recht bekannt. Diese Brötchen entstanden wohl ursprünglich, weil ein Bäcker schnell etwas zum Frühstück machen musste und so "halbfertigen Teig" zu diesen Brötchen formte
- die Verarbeitung ist recht einfach, aber durch die Gehzeiten halt zeitintensiv
- die Brötchen selber sind sehr fluffig und locker
- bereits vor der Zubereitung hatte ich eine Ahnung von dem Ergebnis - diese Parker House Rolls sind "ideale Kinderbrötchen" :-)
- geschmacklich erinnern sie an perfekte Hamburger- bzw. Hot Dog Buns und ich kann mir vorstellen, das man diese auch genauso gut aus diesem teig herstellen kann. Ebenso gut ein tolles Sandwichbrot
- meine Jungs waren natürlich begeistert
- man kann diese Brötchen übrigens auch ganz locker mit 405er Mehl zubereiten

Dienstag, 23. August 2011

Sandwichbrot / Hamburger Buns / Hot Dog Buns


Zutaten:
500 g Weizenmehl (Typ 550)
280 g Weizenmehl (Typ 405)
21 g Hefe (frisch/halber Würfel)
50 g Zucker
1,5 TL Salz
300-350 g Wasser (oder auch Milch) warm
50 g flüssige Butter
50 g Öl 
3-4 EL Apfelmus


etwas flüssige Butter und etwas Milch zum Bestreichen

Zubereitung:
Die beiden Mehle in eine große Schüssel geben. das Salz und den Zucker am Rand verteilen. Die Flüssigkeit mit der Hefe verrühren bis sie sich aufgelöst hat und zum Mehlgemisch geben. Kurz durchkneten. Jetzt die Butter, das Öl und das Apfelmus unterkneten. Knetzeit ca. 10 Minuten.
(wie immer... ich nehme meinen Brotbackautomaten dafür, gebe alle Zutaten zusammen hinein und lasse das Teig-Knetprogramm durchlaufen).

Den Teig in eine geölte Schüssel geben und abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen (ca. 1 Stunde), dabei zwischendurch den Teig 2 mal vorsichtig wieder zusammendrücken.

Dann den Teig gut durchkneten und zu einem Rechteck ausrollen (in Länge einer 35 cm Kastenform).


Jetzt den Teig von der Längsseite her aufrollen und in die , mit Butter gefettete, Kastenform legen und etwas in Form drücken.



Nun die Form mit dem Teig in eine große Plastiktüte geben und wie einen Ballon aufpusten und gut verschließen. An einem warmen Ort aufgehen lassen (geht bombastisch auf). Am Besten die Fingerprobe machen: klappt bei jedem Hefeteig: mit einem Finger an einer Stelle den teig vorsichtig hineindrücken. Wenn die "Delle" schnell wieder zurück geht, muss der Teig noch gehen. Kommt die Delle langsam wieder heraus, dann ist es Zeit zum Backen. Bleibt die Delle, hat man eine Übergare (Brot ist zu lange gegangen, muss aber nicht unbedingt zu einer Katastrophe führen) :-)
Das Brot vorsichtig mit flüssiger, abgekühlter Butter bestreichen.


Den Backofen auf 220 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Das Brot hinein geben (unterste Schiene), eine Tasse Wasser auf den Backofenboden gießen und bei fallender Temperatur (herunter bis auf 175 Grad) ca. 40 Minuten backen. Ich schalte nach den ersten 10 Minuten den Ofen auf 190 Grad, dann nach weiteren 10 Minuten auf 175 Grad herunter.


Das Brot herausnehmen und auf einen Kuchenrost stürzen, auf die Unterseite klopfen und wenn es hohl klingt, ist es fertig! Falls nicht, noch einmal 10-15 Minuten nachbacken.

Das noch heiße Brot mit etwas Milch einstreichen und abkühlen lassen.


Nachtrag:
Gestern habe ich die Hot Dog Buns ausprobiert. Ich habe die Hälfte der Zutaten genommen, alles wie oben beschrieben, allerdings zum Schluss dann 12 Teigstücke a 60 g. Die Teigstücke erst zu Kugeln, dann zu Rollen geformt. Die Rollen dann als Fladen auf das Backblech gelegt, 




in einer Plastiktüte gehen lassen, mit flüssiger Butter bestrichen und ca. 20 Minuten gebacken (wie oben).


Hier das Ergebnis:




Geschmacklich: absoluter Wahnsinn, kein Vergleich zu den gekauften! Allerdings waren sie außen etwas zu fest, beim nächsten Mal werde ich sie wohl einen Tag (oder etliche Stunden früher) backen, so das sie weich werden können. Aber es war ja auch der erste Versuch und dieser ist schon mal empfehlenswert :-)


Anmerkungen:
- mein allererster Versuch ein Sandwichbrot zu backen ist auf Anhieb geglückt :-)
- meine Jungs sind begeistert, ich auch, aber ich warte auch noch ab, wie es im kalten Zustand am nächsten Tag schmeckt (warm ist es traumhaft)
- das Brot ist extrem soft und "fluffig" weich von innen
- das Rezept ist ein Mix aus 3 oder 4 diversen Sandwichbrotrezepten, die alle sehr ähnlich sind
- skeptisch war ich in Bezug auf das Apfelmus, aber man schmeckt es überhaupt nicht und sorgt wohl für die notwendige Beschaffenheit (macht das Brot sehr locker)
- auch am nächsten Tag schmeckt es hervorragend! Mein Tip: besser erst am nächsten Tag anschneiden, da es sich sonst nicht auf der Maschine schneiden lässt bzw. zu weich ist (man muss sehr vorsichtig sein)
- das Rezept soll sich auch super eignen für Hamburger Buns oder Hot Dog Brötchen (wenn ich das ausprobiere, werde ich Euch natürlich die Ergebnisse mitteilen) :-)