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Sonntag, 9. September 2012

Käsekuchen mit Stevia - ein Versuch




Zutaten:
500 g Magerquark
3 Eier
50 ml Öl
20 g Maismehl/Speisestärke
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
1/2 Päckchen Backpulver
Stevia flüssig (3 TL)
Saft und abgeriebene Schale einer Zitrone

Zubereitung:
Den Backofen auf 160 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Eier trennen und das Eiweiß sehr steif schlagen.

Eigelb mit Öl, Stevia, Quark, Zitronenschale und Saft verrühren.



Speisestärke, Puddingpulver und Backpulver mischen und auf die Quarkmischung sieben und unterrühren (in 2-3 Portionen damit es nicht klumpt).

Das geschlagene Eiweiß unterheben und den Teig in eine gefettete Springform füllen und glatt streichen.



Die Form in den Ofen geben und ca. 70 Minuten backen.



Heraus nehmen und in der Form auskühlen lassen.

Anmerkungen:
- da ich das Thema Stevia sehr reizvoll finde und auch schon mal in der Vergangenheit einiges ausprobiert hatte (ich war mit den Ergebnissen meist nicht zufrieden), habe ich mich aufgrund eines Produkttests mit flüssigem Stevia daran gesetzt und dieses Rezept "kreiert"
- dieser Kuchen dürfte auch unter "glutenfrei" laufen, wenn man auf die Zutaten achtet (Speisestärke ist oft glutenfrei)
- wer lieber Zucker verwenden möchte, der kann das Stevia ersetzen und nach Geschmack lieber 150 - 200 g Zucker nehmen
- der Kuchen ist ehrlich gesagt "Geschmackssache" - ich persönlich fand ihn nicht toll und überzeugend, da er leider nach dem Backen sehr "kompakt" und fest wurde und typischerweise (zumindest bei meinen Käsekuchen) zusammen gefallen ist (um nicht zu sagen sehr stark!). 
- geschmacklich ok (einer meiner Söhne befand ihn als sehr lecker), aber ein (ungewohnter, aber nicht lakritzähnlicher oder bitterer!) Nachgeschmack verbleibt im Mund. Von daher war ich auch froh, das er so stark zusammengefallen ist, denn ansonsten wäre der Nachgeschmack auch sicher stärker ausgefllen
- ich kann mir gut vorstellen, das man den Kuchen besser "aufpeppen" könnte (und auch sollte), in dem man z.B. ein Fruchtkompott auf ihm verteilt und somit geschmacklich mehr heraus holt
- für Personen, die auf die Zuckerzufuhr achten müssen und dennoch gerne Kuchen essen möchten, sicher eine tolle Lösung
- alles weitere zu meinem Test mit Stevia findet ihr hier

Samstag, 27. August 2011

Tiramisu als Torte.....die nicht fest werden wollte :-)

Da wollte ich heute eine Tiramisu Torte machen, aber daraus wurde dann doch nichts! Zumindest nicht so, wie ich mir das gedacht hatte :-)

Aber seht einfach selbst warum ich jetzt wenigstens ein leckeres Dessert hatte...


Als erstes hatte ich mir einen Tortenboden ausgesucht und als Füllung/Belag nahm ich dann mein Lieblingsrezept für ein Tiramisu Dessert. Um sicher zu gehen, das es eine schnittfeste Torte wird, habe ich einen Beutel Sofortgelatine in die Creme gerührt.

Zutaten:
Teig:
2 Eier (Gr. M)
75 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
100 g Mehl
1 TL Backpulver
1 EL Kakaopulver (Back-Kakao)

Tiramisu Creme:
4 Eier (ganz frisch!)
200 g Zucker
250 g Mascarpone
100 g Sahne
2 EL Marsala (alternativ Zitronensaft & 3 Vanille-Aroma)
1 Päckchen Sofortgelatine
100 g Löffelbiskuits
1 Bechertasse kalter Espresso oder starker Kaffee
150 g Sahne
Kakaopulver

Zubereitung:
Eine Springform am Boden fetten und mit Backpapier auslegen. Ränder abschneiden. Den Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Für den Biskuitboden werden die Eier mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Salz in ca. 3 Minuten schaumig aufgeschlagen.
Mehl, Backpulver und Kakao mischen und in 2 Portionen über die Eiermischung sieben und unterrühren.


Den fertigen Teig in die Springform füllen, glatt streichen und ca. 20 Minuten backen.


Aus dem Ofen holen, die Springform und das Backpapier entfernen und auskühlen lassen.


Für die Creme werden die Eier getrennt. Das Eiweiß steif schlagen und dann 100 g Zucker einrieseln lassen unter weiterem Schlagen bis er sich gelöst hat.
100 g Sahne ebenfalls steif schlagen mit 2 TL Sofortgelatine (hier wurde ich das erste Mal stutzig, da ich schon häufig Sofortgelatine zur Stabilisierung bei Sahne benutzt hatte und dies das erste Mal war, das die Sahne nicht so viel Volumen bekam wie sonst. Da sie aber steif wurde, dachte ich mir nichts weiter dabei).


Die Sahne unter das Eiweiß ziehen, mit Marsala (ich habe wegen der Kinder Zitronensaft und Vanille-Aroma verwendet) würzen.


Die Eigelb mit dem Mascarpone, der restlichen Sofortgelatine und den weiteren 100 g Zucker in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen zu einer glatten Creme verschlagen.



 Das Eiweiß-Sahne-Gemisch vorsichtig unter die Eigelbcreme ziehen.


Einen Springformrand um den Biskuitboden stellen und den Boden mit einem Backpinsel großzügig mit dem kalten Espresso (Kaffee) einpinseln (am Besten in einen Suppenteller füllen). Dann die Hälfte der Creme auf den Boden geben und glatt streichen.



Jetzt die Löffelbiskuits kurz in den Kaffee tauchen und auf der Creme verteilen.


Die andere Cremehälfte darauf verteilen, glatt streichen und für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

150 g Sahne steif schlagen und in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen. Die Torte damit verzieren.


Mit dem Kakaopulver großzügig bestäuben.


Dann habe ich meine Torte noch mal für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank gestellt. Dann passierte das schie unfassbare für mich :-) Ich entfernte den Tortenring und schaut selbst...


Ich war entsetzt während mein Sohn (6) begeistert rief "oh das sieht aber toll aus Mama" und als ich sagte "nein, sieht es nicht", fingerte er umgehend an der herunterlaufenden Creme und meinte "wow, lecker!!"

Naja, irgendwie witzig sah es schon aus und ich dachte mir dann, was soll´s, eigentlich ist es ja ein Dessert, was mit dem Löffel gegessen wird und somit haben wir ein "fettes" Dessert für das WE :-))

Also, ich habe keine Ahnung was hier schief gelaufen ist und ich werde es sicher irgendwann noch mal probieren! Ohne den Tortenboden und die Gelatine ist es auf jeden Fall eines meiner Lieblings-Dessert-Rezepte und auch dem Rest meiner Familie hat es trotzdem wunderbar geschmeckt :-)

Falls also jemand eine Idee hat, was hier passiert ist und mir sagen kann, wie ich es das nächste Mal verhindere, der möge mir bitte Bescheid geben! Danke :-)

Mittwoch, 15. Juni 2011

Zweifarbiger Biskuit, oder wie aus Pannen doch noch leckere und kreative Leckereien entstehen...

Ich bin ja ein totaler Fan & Sammler der Dr. Oetker Koch- und Backbücher, da die Rezepte aus diesen Büchern wirklich immer gelingsicher und lecker sind und mir immer jede Menge Inspirationen liefern.
Am Wochenende dagegen hatte ich meine erste Panne mit einem Rezept aus dem Buch "Mode Pudding Torten".

Ich hatte folgendes Rezept für eine zweifarbige Biskuitrolle entdeckt und allein optisch reizte mich diese nette Spielerei :-)

Zutaten:
3 Eier (Gr. M)
1 Eigelb (Gr. M)
125 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
125 g Weizenmehl
1 Msp. Backpulver
1/2 gestr. TL Kakopulver

Zubereitung:
Eider und Eigelb mit dem Handrührgerät mit Rührbesen auf höchster Stufe in 1 Minute schaumig schlagen.
Zucker und Vanillezucker mischen, in 1 Minute einstreuen und noch etwa 2 Minuten weiterschlagen. Mehl mit Backpulver mischen, die Hälfte davon auf die eiercreme sieben und kurz auf niedrigster Stufe unterrühren. Den Rest des Mehlgemisches auf die gleiche Weise unterarbeiten.

Den Teig in 2 Portionen teilen und eine Hälfte davon mit Kakao verrühren. Jede Teighälfte in einen Gefrierbeutel füllen und ihn gut verschließen. 

Bis hierhin genau an Anweisung gehalten und die Teige in die Beutel gefüllt:


und weiter geht es:
Von dem Beutel mit dem hellen Teig eine etwa 1,5 cm große Ecke abschneiden. Den Teig in gleichmäßigen diagonalen Streifen mit etwa 2 cm Abstand auf ein Backblech (30 x 40 cm, gefettet, mit Backpapier belegt) spritzen, dann in die Zwischenräume den dunklen Teig spritzen.

Auch hier habe ich mich exakt an die Anweisung gehalten und während ich noch dabei war den hellen Teig auf das Backpapier zu spritzen, bemerkte ich bereits, das die Teigmenge zu wenig war! Also begann ich mittendrin schon mit dem dunklen Teig damit ich wenigstens einen sauberen Abschluss hatte:


Da ich ja nun keinen Teig mehr hatte, habe ich dieses 3/4 Blech erst mal gebacken wie angegeben: Ober-/Unterhitze: etwa 200 Grad (vorgeheizt) / Backzeit etwa 8 Minuten

Ergebnis:


Nun ja, konnte ich ja nicht weg werfen und überlegte mir, was ich nun daraus zaubern kann :-)
Also Sahne aufgeschlagen (ich hatte vorher schon an eine Schoko-Sahne-Füllung gedacht und etwas Sahne mit 2 TL Backkakao und Zucker gemischt) und auf den Teig gestrichen:


Da mich dieses Dreieck an eine Tüte erinnert hat, habe ich es auch genauso aufgerollt :-)


Hier fiel mir etwas weiteres auf! Ich habe wirklich schon oft Biskuitrollen zubereitet und mir ist der Teig noch NIE gebrochen oder gerissen, wie man an ein paar Stellen erkennen kann?! Erst jetzt fiel mir auf, das dies auch der erste Biskuitrollenteig ohne Fettzugabe war - vielleicht lag es daran?

Egal, ich hatte eine Lösung gefunden, die uns auch allen geschmeckt hat :-) Einer meiner Söhne dachte das gleiche wie ich: "Mama, sieht aus wie eine Schultüte!" 

Das war auch mein Gedankengang und hätte ich Fondant zur Hand gehabt, hätte ich auch sicher gleich eine daraus gemacht :-) Nun habe ich aber wenigstens eine tolle Idee bzw. Vorlage für September, wenn unser "Großer" eingeschult wird - dann bekommt er seine Schultüte :-))

Da mich solche Fehler aber trotzdem immer ärgern, werde ich mal bei Dr. Oetker nachfragen, worin denn nun der Fehler bestand, vielleicht findet sich ja noch eine Lösung, weil ich die Idee und Optik an sich einfach nur klasse finde!


So, ich habe mein Anliegen mal bei Facebook an den Dr. Oetker Verlag weitergetragen und man hat mir auch recht schnell und plausibel geantwortet! :-) Vielen lieben Dank an dieser Stelle!!


Hier also die Antwort:


Dr. Oetker Verlag 
"Liebe Sandra,
Hier also für dich aus unserer Redaktion die Antwort auf deine Frage:

Die Idee aus Rolle mal eine andere Form zu machen war super und aus der Not heraus eine ganz tolle Sache.
So konntest Du aus der Bisquitplatte mal eine Rolle in besonderer Form zubereiten.
Möchtest Du sie künftig gerade haben, um sie nach dem Rezept zuzubereiten, solltest Du darauf achten, den Teig sehr dünn auf das Blech zu spritzen. Auf dem Foto ist zu sehen, dass die gebackene Platte, die ja bereits Lufteinschlüsse enthält, nur knapp 1 cm dick ist. Eventuell solltest Du die Öffnung in den Gefrierbeutel etwas kleiner lassen. Das kommt auch immer auf den Druck beim Spritzen der Masse und die Geschwindigkeit des Aufbringens an. Je langsamer (und vielleicht sorgfältiger) man die Masse spritzt, desto mehr kommt auf eine Stelle. Lieber erst dünn spritzen und wenn noch Teig übrig bleibt, den Rest auf den vorhandenen Streifen verteilen.

Viele Grüße aus der Redation vom Dr. Oetker Verlag!"



Einschulung
Wie ja bereits angekündigt, hat mich die ursprüngliche Panne darauf gebracht, das mein Sohn Einschulung hat. Da es die Tage zuvor sehr hektisch zu ging, ich aber dennoch eine Torte machen wollte, habe ich mich kurzerhand entschieden das obige Rezept zu verwenden (Biskuitrollen gehen ja schnell) :-)


Rezept also wie oben, aber ohne Kakao (einfarbiger Teig).


Den Teig auf ein mit Zucker bestreutes Tuch gestürzt und das Backpapier abgezogen. Sofort mit Hilfe des Tuches zu einer Tüte aufgerollt und auskühlen lassen.


2 Becher Sahne mit 3 TL Backkakao und 2 TL Zucker glatt gerührt und mit 2 Päckchen Sahnesteif sehr steif geschlagen. 
Den Biskuitteig wieder "ent-rollt" und mit der Schokosahne bestrichen (Ränder aussparen).




2 Bananen in dünne Scheibchen geschnitten und gleichmäßig auf der Schokosahne verteilt.




Dann vorsichtig aufgerollt zur Tüte.
200 g Kuvertüre nach Anleitung geschmolzen und die "Tüte" damit überzogen. Alles gut trocknen lassen. 




Puderzucker mit etwas Milch zu einem Guß angerührt und in einen Gefrierbeutel gefüllt. Schultüte mit Text versehen.




Leider hatte ich keine Zuckerwatte zur Hand (wie gesagt, war etwas stressig), sonst hätte ich damit noch eine "Tülle" oben gelegt. Aber naja, unser Mittlerer wird ja nächstes Jahr eingeschult - bis dahin kann ich noch weiter "üben" :-)