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Donnerstag, 1. Februar 2018

Blitzrezept - mehlfreie Muffins & Kuchen


Zutaten:
4 Eier
200 g Zucker
200 ml Sonnenblumenöl
4 Päckchen Puddingpulver (Schokolade, Vanille...nach Geschmack - s. Anmerkungen)
0,5 Päckchen Backpulver

Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Eier mit dem Zucker schaumig aufschlagen (Handrührgerät).



Das Öl dazu gießen und alles miteinander verrühren.


Puddingpulver und Backpulver dazu geben und alles in ca. 3 Minuten zu einer gebundenen, schaumigen Masse verquirlen.

hier musste mein Sohn feststellen, dass der gewählte Rührbecher wohl etwas zu klein ist... 😅


Nun kann man wählen, ob man eine große Kuchenform (Bsp. Kasten- oder Guglhupfform) füllen möchte oder, wie wir Muffinförmchen. Der Teig ist flüssig genug, um ihn in die Formen zu gießen.



Wer glutenfrei backen will, muss natürlich darauf achten, dass er eine beschichtete Form nutzt, die lediglich gebuttert werden muss (oder halt entsprechend glutenfreies Mehl zum melieren der Form). 

Bei Muffins ist es schon einfacher...entweder wie bei der normalen Form beschrieben, alternativ kann man auch Papier- oder Silikonförmchen nutzen. Papierförmchen sind auch sehr gut, da sich das Gebäck leicht lösen lässt!

Teig nun zu 3/4 Höhe einfüllen und in den Ofen geben.

Backzeiten:
Kastenform ca. 50 Minuten
Guglhupfform ca. 60 Minuten
Muffins ca. 20-25 Minuten

Man kann hier wunderbar die Stäbchenprobe anwenden, um zu schauen, ob der Teig durch ist.

Herausnehmen, aus den Formen lösen und auskühlen lassen. Da die Oberfläche mit kleinen Kreisen übersät ist, empfiehlt es sich, die Kuchen leicht mit Puderzucker zu bestäuben.



Anmerkungen:

- Mein Sohn hat in der Schule "Arbeitslehre" und es wird auch gekocht und gebacken. Leider mangelte es an schnellen Rezepten, die in kurzer Zeit umgesetzt werden können, da die Kids lediglich 90 Minuten Zeit haben. Es war also schnell absehbar, dass mein  Sohn mich bat, mich in das Thema einzuklinken 😉
- Da es auch ein Kind in der Gruppe gibt, dass sich glutenfrei ernähren muss, fehlten hier auch noch die ein oder andere Idee und mein Sohn wollte gerne unbedingt Muffins backen. Bei meiner Recherche stieß ich auf dieses Rezept und es klang sehr gut und überzeugend
- Der Teig ist tatsächlich, selbst von einem Kind, innerhalb von weniger als 10 Minuten fertig! Die Backzeit benötigt die meiste Zeit. Die Idee meines Sohnes war es, diese Muffins als Dessert zu backen. Ich fand die Idee sehr schön, zumal ich mir nun gut vorstellen kann, dass sie in handwarm (Schokoladenversion) mit einer kleinen Kugel Vanilleeis ein perfektes, einfaches Dessert sind).
- Wir probierten über zwei Tage hinweg die Variationen Vanille und Schokolade, dabei waren sich alle (inkl. Freunde) einig, dass die Schoko-Muffins "der Hammer" sind! Vollmundig, schokoladig, sehr fluffig - einfach traumhaft!
- Vanille: Konsistenz ähnlich wie bei Schokolade, aber etwas fester. Geschmacklich nicht ganz so überzeugend wie Schoko, aber mich erinnern sie an einen leichten Biskuitteig, so dass sich hieraus auch wieder neue Möglichkeiten/Ideen ergeben
- Ein wirklich schnelles und schönes Rezept, wenn man ohne Mehl backen muss. Wer auf Gluten verzichten muss, der sollte natürlich darauf achten, dass das Puddingpulver und auch das Backpulver tatsächlich ohne auskommt

Sonntag, 6. Januar 2013

Marshmallow Creme (Fluff)


Zutaten:
3 Eiweiß
1 Prise Salz
1 Prise Weinsteinbackpulver
250 g Zucker
250 g Wasser

nach Wunsch/Geschmack: etwas Speisefarbe, Vanillearoma

Zubereitung:
Eiweiß mit Salz und Weinsteinbackpulver in einer Küchenmaschine (wer Ausdauer hat, kann natürlich auch sein Handrührgerät benutzen) steif schlagen, bis sich Spitzen bilden beim Herausziehen des Rührers.

In der Zwischenzeit Wasser und Zucker in einen Topf geben und auf höchster Stufe einkochen lassen bis die Konsistenz sirupartig wird. Erkennt man gut daran, das sich nach ca. 5-6 Minuten nur noch kleine Blubberbläschen an der Oberfläche bilden.




Den Eischnee auf kleinster Stufe weiter rühren, dabei langsam den noch heißen Zuckersirup hineinlaufen lassen.



Wenn der komplette Sirup eingearbeitet ist, noch weitere 5 Minuten auf höchster Stufe alles aufschlagen.



Wer mag, kann die Creme noch (z.B.) mit Vanillearoma aromatisieren und auch mit Speisefarbe einfärben.

Dieses Rezept ergibt bei mir ca. 330 g fertige Marshmallowcreme. Die fertige Creme z.B. für Frostings, Buttercreme-Füllungen etc. weiter verwenden oder in Gläser abfüllen.
Ideal zum Verschenken oder natürlich auch zum selber essen :-) Hält sich einige Tage im Kühlschrank - sobald sich die Bestandteile "auflösen" bzw. absetzen, sollte man die Creme nicht mehr essen.



Anmerkungen:
- ich hatte schon häufiger über Marshmallow Fluff als Zutat in diversen Rezepten gelesen, konnte damit allerdings erst mal nichts weiteres anfangen
- Marshmallow Fluff ist eine typische amerikanische "Spezialität", die dort gerne als Brotaufstrich gegessen wird
- nachdem ich mich "schlau gemacht" hatte, fielen mir einige Anleitungen auf, die sehr einfach und gut erklärten, das man diese Creme auch sehr gut selber machen kann :-) Gelesen und umgesetzt, sag ich nur und nun bin ich die Königin meiner Jungs :-D
- ich habe meine Creme mit 4 Tropfen Vanillearoma aromatisiert und muss zugeben: LECKER :-)
- normalerweise stehe ich ja nicht auf solch süße Sachen, aber diese Creme gefällt mir gut
- ich habe inzwischen auch gelesen, das einige Leute diese Creme auf getoastetem Brot mit Schokostreuseln essen und das es ein wenig an unsere "Matschbrötchen" (erinnert ihr euch? Brötchen mit "Mohrenköpfen") erinnert
- ich hatte diese Creme aber in erster Linie für Whoopies benötigt, die mit einer Buttercreme-Marshmallow-Fluff-Mischung gefüllt wurden (Rezept hier), wobei mir persönlich diese Creme dann doch wieder viel zu süß war. Meine Jungs dagegen waren absolut begeistert (klar, Kinder...kann ja nie süß genug sein) :-)
- sie ist auf jeden Fall schnell gemacht und mal sehen, wofür ich sie noch brauchen kann...

Freitag, 4. Januar 2013

Tomatensauce mit frischen Kräutern


Zutaten:
800 g gehackte Tomaten (Konserve)
1,5 EL Olivenöl
1-2 Knoblauchzehen, gehackt
1 EL Tomatenmark
60 ml Rotwein
15 g Basilikumblätter , grob gehackt
15 g glatte Petersilie, grob gehackt
1 TL getrockneter Oregano
1/2 TL Zucker
Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:
Das Öl in einem großen Topf auf mittlerer Stufe erhitzen. Knoblauch in den Topf geben und hellgelb werden lassen.


Die Tomaten zufügen (vorsichtig Spritzgefahr), dann die restlichen Zutaten einrühren.


Alles ohne Deckel ca. 30 Minuten leicht köcheln lassen. Ab und zu umrühren bis die Tomaten zerfallen.

Noch mal abschmecken und zu Nudeln servieren.

Anmerkungen:
- mal wieder ein Rezept aus meinem USA Kochbuch von Sheila Lukins ("Herb Freshed Tomato Sauced"), das ich benötigte, um ein weiteres Rezept (Sloppy Joes) von ihr auszuprobieren 
- im Original handelt es sich um ein sehr "großes" Rezept, da sie die Tomatensauce aus 2,7 kg frischen Eiertomaten zubereitet, was mir zum einen zuviel war und zum anderen gibt es bei uns auch aktuell keine wirklich aromatischen Tomaten. Also habe ich das Rezept halbiert und eine große Dose gehackte Tomaten verwendet
- das Rezept ergibt rund 900 ml fertige Sauce
- man kann die Sauce abgedeckt im Kühlschrank gute 2 Tage aufbewahren, aber auch sehr gut einfrieren
- die Sauce ist genial vom Geschmack (fruchtig, tomatig und die Kräuter passen einfach perfekt) und schnell zubereitet
- selbst mein "Großer" (8 Jahre), der mittlerweile sehr zickig beim Essen ist, war begeistert und verschlang gleich 2 volle Teller :-)
- da mein Knoblauch wohl sehr intensiv war (ich fand ihn etwas aufdringlich beim ersten Versuch), habe ich die Menge mit 1-2 Knoblauchzehen angegeben. Einfach ausprobieren - ist ja auch Geschmackssache. Komplett weg lassen würde ich ihn aber auf keinen Fall!

Montag, 26. November 2012

Kokosberge


Zutaten:
2 Eiweiß
160 g Zucker
2 Tropfen Bittermandelaroma
200 g Kokosraspeln

100 g Schokoladenüberzug oder Kuvertüre

Zubereitung:
Eiweiß schaumig aufschlagen (Handrührgerät oder Küchenmaschine auf höchster Stufe), dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen.


Weiter schlagen, bis der Eischnee sehr fest ist und glänzende Spitzen zieht.

Bittermandelaroma und Kokosraspeln zufügen und kurz unterrühren, bis alles miteinander verbunden ist.


Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Mit einem Teelöffel etwas Masse aus der Schüssel nehmen und als Häufchen auf das Blech setzen. Mit feuchten Fingern kleine (spitz zulaufende) Berge formen.



Das Blech in den Ofen geben und ca. 12 Minuten backen. Die Berge sind fertig, wenn sie beginnen sich goldbraun zu färben. Nicht zu dunkel werden lassen, dann werden sie innen zu trocken!
Herausnehmen und mit dem Backpapier vom Blech ziehen und auskühlen lassen.


Die Schokolade schmelzen und die Kokosberge mit der Unterseite eintauchen. Kurz abtropfen lassen und dann auf Backpapier (oder Alufolie) trocknen lassen. Wer mag, kann auch noch zusätzlich die Spitze der Häufchen mit etwas Schokolade überziehen.


Getrocknet in eine gut schließende Blechdose füllen.

Anmerkungen:
- eines unserer Lieblings-Makronenrezepte
- die Kokosberge sind schnell zubereitet und sind außen schön knusprig, aber innen noch weich
- das Rezept reicht für 2 Backbleche (ca. 70 Stück)
- da dieses Rezept ohne Mehl auskommt, sollte man es problemlos auch als glutenfrei ansehen können (bei der Schokolade sollte man natürlich auch darauf achten!)

Sonntag, 9. September 2012

Käsekuchen mit Stevia - ein Versuch




Zutaten:
500 g Magerquark
3 Eier
50 ml Öl
20 g Maismehl/Speisestärke
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
1/2 Päckchen Backpulver
Stevia flüssig (3 TL)
Saft und abgeriebene Schale einer Zitrone

Zubereitung:
Den Backofen auf 160 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Eier trennen und das Eiweiß sehr steif schlagen.

Eigelb mit Öl, Stevia, Quark, Zitronenschale und Saft verrühren.



Speisestärke, Puddingpulver und Backpulver mischen und auf die Quarkmischung sieben und unterrühren (in 2-3 Portionen damit es nicht klumpt).

Das geschlagene Eiweiß unterheben und den Teig in eine gefettete Springform füllen und glatt streichen.



Die Form in den Ofen geben und ca. 70 Minuten backen.



Heraus nehmen und in der Form auskühlen lassen.

Anmerkungen:
- da ich das Thema Stevia sehr reizvoll finde und auch schon mal in der Vergangenheit einiges ausprobiert hatte (ich war mit den Ergebnissen meist nicht zufrieden), habe ich mich aufgrund eines Produkttests mit flüssigem Stevia daran gesetzt und dieses Rezept "kreiert"
- dieser Kuchen dürfte auch unter "glutenfrei" laufen, wenn man auf die Zutaten achtet (Speisestärke ist oft glutenfrei)
- wer lieber Zucker verwenden möchte, der kann das Stevia ersetzen und nach Geschmack lieber 150 - 200 g Zucker nehmen
- der Kuchen ist ehrlich gesagt "Geschmackssache" - ich persönlich fand ihn nicht toll und überzeugend, da er leider nach dem Backen sehr "kompakt" und fest wurde und typischerweise (zumindest bei meinen Käsekuchen) zusammen gefallen ist (um nicht zu sagen sehr stark!). 
- geschmacklich ok (einer meiner Söhne befand ihn als sehr lecker), aber ein (ungewohnter, aber nicht lakritzähnlicher oder bitterer!) Nachgeschmack verbleibt im Mund. Von daher war ich auch froh, das er so stark zusammengefallen ist, denn ansonsten wäre der Nachgeschmack auch sicher stärker ausgefllen
- ich kann mir gut vorstellen, das man den Kuchen besser "aufpeppen" könnte (und auch sollte), in dem man z.B. ein Fruchtkompott auf ihm verteilt und somit geschmacklich mehr heraus holt
- für Personen, die auf die Zuckerzufuhr achten müssen und dennoch gerne Kuchen essen möchten, sicher eine tolle Lösung
- alles weitere zu meinem Test mit Stevia findet ihr hier

Samstag, 28. April 2012

Erdbeer-Käsekuchen



Zutaten:
75 g Butter oder Margarine
150 g Zucker
1 Prise Salz
abgeriebene Schale einer (unbehandelten) Zitrone
4 Eier
750 g Magerquark
40 g Speisestärke
200 g Sahne
1 Päckchen Vanillezucker

500 g Erdbeeren
1 Päckchen Tortenguss rot
2 EL Zucker

Puderzucker

Zubereitung:
Eine Springform fetten und mehlen. Backofen auf 175 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Sahne mit Vanillezucker steif schlagen. Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen.



Fett mit Zucker & Salz schaumig schlagen. Die Eigelbe einzeln nach und nach unterrühren.



Dann den Quark dazu geben und gut verrühren. 




Danach die Speisestärke darüber sieben und ebenfalls unterrühren (vergessen ein Foto zu machen, aber das bekommt ihr sicher auch so hin) :-)

Jetzt die Sahne vorsichtig unterheben (Schneebesen) und dann den Eischnee.




Die Masse in die Springform füllen, glatt streichen und ab in den Ofen.



Backzeit ca. 1 Stunde - sollte der Kuchen zu dunkel werden, einfach mit einem Stück Alufolie abdecken.
Kuchen aus dem Ofen nehmen, mit einem Messer vom Springformrand lösen und auf einem Kuchengitter in der Form auskühlen lassen.



In der Zwischenzeit die Erdbeeren waschen, putzen und halbieren.



Den Tortenguss nach Packungsanweisung mit 1/4 Liter Wasser zubereiten.



Den Käsekuchen aus der Form lösen und den Rand mit Puderzucker bestäuben.




Den Kuchen auf eine Tortenplatte geben und die Erdbeeren darauf verteilen (dabei einen kleinen Rand an der Oberfläche frei lassen).



Den Tortenguss von der Mitte aus über die Erdbeeren verteilen. Abkühlen lassen und ca. 1 Stunde kühl stellen.

Anmerkungen:
- ein leckeres & fruchtiges Rezept
- durch Zufall bemerkte ich, das dieser Kuchen unter "glutenfrei" fällt, wenn man, wie ich, Speisestärke benutzt, die aus Maisstärke hergestellt ist 
- für die Glutenfrei-Personen: Backform mehlen (falls nicht entsprechende Backformen vorhanden sind) mit Stärke oder glutenfreiem Mehl/Paniermehl und natürlich bei der Margarine und dem Tortenguss auf glutenfreie Produkte achten! An dieser Stelle danke an Anke für den Hinweis :-)
- ich hoffe, das ich mit diesem Kuchen auch mal meiner Anke ein Rezept liefern konnte, die es immer schade findet, das sie nur wenige meiner Rezepte nachbacken/-kochen kann ;-)
- die Käsekuchenmasse ist schnell zubereitet, lediglich die Backzeit & Kühlzeit ist halt etwas zeitintensiver
- schmeckt sicher auch gut mit anderen Obstsorten (ich warte gerade auf meine Garten-Himbeeren, da sie sicher auch sehr lecker dazu schmecken)

Mittwoch, 30. November 2011

Xund backen von Angelika Kirchmaier

Heute möchte ich Euch ein tolles Backbuch vorstellen, das für alle geeignet ist, die Kuchen & Torten lieben, jedoch dabei auch an ihre Figur bzw. den Gesundheitsfaktor denken.

Das Buch ist von Angelika Kirchmaier und nennt sich "Xund backen":


Dieses Buch ist wirklich klasse, nicht zuletzt, weil es auch Rezepte enthält, die für die vegane, glutenfreie und diabetische Küche geeignet sind.

Das Hauptziel dieses Buches ist es, auch im Kuchenbereich für eine gesunde Ernährung zu sorgen und Kuchen, Torten & Kleingebäck nicht länger als kalorien- und fettreiche Nahrungsmittel anzusehen.

Ihr findet in diesem Buch tolle Anleitungen um (fast) jedes Rezept umzuändern. Man kann wirklich normale Rührkuchen und Torten in schlankere und gesündere Varianten abändern und das geht mit diesen Anleitungen ganz kinderleicht.

In diesem Backbuch (in den Rezepten) wird ausschliesslich Vollkornmehl verwendet und man wird direkt zu Anfang bereits daraufhin gewiesen, das man auch jedes eigene Rezept mit Weißmehl durch eine einfache Rechenformel ändern kann.
Weiterhin gbt es Rechenformeln zur Fett- und Zuckerreduzierung. Beim Fettgehalt wird auf Ersatz durch gesunde Fette (z.Bsp. Rapsöl) und auch Milchprodukte verwiesen.

Ich muss zugeben, das ich anfangs sehr skeptisch war, zumal ich im Regelfalle überhaupt nicht auf Vollkornmehl im Kuchen stehe! Allein die Optik spricht mich persönlich nicht sonderlich an. Dennoch musste ich natürlich einfach mal ein paar Tests starten um diesem Buch eine Chance zu geben.

Als erstes probierte ich einen Apfelkuchen aus, der allerdings tatsächlich keinen großen Anklang in meiner Familie fand. Es lag jedoch eher an dem Teig bzw. der Verarbeitung. 
Ich bin es gewohnt bei Rührkuchen den Teig zunächst einmal lange zu schlagen (bevor man das Mehl hinzu gibt) und Frau Kirchmaier sagt, man soll der Reihe nach alle Zutaten der Reihne nach in eine Schüssel geben (inkl. Mehl & Backpulver) und das man alles maximal 3 Minuten miteinander verrühren soll.
Exakt nach Anleitung wurde also der Apfelkuchen hergestellt.
Ergebnis: uns war der Teig zu kompakt und trocken und niemand fand ihn wirklich toll!

Nun ja, da mir die Herstellung nicht gefiel, nahm ich ein weiteres Rezept (Schoko-Rührkuchen) und diesmal schlug ich alle Zutaten, bis auf das Backpulver-Mehl-Gemisch, erstmal gründlich durch, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hatte.
Danach füllte ich den Teig in eine Kastenform und er kam in den Ofen. Heraus kam ein extrem lockerer, saftiger und sehr leckerer Schokokuchen, der auch noch nach 3 Tagen sehr frisch und saftig schmeckte.
Selbst mein Mann war begeistert! Auch wenn er im Nachhinein sagte, hätte ich das gewusst.... (ich erzählte ihm erst hinterher, das er gerade einen "gesunden" Kuchen gegessen hatte) :)

Schoko-Rührkuchen nach Anschnitt

Als drittes durfte dann noch unser Lieblings-Muffins-Rezept dran glauben :)
Ich reduzierte das Rezept wie in den Anleitungen angegeben und nahm allerdings, wie immer, Weißmehl. Ja, auch dieses Rezept funktionierte wunderbar, nur das die Muffins diesmal halt nicht so süß und fettlastig waren wie sonst. Geschmack und Konsistenz waren wie immer und ich denke, jetzt wird es diese Variante öfter geben.

Beim Thema Backpulver habe ich allerdings etwa zu bemängeln. Frau Kirchmaier stellt eine allgemeingültige These auf (Backpulverteige müssten nach max. 3 Minuten Schlagzeit umgehend gebacken werden, da der Teig sonst nicht mehr aufgehen würde). Dem kann ich so nicht zustimmen, da ich aus Erfahrung weiß, das es doch funktioniert! Ich hatte jahrelang nach einem Madeleines Rezept gesucht und bin durch eine französische Seite darauf gestoßen, das der Teig mindestens 2-3 Stunden im Kühlschrank stehen muss, ehe man ihn backt. Seitdem gelingen mir endlich Madeleines und sie schmecken hervorragend! Und im Backofen gehen sie auf wie jedes andere Backpulvergebäck auch.

Wenn ich es schaffe, wird dieses Wochenende noch ein Tortenrezept aus dem Backbuch ausprobiert, da auch hier die schlanke Linie beachtet wird! Fast jede Torte wird mit einer Creme gefüllt, deren Basis nicht SAHNE ist, sondern eine Creme, die auf Pudding oder Gelatine basiert.
Interessant finde ich hierbei auch, das man nicht einfach Pudding verwendet, sondern ihn "dressiert" mit z.B. Quark, Sauerrahm etc. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, das die Creme ebenso locker und cremig wird als wenn man Sahne verwendet, aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen :)

Weiterhin gefällt mir sehr gut an diesem Buch, das man gegen Ende viele tolle Anregungen und Tipps erhält, wie man auf "chemische/künstliche" Hilfsmittel verzichten kann wie z.B. Aromen, Puddingpulver etc.
Da bereits eingangs erwähnt wird, das Vollkornmehle sehr intensiv schmecken und das es dabei wichtig ist mit Gewürzen und Aromen zu arbeiten, finde ich es toll, das es hierfür tolle Tipps gibt wie man sich Aromen selbst herstellen kann und wie man sie hervorhebt.

Bei jedem Rezept wird auch angegeben, wie man das Rezept für Diabetiker backen kann und Ihr findet auch vegane & glutenfreie Rezepte in dem Buch.

Bei dem ein oder anderen Rezept hatte ich allerdings noch ein paar Kritikpunkte:
- es wird hin und wieder von glattem Mehl gesprochen (es ist ein österreichisches Buch) und es findet sich leider kein Glossar darin, das dieses näher erläutert (Typenangabe oder ähnliches). Da ich seit Jahren viel koche und backe, weiß ich natürlich, wo ich dieses nachschauen kann. Bei Personen, die vielleicht weniger versiert sind, könnte es zu Problemen kommen.

- Gelatine soll in kochend heißem Wasser aufgelöst werden - das ist mir etwas suspekt, da ich gelernt habe, das man mit Gelatine vorsichtig sein soll. Ich kenne es nur so, das Gelatine in einer sehr warmen bis heißen Flüssigkeit gelöst wird, aber auf keinen Fall in kochend heißem Wasser, da sie sonst ihre Geliereigenschaft verliert?!

- Hefe soll bei 50 Grad aufgelöst werden - mir ist seit Jahren bekannt, das man Hefe bei ca. 40 Grad auflöst, da sie sonst ihre Triebfähigkeit verliert?!

Nun ja, ich denke aber, das es hier, wie bei jedem Rezept, auch auf die eigenen Erfahrungen und die Experimentierfreudigkeit an kommt und dies jeder für sich selbst entscheiden sollte.

Ich finde dieses Backbuch auf jeden Fall aussergewöhnlich und toll und ich muss zugeben, ich habe jede Menge lernen können und werde in Zukunft noch vieles daraus ausprobieren.

Da es alle Backbereiche anspricht (Rührkuchen, Strudel, Biskuit, Hefeteig, Kleingebäck und Torten) wird es noch richtig viel zum Ausprobieren geben und ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der gerne backt und der mal neue Wege beschreiten will!

Das Buch ist bei Amazon erhältlich für € 19,95.

Also Ihr Lieben, auf geht es - schwingt den Mixer und lasst mich wissen, was Euch am Besten gefällt :)

Xunde Jause von Angelika Kirchmaier

Da ich ja bereits in der Vergangenheit die beiden Bücher Xund kochen und Xund backen von Angelika Kirchmaier "durchgearbeitet" hatte, reizte mich das neu Buch von ihr "Xunde Jause" und ich war ganz gespannt, ob mir mit diesem Buch wieder viele neue und überraschende Rezepte und Tipps näher gebracht werden können.


Das Kochbuch "Xunde Jause" befasst sich mit den Themen gesunde Snacks, Pausensnacks und Zwischenmahlzeiten, die gleichzeitig zeigen sollen, das es ohne Probleme möglich ist und auch Vorteile bietet, wenn man Wert darauf legt auch einfach zwischendurch mal zu gesunden Alternativen zu greifen.

Zum einen findet man in diesem Buch Erläuterungen zu den einzelnen Lebensmitteln, es werden diverse Produkte in Frage gestellt, die uns (laut Werbung) weis machen wollen, das wir uns etwas Gutes tun mit einem sogenannten "Pausensnack" (Bsp. das Beste aus 1/4 Liter Milch...). Angelika Kirchmaier weist in diesem Buch die Defizite unserer tagtäglichen Ernährungsweise auf und versucht gleichzeitig zu gesunden Alternativen aufzurufen. Dabei wird schnell klar, das es weder aufwendig noch teuer sein muss, sich selbst mit kleinen leckeren (und natürlich gesunden) Produkten einen schnellen Pausensnack zuzubereiten.


In ihrem Buch "Xunde Pause" kommen natürlich auch diesmal wieder die Themen glutenfrei, laktosefrei und Diabetiker nicht zu kurz! Für jeden Typus sollte genug in diesem Buch zu finden sein und die einzelnen Rezepte sind auch diesmal wieder toll deklariert (Symbole zeigen sofort an für wen die Gerichte geeignet sind). Broteinheiten sind ebenfalls wieder aufgeführt und auch Nährwertangaben.

Inhaltlich ist dieses Buch auch sehr schön und übersichtlich gegliedert:
angefangen mit einer Art Leitfaden "das xunde Jausen-Einmaleins" (Definition und Erläuterung von Sinn und Zweck der verschiedenen Lebensmittel, Lebensmittelkunde und Unterscheidungen der verschiedenen Ansprüche) führt dieses Buch durch die verschiedenen täglichen Bereich und berücksichtigt dabei sämtliche Tagesabschnitte und Bedürfnisse: Getränke; Brot und Hefegebäck; belegte Brote und Brotspieße; Aufstriche, Dips, Dips, Bagels, Tramezzini, Wraps; Bäckerpizza aus dem Toaster; Salate; Knabberspaß; Müsli; Fruchtjoghurt, Eis und süße Cremes; Pudding; Marmelade; süße Blitzkuchen für Schule und Büro sowie Früchtebrot und Fruchtschnitten.
Am Ende des Buches gibt es noch die beiden Rubriken "Tipps und Tricks zum Aufbewahren von Lebensmitteln" und einen Anhang.


Voller Enthusiasmus durchforstete ich auch dieses Buch wieder und probierte auch das ein oder andere Rezepte aus.
Im Großen und ganzen muss ich aber sagen, das ich doch etwas enttäuscht war, da mir vieles schon sehr bekannt vorkam und sich auch schon in den anderen beiden Büchern finden lässt.

Für mich persönlich steht das Thema gesunde Ernährung seit der Geburt meiner Kinder auf dem Programm und ich denke mal, ich bin inzwischen bestens informiert und von daher konnte mir das Buch nun nicht allzu viel neues oder bemerkenswertes vermitteln. Nicht zuletzt, da es ja, wie bereits erwähnt, vieles aus den anderen beiden Kochbüchern aufgreift. Für mich heißt gesunde Ernährung aber auch, das es ein ausgewogenes Maß aus allen Lebensmittelbereichen geben sollte, damit es nicht eintönig wird und kein "Hype" auf z.B. enorme Zuckermengen oder Fastfood entsteht.
Ich bin auch kein Zuckergegner, ganz im Gegenteil, Zucker gehört für mich zu einer ausgewogenen Lebensweise dazu und er dient ja nun mal auch als Geschmacksverstärker. Bei einigen Rezepten (z.B. einem Schokodip) fiel mir auf, das die Zuckermenge viel zu gering war und somit der eigentliche Geschmack der gesamten Speise extrem fad schmeckte. Etwas mehr Zucker und schon stimmte der Geschmack! Aber das nur am Rande und ich denke, da kann man dann getrost wieder die Worte von Frau Kirchmaier aufgreifen, das man ihre Bücher als Anregung verstehen soll :-)

Toll allerdings ist die große Auswahl an Dips, Aufstrichen etc., die auch allgemein zu weiteren "Experimenten" anregen 


und auch einige Anregungen, wie man Reste aus dem Kühlschrank sinnvoll verarbeitet und aufbraucht!


Ansonsten behaupte ich mal, ist dieses Buch perfekt geeignet für Personen, die sich am Anfang des Themas gesunde Ernährung befinden und sich gerne entsprechendes Wissen aneignen möchten. Ob nun Lebensmittelerläuterungen, Wirkungsweisen oder optimale Versorgung inkl. Rezeptideen, für Einsteiger ein sehr hilfreiches und interessantes Buch! Sehr positiv finde ich auch immer bei den Büchern von Angelika Kirchmeier, das ihre Erklärungen nicht langweilig und wissenschaftlich dargestellt werden, sondern alltagstauglich und nachvollziehbar sind. Ebenfalls eignen sich alle ihre Bücher auch toll für Lebensmittelallergiker (ich höre immer häufiger im Bekanntenkreis, das es überall vermehrt auftritt, das jemand aus der Familie plötzlich an einer Lebensmittelallergie erkrankt), da dieser Personenkreis es häufig schwer hat, sich den veränderten Situationen anzupassen bzw. entsprechende leckere Rezepte zu finden.

Mein Fazit:
Für Leute, die bereits Bücher von Angelika Kirchmeier besitzen oder kennen, wird die "Xunde Jause" nun keine großartigen und neuen Rezepte und Erklärungen bereithalten.
Für alle Neueinsteiger oder Personen, die aus gesundheitlichen Aspekten auf eine gesunde Ernährung umsteigen möchten oder müssen, bietet dieses Buch wirklich tolle Erklärungen und Anregungen und ich denke schon, das ich es an dieser Stelle für empfehlenswert einstufen kann!

Da wir ja gerade kurz vor Weihnachten stehen, kann man dieses Buch sicher auch gut als Weihnachtsgeschenk nehmen für jeden, der die Angelika Kirchmeier Bücher noch nicht kennt und für den dieses Thema Neuland ist.
Xunde Jause ist erhältlich beim Tyrolia Verlag (ISBN 978-3-7022-3153-8) und auch bei Amazon und der Preis liegt bei € 19,95. Xunde Jause enthält 246 Seiten (praktische Spiralbindung im Inneren) inkl. 50 farbige Abbildungen.