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Sonntag, 12. Juli 2015

Zaziki oder auch Cacik


Zutaten:
0,5 Schlangengurke
500 g Joghurt mit 10% Fett (griechisch/türkisch)
Salz, weißer Pfeffer
2 mittelgroße Knoblauchzehen (durch Presse gedrückt)
Dill, fein gehackt
1-2 EL Olivenöl
1 TL Weißweinessig

Optional (siehe Anmerkungen):
getrocknete Minze
Pul Biber (Chilliflocken)
Petersilie

Zubereitung:
Die Gurke schälen und grob raspeln. In ein feines Sieb geben und mit Salz bestreuen. Mindestens 30 Minuten stehen lassen, so das überschüssiges Wasser abtropfen kann.
Gurkenraspel dann vorsichtig ausdrücken.


Joghurt in eine Schüssel geben. Gurkenraspel, Gewürze, Öl und Essig und Dill zufügen und alles gut verrühren. Dies ist wohl die griechische Zaziki Variante.



Für die türkische Variante kann man das sogenannte Cacik noch zusätzlich mit Chilliflocken, etwas Minze und Petersilie abschmecken. Wem das Cacik zu dick ist, der kann es auch noch mit ein wenig Milch verdünnen.

Schüssel abdecken und im Kühlschrank mindestens 2 Stunden ziehen lassen.


Schmeckt hervorragend zu Gyros, Döner, aber auch einfach zu vielen anderen Grillspeisen oder Gerichten der Mittelmeerküche.

Anmerkungen:
- Zaziki oder auch Cacik gehört auch in Deutschland inzwischen wohl zu den beliebtesten Grillbeilagen oder auch Soßen.
- die griechische Variante (Zaziki) ist etwas einfacher gehalten und außer Dill dürfen keine weiteren Kräuter mit hinein
- bei der türkischen Version (Cacik) kann man dann schon etwas mehr "spielen" und nach Geschmack darf hier noch mit den oben genannten Zutaten experimentiert werden :-) Mein Mann liebt es ja immer etwas würziger und bevorzugt die Cacik Variante
- bei meinen Kindern kann ich damit keinen Blumentopf gewinnen, aber ich finde, das es inzwischen schon zu den wichtigsten Beilagen im Sommer gehört und da dieses Rezept sehr schnell und einfach zubereitet ist, muss es einfach mit in meiner Hexenküche aufgenommen werden :-)
- wichtig ist auf jeden Fall der Joghurt: er muss 10% Fett haben und er sollte auf jeden Fall stichfest sein, sonst schmeckt diese Soße/der Dip einfach nur wässrig und der Geschmack wird verfälscht
- ich habe in der Vergangenheit schon häufiger gehört, das viele Leute auch Quark verwenden, aber davon kann ich nur abraten, denn der Geschmack ist ein ganz anderer und die Cremigkeit geht ebenfalls verloren.


Freitag, 27. April 2012

Gefüllte Weinblätter (Dolma)


Zutaten:
ca. 250 g Weinblätter (in Salzlake)
250 g Rindergehacktes
200 g Reis
1 TL Salz
weißer, fein gemahlener Pfeffer
1/2 TL Minze (getrocknet, fein gehackt)
2 Prisen Pul Biber (türkischer Paprika)
1 große Zwiebel sehr fein gehackt
2 EL Tomatenmark
1 EL Öl

frischer Zitronensaft

Zubereitung:
Die Weinblätter aus der Packung nehmen und mit lauwarmen Wasser abspülen und gut abtropfen lassen.



Die restlichen Zutaten, bis auf den Zitronensaft, in eine Schüssel geben und gut miteinander vermengen. Abschmecken und eventuell nachwürzen.



Die Weinblätter vorsichtig voneinander trennen und die harten Stiele entfernen.
Je ein Weinblatt ausbreiten und 1 TL Füllung darauf geben.


Die Seiten einschlagen und das Blatt aufrollen.



Mit der offenen Seite nach unten beiseite legen, bis alle Weinblätter gefüllt bzw. die Füllung aufgebraucht ist.


Einen Topf am Boden mit Weinblättern auskleiden (ich habe dafür die kleineren bzw. eingerissenen Blätter genommen).


Die gefüllten Weinblätterröllchen dicht an dicht darauf verteilen. 


Die restlichen Röllchen in einer weiteren Schicht darüber verteilen.


Vorsichtig so viel Wasser angießen bis die Weinblätter bedeckt sind. Zum Beschweren einen umgedrehten Teller darüber legen.



Deckel auflegen und einmal aufkochen lassen. Dann den Herd auf kleinster Stufe zurückschalten und die Weinblätter zwischen 60 und 120 Minuten köcheln lassen.

Vor dem Servieren mit Zitronensaft beträufeln. Wer mag, serviert die Dolmas mit Joghurt.



Anmerkungen:
- ich liebe diese gefüllten (türkischen) Weinblätter und vor Jahren habe ich dieses Rezept bekommen, hatte es aber verlegt. Durch diese Seite konnte ich es endlich wieder zubereiten, jedoch habe ich ein paar Änderungen vorgenommen, da mir diese von "meinem" Rezept noch in Erinnerung waren
- es ist etwas zeitaufwendig, aber es lohnt sich auf jeden Fall
- ich persönlich mag die Dolmas am liebsten handwarm & pur (ohne Joghurt etc.)
- sie sind eigentlich eine Vorspeise, ich aber liebe sie auch einfach so für zwischendurch :-)
- die Weinblätter sollten wirklich sehr gut abgespült werden (eventuell sogar für einige Minuten in lauwarmes Wasser legen), da sie, je nach Hersteller, in einer sehr salzigen Lake liegen können und man will ja nichts versalzenes essen, oder? :-)
- WICHTIG: Die Garzeit ist abhängig von den Blättern! Sie variiert zwischen 60 und 120 Minuten. Ich prüfe immer nach 60 Minuten erstmalig, ob die Dolmas schon gar sind. Der Reis darf nicht mehr körnig, aber auch nicht zu weich sein! 
- die Weinblätter kaufe ich immer in einem türkischen Supermarkt, ebenso wie Pul Biber
- mit der Minze (Pfefferminze) war ich etwas vorsichtig, da ich bisher nur immer frische Minze verwendet habe, allerdings diesmal keine bekommen hatte. So musste ich auf getrocknete zurückgreifen, aber ich hätte wahrscheinlich auch etwas mehr nehmen können, da sie geschmacklich nicht mal annähernd hervorschmeckte

Sonntag, 22. April 2012

Türkischer Bulgur-Salat (Kisir)


Zutaten:
250 g Bulgur (fein)
1 TL Salz
weißer Pfeffer, Kreuzkümmel
2 EL Tomatenmark
1 EL scharfes Paprikamark

1-2 Frühlingszwiebeln
100 g Tomaten
1 Romanasalat
1 Paprika
1 Salatgurke
1 Bund Petersilie
Saft einer Zitrone
50 ml Olivenöl

Zubereitung:
Bulgur mit Salz, etwas Pfeffer und einer Prise Kreuzkümmel mischen. Mit heißem (aufgekochtem) Wasser übergießen bis das Wasser ca. 1 cm über dem Bulgur steht. Mit einem Küchentuch abdecken und ca. 15 Minuten stehen lassen (Quellzeit). Sollte das Bulgur noch zu fest sein, noch etwas heißes Wasser nachgießen und warten bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.


Dann das Tomaten- und das Paprikamark unterrühren bis eine gleichmäßige rote Färbung entstanden ist. 


Dann den Zitronensaft, das Olivenöl und die kleingehackte Petersilie unterrühren.


Das Gemüse sehr klein schneiden und ebenfalls unterheben.
Bis zum Servieren ziehen lassen

Man kann selbstverständlich auch andere Gemüsesorten dafür nehmen.

Anmerkungen:
- ich habe vor Jahren in einem türkischen Restaurant als Vorspeise etwas rotes, scharfes und leicht körniges vorgesetzt bekommen, das man auf sein warmes Fladenbrot geben und essen konnte. Es war wahnsinnig lecker und nun weiß ich endlich was es war :-) Allerdings wurde es ohne Gemüse serviert (daher mein Foto auch OHNE)!
-  auf dieser Seite habe das Rezept des Bulgursalates entdeckt und das Foto des Bulgur kam mir sofort bekannt vor, so das ich es jetzt endlich ausprobiert habe - ich könnte mich reinlegen :-)
- Paprikamark (scharf) & Bulgur (fein) habe ich mir in einem türkischen Supermarkt besorgt
- ein schnelles und einfaches Gericht, egal ob mit oder ohne Gemüse. Sicher auch im Sommer ein toller Dip/Aufstrich für Fladenbrot vom Grill
- beim nächsten Versuch werde ich das Tomaten- und Paprikamark vorher im heißen Wasser auflösen, da ich mir vorstellen kann, das es einfacher ist als es nachher in den bereits gequollenen Bulgur zu rühren
- da eine liebe Freundin sich glutenfrei ernähren muss und leider immer wieder anmerkt, das sie aufgrund dessen viele meiner Rezepte nicht nachkochen kann, habe ich hier einen Hinweis auf glutenfreies Bulgur gefunden. Ob es genauso schmeckt...kann ich leider nicht sagen, aber Anke wird sich dann sicher dazu äußern ;-)
- ich habe zum Ausprobieren erst einmal das halbe Rezept gemacht und wie ihr sehen könnt, ist die Menge schon nicht wenig...


Montag, 26. September 2011

Fladenbrot (Pide)


Zutaten:
Vorteig:
125 g Wasser lauwarm
1/2 TL Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
50 g Weizenmehl Typ 405

Teig:
500 g Weizenmehl Typ 405
1,5 TL Salz
3 EL Olivenöl
240 ml warmes Wasser

ein Eigelb mit etwas Wasser verquirlt (zum Bestreichen)
etwas Sesam oder Kümmel (nach Geschmack zum Bestreuen)

Zubereitung:
Zunächst wird ein Vorteig angesetzt in dem man die Trockenhefe und den Zucker in eine Schüssel (oder Becher) zusammen mit dem Wasser verrührt und man lässt die Mischung ca. 10 Minuten stehen bis Schaum entsteht.


Dann werden die 50 g Mehl untergerührt und man lässt diesen Vorteig gut 30 Minuten abgedeckt ruhen.


Das restliche Mehl in eine große Schüssel geben, die restlichen Zutaten plus Vorteig hinzu fügen und dann kräftig kneten (ca. 10-15 Minuten).


Der Teig wird recht klebrig und wird auf einer großzügig bemehlten Fläche weiter gut durchgeknetet (das Mehl von der Arbeitsfläche nach und nach unterarbeiten) bis ein elastischer, weicher Teig entstanden ist, der nicht mehr klebt.


Nun eine große Schüssel mit etwas Öl einölen und den Teig hinein geben. Dabei gleichmäßig wenden, so das der gesamte Teigballen mit einer Ölschicht überzogen ist.


Abgedeckt an einem warmen stehen lassen bis der Teig gut aufgegangen ist (oder kühl stellen bis zur weiteren Verarbeitung). Bei mir ist der Teig wahnsinnig schnell und gut aufgegangen in ca. 30 Minuten!!


Den Teig auf eine bemehlte Fläche geben, zusammendrücken und in zwei Hälften teilen. Jede Hälfte zu einem Ball formen und mit Abstand nebeneinander abgedeckt noch einmal 30 Minuten ruhen lassen. Ich hatte den Fehler gemacht die Kugeln auf der reinen Arbeitsfläche hinzulegen. Nach den 30 Minuten klebten sie dann etwas fest :-)
Den Backofen in der Zwischenzeit auf 250 Grad vorheizen.


Nun auf der bemehlten Fläche jeden Teigballen mit nassen Händen auseinanderdrücken und ziehen bis ein Fladenbrot entstanden ist. Achtung - aufpassen, das der Teig in der Mitte nicht zu dünn wird! Es sollte am Rand ein ca. 5 cm breiter, dickerer Streifen entstehen.


Den Teigfladen auf ein Backblech (ausgelegt mit Backpapier) legen, mit Eigelb bestreichen, mit einem langen Messer (stumpfe Seite) ein Karomuster vorsichtig in den Teig ziehen und mit Sesam/Kümmel bestreuen.

(sorry, diesen Schritt hatte ich vergessen zu fotografieren - wird nachgeholt) :-)

Das Brot in den Ofen geben und ca. 6-8 Minuten (nach gewünschter Farbe backen.
Nach dem Backen sofort in ein Handtuch wickeln und auskühlen lassen.


Mit dem zweiten Teigballen genauso verfahren.


Anmerkungen:
- das Rezept stammt aus Petras Brotkasten und sie verwendet im Original Weizenmehl Typ 550 - ich hatte keines mehr im Haus und da ich von befreundeten türkischen Familien weiß, das sie fast nur mit 405er Mehl backen, habe ich es auch gemacht
- das Brot schmeckt natürlich lauwarm aus dem Ofen am Besten, aber man kann es auch ohne Probleme noch mal aufbacken bzw. auf den Grill legen
- nach dem Auskühlen am besten in Alufolie aufbewahren
- keine Panik, wenn das Brot beim Backen kuppelartig aufgeht (passierte mir beim ersten Brot s.o.), im Handtuch fällt es wieder schön zusammen :-)
- lässt sich gut vorbereiten
- beim nächsten Mal muss ich darauf achten, das der Teig in der Mitte nicht zu dünn wird - zum so essen optimal, aber mein Brot wäre nicht zum Füllen geeignet gewesen :-)
- wird es jetzt auf jeden Fall öfter geben und ist kein Vergleich zum gekauften Brot!
- seit Jahren mein erstes Brot mit Trockenhefe (damit stehe ich für gewöhnlich auf Kriegsfuß), was sehr gut aufgegangen ist
- ich habe diesmal bewusst auf meinen Brotbackautomaten verzichtet (zum Teig kneten), da mir das Rezept sehr einfach und schnell vorkam. Das Brot ist auch wirklich schön locker geworden

Sonntag, 24. Juli 2011

Türkische Pizza - Lahmacun

 


Zutaten:
Teig:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe frisch
1 TL Zucker
1 TL Salz
1 TL Öl
Wasser nach Bedarf

Belag:
250 g Rindergehacktes
250 g passierte Tomaten
1 große Zwiebel (ganz fein gewürfelt)
1 halbe Paprikaschote (rot der grün - ebenfalls ganz fein gewürfelt)
2 EL Öl
1/2 Bund glatte Petersilie gehackt
Salz, weißer Pfeffer und Pul Biber (scharfer türkischer Paprika)

Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hinein drücken. 




In einer kleinen Schüssel etwas Wasser mit dem Zucker und der Hefe verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. 




Die Mischung in die Mehlmulde gießen und etwas Mehl darüber streuen und ca. 20 Minuten ruhen lassen.



Das Salz und das Öl dazu geben und mit weiterem Wasser zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten.



Noch einmal ca. 30 Minuten abgedeckt gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zutaten für den Belag in einer Schüssel miteinander vermischen (geht sehr gut mit den Knethaken des Handrührgerätes). Nach Geschmack würzen.




Den Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Den Teig aufteilen zu ca. 90 g Stücken (ergibt ungefähr 8-9 Stücke) und zu ca. 5 mm dicken Fladen ausrollen auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche.



Jeweils einen gut gehäuften EL der Fleischmischung gleichmäßig auf jeden Fladen verteilen und sofort im Backofen ca. 8-10 Minuten backen. 




Ich achte immer darauf, das die Oberfläche nicht mehr feucht aussieht, dann sind die Fladen perfekt.
Herausnehmen und auf einen Teller legen und mit einem sauberen Geschirrhandtuch abdecken. 




Mit jedem einzelnen Fladen so verfahren. Nach dem Backen die Fladen alle übereinander legen und das Handtuch darüber legen.



Die türkische Pizza schmeckt kalt oder warm, gefüllt mit Salat oder Dönerfleisch.



Anmerkungen:
- das Rezept habe ich von einer deutschen Frau, die mit einem türkischen Imbißbudeninhaber verheiratet war, sie sagte mir, das man auch hervorragend Gehacktes "halb & halb" verwenden kann, da es saftiger wird :-)
- die Fladen sollen ja später gerollt werden, daher ist es wichtig, sie direkt nach dem Backen aufeinander zu legen und mit dem Handtuch abzudecken, da der Rand sonst zu hart wird / alternativ kann man die noch warmen (nicht heißen!) Fladen mit dem Teller in eine große Plastiktüte geben)
- alternativ kann man sich auch die Arbeit machen und jeden Rand der Fladen vorsichtig mit einem Pinsel und etwas Wasser abzustreichen
- zum Aufwärmen kann man die Fladen im Ofen erwärmen oder auch in der Mikrowelle
- als Füllung eignen sich sämtliche Salatzutaten wie Eisbergsalat, Weißkraut, Rotkohl, Gurken, Tomaten, Zwiebeln etc.(wer mag natürlich auch Peperoni & Schafskäse)
- ich bin ja eigentlich ein Gegner von Fertiggerichten, aber das tiefgefrorene Dönerfleisch von Tillmans ist wirklich mager und lecker und eignet sich auch klasse zum Füllen :-)
- als Soße Zaziki oder auch scharfe Cocktailsoße