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Samstag, 6. Oktober 2018

Schaschlik


Zutaten:
1,2 kg mageres Schweinefleisch (ich nehme bevorzugt Karbonadenbraten und schneide ihn selber in Würfel)
3 bunte Paprikaschoten oder 4-5 Spitzpaprika
2 mittelgroße Zwiebeln
2 Scheiben Bauchspeck (ca. 300 g Gramm)
3 EL Tomatenmark
3 EL Silberzwiebeln (Glas) mitsamt Flüssigkeit
750 ml Gemüsebrühe
5-6 EL Tomatenketchup
100 ml Cola
Paprikapulver, Currypulver, Salz, schwarzer Pfeffer
Öl zum Anbraten

evtl. etwas Speisestärke oder Saucenbinder zum Andicken

Zubereitung:
Fleisch vorbereiten und in gleichmäßig große Würfel schneiden.


Paprika putzen und würfeln.


Zwiebeln schälen und vierteln, dann die einzelnen Schichten voneinander trennen.


Bauchspeck in breite Streifen schneiden (falls Schwarte vorhanden ist, vorher abschneiden).


Alles abwechselnd auf Holzspieße stecken.


Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischspieße rundherum anbraten. Herausnehmen und beiseite stellen.


Restliche Zwiebel- und Paprikastücke ins Bratfett geben und ebenfalls anrösten. Dann Tomatenmark zufügen und wenn es auch angeröstet ist, die Silberzwiebeln mit Flüssigkeit dazu geben.


Die restlichen Zutaten mit in die Pfanne geben und vorsichtig abschmecken. An dieser Stelle schmeckt es noch nicht so dolle, aber das ergibt sich durch die spätere Kochzeit.


Die Sauce in einen großen Bräter geben und die Fleischstücke darüber verteilen.


Deckel auflegen und im vorgeheizten Backofen (180 Grad Ober-/Unterhitze) ca. 90-120 Minuten (bei sehr magerem Fleisch eher max. 90 Minuten) garen lassen.
Ab und zu die Spieße mit der Sauce übergießen.


Vor dem Servieren werden die Spieße heraus genommen und die Sauce noch mal abgeschmeckt und nach Bedarf angedickt mit Speisestärke oder Saucenbinder.

Mir schmecken am besten Pommes dazu!

Anmerkungen:
- Nach Jahren habe ich nun endlich mal geschafft dieses Rezept aufzuschreiben und hier einzustellen. Es gehört zu meinen persönlichen Favoriten, denn allein die Sauce ist es wert.
- Die Kombination der einzelnen Saucenzutaten klingt anfangs sehr kurios und gewöhnungsbedürftig, jedoch überzeugt das Ergebnis auf ganzer Linie.
- Dieses Rezept eignet sich auch hervorragend für ein große Personenanzahl und lediglich das Zusammenstecken der Spieße ist etwas aufwändiger. 
- Für Faule...wer keine Lust hat alles auf Spieße zu stecken, kann daraus auch ganz schnell einen Schaschliktopf zubereiten 😀😀 Dazu dann einfach portionsweise die Zutaten anbraten.

Sonntag, 26. August 2018

Bolognese Sauce mit Paprika (à la Christian)


Zutaten:
500 g Gehacktes (halb und halb)
100 g Paprika
1 große Zwiebel
100 g Sellerie
100 g Möhren
200 g Tomaten
1 Knoblauchzehe
2 Lorbeerblätter
1 Chilischote
1000 ml passierte Tomaten
30 g Tomatenmark
200 ml trock. Rotwein
250 ml Rinderbrühe (ich habe Vegeta benutzt)
Salz, Zucker zum Abschmecken
Oregano bzw. ital. Kräuter nach Geschmack

Zubereitung:
Gemüse putzen bzw. schälen und klein würfeln. Ich habe es sehr klein "zerschreddert" in meinem Multimixer, da ich hier keine Lust auf Diskussionen über zu große Gemüsestücke haben wollte 😀



Das Fleisch dann bei großer Hitze kräftig in einem großen, weiten Topf anbraten, dann das Gemüse zufügen.


Tomatenmark mit anrösten und dann ablöschen mit dem Rotwein, den passierten Tomaten und der Brühe. Aufkochen lassen. Mit Salz und Zucker abschmecken und die Lorbeerblätter zufügen. Hitze auf die kleinste Stufe reduzieren und bei halb aufgelegtem Deckel gut 3 Stunden köcheln lassen.


Nach Bedarf evtl. noch mal abschmecken und mit Nudeln nach Wahl servieren.

Man kann hier nicht nur Parmesan dazu reichen, sondern auch frischen Thymian am Tisch darüber streuen. Schmeckt hervorragend!

Anmerkungen:
- Als wir im Urlaub waren besuchte uns ein Arbeitskollege meines Mannes (Christian) mit seiner Frau und er kündigte bereits im Vorfeld an, dass er für uns gerne eine Bolognesesauce kochen würde. Das Originalrezept stammt von den Kochprofis und ich war ehrlich gesagt sehr skeptisch 😆
- Da wir auf dem Campingplatz waren, war die Zubereitung ein wenig unorganisierter als Zuhause und bei den Zutaten wurde hier nicht auf das Gramm genau geschaut, ist auch nicht notwendig.
- Mein Ältester ist ja so ein Gemüsegegner und besonders gekochte Paprika sind ihm ein Gräuel...von ihm stammte beim Essen das größte Lob, denn er war begeistert von dieser Sauce!
- Ich muss dazu sagen, dass das Abschmecken in Zusammenarbeit erfolgte und ich meinen Teil dazu gesteuert habe 😜 So eine Sauce ohne Kräuter etc.... nee, das geht gar nicht! So kam es, dass wir dann zu zweit noch das eigentliche Originalrezept ergänzt haben.
- Zuhause musste ich dann noch mal diese Sauce kochen und ich habe mich exakt an das Originalrezept gehalten. Zufrieden war ich jedoch nicht, sondern fand die Sauce zu fad. Daher habe ich zum einen die Kochzeit um eine Stunde verlängert (auch wegen der Konsistenz) und zum anderen natürlich die Kräuter (wie auch auf dem Campingplatz). Somit haben wir jetzt hier wieder ein neues Nudelsaucenrezept, das ich ganz klar zu den neuen Lieblingsrezepten einsortieren darf. An dieser Stelle nochmal "Danke Christian!" 😀
- Das Rezept ergibt eine wirklich große Menge an Sauce, die sich auch gut einfrieren oder einkochen lässt.

Samstag, 31. Dezember 2016

Stuffed Burger - gefüllte Burger




Zutaten:
1 kg Gehacktes (halb & halb oder Rind nach Geschmack)
2 TL Salz
schwarzer, frisch gemahlener Pfeffer
1 EL Worcestershiresauce

Füllung:
1 kleine Zwiebel
100 g Champignons
4 Streifen Bacon
Salz, schwarzer frisch gemahlener Pfeffer
1 Prise Thymian
50 g geriebener Käse (z.B. würziger Cheddar)

4 Burger Buns (selbstgemacht oder gekauft)

Zubereitung:
Zunächst bereitet man die Füllung vor, damit diese ausreichend Zeit zum Abkühlen hat. Dafür schneidet man den Bacon in kleine, schmale Streifen und lässt ihn auf mittlerer Hitze in einer Pfanne aus.
Heraus nehmen und beiseite stellen.



Zwiebel in schmale, dünne Streifen schneiden, Champignons blättrig schneiden und im ausgelassenen Fett zusammen dünsten bis jegliche Flüssigkeit verkocht ist und beides braun wird.




 
Heraus nehmen zum Speck geben. Mit etwas Salz, Pfeffer und dem Thymian würzen und vollständig auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Burgermasse zubereiten mit den angegebenen Zutaten. 


Gut durchkneten und insgesamt 8 Patties daraus formen (je ca. 125 g). Ich nutze inzwischen eine Burgerpresse dafür, man kann sie natürlich auch frei Hand formen.



In jedes Patty mittig eine leichte Mulde drücken.


Käse unter die Pilzmischung rühren.



Nun einen EL der Mischung in die Mulde geben, evtl. etwas zusammen drücken.



Jeweils ein zweites Patty auflegen und die Ränder vorsichtig zusammen drücken. Ich verstreiche immer noch mal mit angefeuchteten Fingern die äußeren Ränder.




Die fertigen Burger nun in Folie einschlagen und mindestens 2-3 Stunden gut durchkühlen lassen.

Wir bevorzugen Burger inzwischen nur noch vom Holzkohlegrill, aber man kann sie natürlich auch in einer Pfanne zubereiten. Burgerbrötchen wärme ich immer noch mal auf dem Grill (oder auch Backofen) auf.

Nach Geschmack kann sich jeder dann am Tisch seinen eigenen Burger fertig stellen. Ich liebe die Kombination von frischem Eisbergsalat, Tomaten und einer deftigen Barbecuesauce.

Anmerkung:
- In meiner Familie gehören Burger generell zu den liebsten Speisen. Auch ich mag sie in selbstgemachter Art sehr, aber diese gefüllten Burger sind doch tatsächlich noch mal eine Steigerung des Klassikers 😋
- Mein Mann und ich mögen diese Pilz-Zwiebel-Speck-Mischung sehr gerne, jedoch unsere Kinder dagegen gar nicht. Man kann die Mischung natürlich auch oben auf einen Burger geben, aber als Füllung, zusammen mit dem Käse, ist es noch mal etwas ganz anderes und sehr leckeres 
- Die Füllung ist wunderbar saftig und ergibt zusammen mit dem Fleischsaft ein tolles Geschmackserlebnis
- Die Zubereitung ist zwar etwas aufwendiger, aber es lohnt sich definitiv!
- Das Kühlen der Fleischpatties ist wichtig (wie auch bei herkömmlichen Burgern), da somit die Burger auf dem Grill (oder auch in der Pfanne) ihre Form behalten und nicht auseinander fallen. Außerdem verbinden sich so die Gewürze auch besser miteinander
- Man kann bei der Füllung seiner Phantasie freien Lauf lassen und natürlich auch ganz andere Zutaten miteinander kombinieren. 

Sonntag, 1. Mai 2016

BBQ Rub, würzig


Zutaten:
50 g brauner Zucker
15 g Salz
5 g Zwiebelsalz (Zwiebelgranulat)
5 g frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
5 g Currypulver
20 g Paprikapulver, edelsüß
5 g Paprikapulver, rosenscharf
(falls vorhanden: 5 g geräuchertes Paprikapulver)
5 g Knoblauchpulver

1 kg Schweinefleisch zum Grillen (Koteletts, Nackensteaks, Bauchfleisch etc.)

Zubereitung:
Alle Gewürze mit dem Zucker gut verrühren.


Fleischstücke mit dem Gewürzrub gut einreiben und dann einzeln fest in Frischhaltefolie einwickeln. Man kann dann alle Stücke noch mal zusammen in ein großes Stück Folie wickeln.


Einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, besser noch über Nacht. Man kann das Fleisch so auch bis zu 3 Tagen durchziehen lassen.


Auf den heißen Grillrost legen und je nach Fleischstück entsprechend lange grillen bis der gewünschte Garpunkt erreicht ist.

Anmerkungen:
- Als "Rub" werden Gewürzmischungen bezeichnet, die aus trockenen Zutaten bestehen und auch Zucker enthalten. Die Fleischstücke werden damit gut und kräftig eingerieben (oder auch massiert) und müssen dann mindestens einige Stunden durchziehen, damit das Fleisch die Gewürze aufnimmt
- eine sehr einfache und unkomplizierte Mariniervariante. Mischungen kann man nach eigenem Geschmack immer wieder neu zusammen rühren
- Besonders im Sommer lohnt es sich natürlich gleich eine größere Menge an Rubs herzustellen, so dass man immer gleich schnell eine Gewürzmischung zur Hand hat
- Kühl und dunkel (und luftdicht) gelagert halten die Mischungen einige Monate 

Sonntag, 27. September 2015

Pulled Pork


Zutaten:
2 kg Nackenbraten (mit oder ohne Knochen)

Rub:
3 EL brauner Zucker
2 TL Salz
2 Messerspitzen Kreuzkümmel
1 TL frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
1 TL Knoblauchpulver
2 TL Paprikapulver
1 TL Paprikapulver, geräuchert (optional)
0,5 TL Zimt
2 Prisen gemahlene Nelken
1 TL Cayennepfeffer

Lieblings-Barbecuesoße (ich bevorzuge meine eigene Dallas BBQ Soße)

Zubereitung:
Die Gewürze alle miteinander gut vermengen und das Fleisch rund herum kräftig damit einreiben.



Fleisch in Klarsichtfolie packen und einige Stunden marinieren. Ich bevorzuge es, wenn das Fleisch 2 Tage mariniert, desto besser können die Gewürze ins Fleisch einziehen.

Nun kann man das Fleisch auf zwei Arten zubereiten:
1. Variante - Backofen:
Man nehme einen Bräter und lege das Fleischstück hinein. Eine Tasse Wasser dazu geben und nun das Fleisch langsam vor sich hin garen lassen.
Backofen muss dafür vorgeheizt werden auf 110-130 Grad (Ober-/Unterhitze). Man muss dann allerdings auch 8-10 Stunden Zeit einplanen!! Es lohnt sich also eigentlich auch nur, wenn man große Fleischstücke zubereiten will. Allerdings kann man das fertig gegarte Fleisch dann auch einfrieren!!

Ich persönlich rate noch dazu, das man die ersten 3-4 Stunden den Bräter verschließt (Deckel oder Alufolie). Dann die Abdeckung entfernen und das Fleischstück hin und wieder mit dem Bratensaft übergießen. Falls zu viel Flüssigkeit verdampfen sollte, einfach immer mal etwas Wasser dazu geben. Die Würze des Rubs ist ausreichend, so das nichts verwässert!

Damit man das Fleisch auch wirklich leicht auseinander ziehen kann, sollte die Kerntemperatur 85-90 Grad betragen. Wer kein Fleischthermometer besitzt, der testet einfach mit zwei Gabeln, ob das Fleisch sich leicht loslösen lässt.

2. Variante - Slowcooker/Crockpot:
Auch hier wird wie oben beschrieben vorgegangen. Fleisch in den Topf legen und eine Tasse Wasser angießen. Je nach dem wie viel Zeit man hat/aufbringen möchte, stellt man seinen Slowcooker auf "low" oder "high". ich habe beim letzten mal gut 10 Stunden auf "high" gestellt und das Ergebnis war traumhaft! Auch hier muss man auch wieder auf die Kerntemperatur achten oder halt, wie bei der Backofenmethode beschrieben, mit der Gabel testen.


Zur weiteren Zubereitung:
Das Fleisch wird, wenn es gar ist, aus dem Bräter/Topf genommen und mit zwei Gabeln "zerpflückt", so das man praktisch die Fasern des Fleisches auseinander zieht. Fettanteile können an dieser Stelle sehr gut entfernt werden.


Ich hatte bei der Zubereitung im Slowcooker etliche Eiweißreste im Bratensaft, die ich allerdings schnell mit einer Schaumkelle herausheben konnte.

Das zerpflückte Fleisch wird dann wieder zurück in den Fleischsaft gegeben.


Nun kann man das Fleisch noch mit ein paar Esslöffeln seiner Lieblings-Barbecuesoße verrühren und noch etwas ziehen lassen (ob im Backofen oder Slowcooker...auf kleiner Stufe).

Nun hat man also jede Menge saftiges und würziges Fleisch und die Grundlage für jede Menge leckerer Ideen :-)

Die bisher absolute Lieblingsvariante meiner Familie sind "pulled pork burger". Wie bei klassischen Burgern kann hier jeder seine Lieblingskombi selber wählen und bei uns hat sich durchgesetzt: Burger, BBQ-Soße, Fleisch, Hamburgersauce (Fertigprodukt) und Krautsalat.


Aber das ist noch lange nicht alles, wobei ich dazu sagen muss, das wir auch noch einige Experimente starten werden :-)

Eine weitere Variante war bisher, das wir das Fleisch in Wraps gepackt haben (zusammen mit den o.g. Burgerzutaten). So konnte mein Sohn z.B. an einem langen Schultag diesen Wrap mitnehmen und er war ganz angetan von seinem "Mittagessen". Er meinte, das es auch kalt toll geschmeckt hätte...

Beim letzten Mal habe ich dann das Pulled Pork auf unseren Pizzateig gelegt. Klassische Tomatensoße wurde allerdings durch eine dünne Schicht Barbecuesoße ersetzt. Darauf habe ich dann zunächst den Käse (z.B. Cheddar) verteilt (ich empfehle hier allerdings einen kräftigen Käse, denn Pizzakäse - Gouda, Mozzarella oder auch Edamer geht geschmacklich völlig unter!!) und dann darüber das Fleisch. Wie eine klassische Pizza backen und fertig.
Es war lecker, aber jetzt nicht so, das ich darüber feiern würde... Es hat geschmacklich doch eher an einen offenen Wrap erinnert, aber es ist halt auch eine gute Idee um Fleischreste zu verwerten.



Anmerkungen:
- pulled pork ist eine amerikanische Speise, die allerdings traditionell auf einem Smoker (-Grill) zubereitet wird.
- ich habe mich lange Zeit nicht daran getraut, da ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen konnte, das Fleisch in solch "zerschredderter" Form wirklich schmecken kann :-)
- inzwischen gehört diese Spezialität zu den Lieblingsspeisen meiner Familie und auch ich bin ganz angetan von diesem sehr saftigen und würzigen Fleisch
- man kann es auch mehrfach (langsam) erwärmen und es eignet sich garantiert auch hervorragend für große Feiern
- eine tolle Abwechslung in der Küche
- mein Rub (Gewürzmischung) ist nur als Anregung gedacht. Man kann auch ein Grillgewürz nehmen oder sich seine eigene Gewürzmischung zusammen mixen. Meine allererste Mischung hat dafür gesorgt, das uns das Fleisch gar nicht so gut geschmeckt hatte...also ausprobieren!
- es gibt noch jede Menge weiterer Ideen und sobald ich wieder etwas ausprobiert habe, werde ich es hier natürlich noch ergänzen


Donnerstag, 19. Februar 2015

Spongebob Schwammkopf 3D oder wo ist das Geheimrezept vom Krabbenburger?

Wer Kinder hat, der wird wohl früher oder später um das Thema Spongebob Schwammkopf nicht herum kommen...so auch ich :-)
Nicht nur mein Stiefsohn liebte diese Zeichentrickserie in seiner Kindheit (die Serie läuft bereits seit 16 Jahren!!), sondern auch seine 3 Brüder.
Ich kann zwar noch immer nicht nachvollziehen was Kinder so faszinierend an dem kleinen gelben, Burger bratenden Schwamm finden, der in Bikini Bottom (Unterwasserwelt) lebt, aber so erging es sicher auch unseren Eltern bei der ein oder anderen Zeichentrickfigur in unserer Kindheit :-)


Seit heute läuft dann auch noch der Film "Spongebob Schwammkopf 3D" in unseren Kinos und meine Jungs nerven bereits seit Tagen, ob und wann wir denn ins Kino können??! Naja klar, für echte kleine Fans....schließlich ist dieser Film nicht mehr nur ein Zeichentrickfilm, sondern Spongebob und seine Freunde "springen" wohl auch in unsere reale Welt hinüber. Für die Kids ein mega Highlight :-)


Wie auch in der Zeichentrickserie geht es mal wieder um das Geheimrezept der berühmten Krabbenburger! Der böse Pirat Burger Beard hat das Geheimrezept gestohlen und ganz Bikini Bottom ist aufgebracht! Um sich das Rezept zurück zu holen erfolgt halt der Sprung in die Menschenwelt, wo sie es dann auch mit Burger Beard und seiner Crew aufnehmen...

Burger Beard ist wohl auch der einzige Grund für uns Mamis ins Kino zu gehen, denn er wird gespielt von Antonio Banderas :-D

So, nun fragt ihr euch sicher, was bitte ein Zeichentrickfilm mit meinem Foodblog zu tun hat...
Ganz einfach :-) Ich wurde gefragt, ob ich Lust hätte einen richtigen Krabbenburger zum Filmstart zuzubereiten! Und da meine Jungs ja ohnehin schon lange danach fragen, nahm ich die Herausforderung gerne an.

Zunächst einmal war die Frage, was genau ist ein Krabbenburger und da begannen schon die Schwierigkeiten. Inzwischen gibt es Spongepedia, wo man sich einige Infos besorgen kann :-)
Aber auch im Netz allgemein tummelt sich die ein oder andere Theorie. Enthält ein Krabbenburger Krabben oder heißt er nur so, weil er erfunden wurde vom Besitzer der "Krossen Krabbe" namens Mister Krabs?

Bei Spongepedia findet man den Hinweis, das Seepferdchenfleisch die Grundlage der Bulette sein soll, aber das hab ich nun wirklich nicht bekommen :-)

Also habe ich hier mal meine eigenen Versionen gestartet und etwas experimentiert und siehe da... meine Kinder waren begeistert und hier meine Rezepte:

Krabbenburger I (ergibt 3 Burger Patties)
Zutaten:
200 g Nordseekrabben (gekocht)
1 Ei
3 EL Paniermehl
2 EL Mayonnaise
1 TL Öl
1 Schalotte, klein gewürfelt
Salz, weißer Pfeffer

Zubereitung:
Alle Zutaten in die Küchenmaschine geben und fein zermahlen. Ich habe festgestellt, das die Masse perfekt ist, wenn sie einen Klumpen bildet.



Den Teigklumpen in 3 Portionen teilen und mit feuchten Händen zu Patties formen.


Beim Abschmecken der Masse war ich schon recht angetan und habe einem Patty noch ein paar Peperonistückchen hinzugefügt - das war dann später der Krabbenburger für Erwachsene :-)

Bis zum Braten in den Kühlschrank stellen, so festigt sich der Patty auch gut und zerfällt später nicht beim Braten.

Krabbenburger II (ergibt 8 Burger Patties)
Zutaten:
1 kg Gehacktes (Rindfleisch oder auch halb & halb)
2 TL Salz
schwarzer Pfeffer
2-3 TL Worcestershiresauce

Zubereitung:
Alle Zutaten gut miteinander verkneten, so das eine homogene Masse entsteht.

8 Patties daraus formen - ich nehme ja gerne dafür einen Deckel meiner Einkochgläser, den ich mit Frischhaltefolie auslege. Eine Fleischportion schön fest und gleichmäßig hinein drücken und mitsamt der Folie heraus holen. Den Patty mit der Folie einschlagen und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.




Vorteil hierbei ist auch, das man die Patties, falls welche übrig bleiben, perfekt geformt einfrieren kann ;-)

Zu beiden Krabbenburger Varianten benötigen wir natürlich noch Burger Buns (Brötchen).
Ihr könnt sie natürlich im Geschäft kaufen, ich dagegen mache sie natürlich selber ;-) Rezept findet ihr hier.

Beide Burger Patty Varianten werden dann vor dem Servieren in einer Pfanne mit Öl schön braun gebraten.



Zur Fertigstellung der Krabbenburger benötigt ihr dann noch folgende Zutaten, wobei wohl das ALLERWICHTIGSTE die Reihenfolge ist, die ich euch auch dann gleich mit aufführe:
- (Sesam-) Brötchen (Boden)
- Bulette
- Ketchup
- Senf
- Gürkchen
- extra Zwiebeln
- (Unterwasser-) Salat
- (Tiefsee-) Käse
- Tomaten
- (Sesam-) Brötchen (Deckel)

Es gibt auch noch eine weitere Reihenfolge, aber wenn man sich im Netz oder in der Serie die Krabbenburger ansieht, dann scheint die o.g. die klassische Variante zu sein, soweit man dies erkennen kann :-)

Und hier nun die fertigen Ergebnisse, die sich sehen lassen können (hoffe ich doch) :-D



Und jetzt wollt ihr sicher noch wissen, warum ich mich für beide Varianten entschieden habe....??!
Nun ja, ich gebe zu, ich war etwas skeptisch, ob die Burger aus Krabbenfleisch schmecken würden. Meine Idee war natürlich auch, das ich meine Jungs vielleicht doch auch mal dazu bekomme, etwas anderes als Fischstäbchen mit dem Wort "lecker" zu versehen, was ebenfalls aus dem Meer kommt :-)

Zum anderen wusste ich nicht, inwiefern mich das Endergebnis auch optisch überzeugen könnte, denn auf Bildern sehen die Burgerpatties von Spongebob auch immer sehr dunkel (also fleischig) aus.

Und da ich natürlich auch keine Lust hatte auf Hungerattacken nach dem Essen....

Ich kann euch jetzt beruhigt sagen, das beide Varianten (auch nach anfänglichem Zögern) extrem gut bei allen 3 Kindern ankamen :-)
Allerdings muss ich auch sagen, das es nicht unbedingt notwendig ist Krabben zu zerschreddern in der Küchenmaschine, denn geschmacklich waren die Krabbenpatties nicht von einer Fischfrikadelle zu unterscheiden :-D

Also...keine Angst, immer ran an die Buletten (egal ob aus Fleisch oder Fisch) :-) Eure Kinder werden begeistert sein, wenn ihr ihnen echte "Krabbenburger" serviert!
Und nicht vergessen...der Film ist heute erst angelaufen und so ein Krabbenburger ist doch perfekt als Auftakt oder auch natürlich nach dem Film :-)