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Mittwoch, 10. Dezember 2014

Backmischungen im Glas und mehr....oder auch Last-Minute-Geschenkideen

So kurz vor Weihnachten sind wir ja alle immer auf der Suche nach geeigneten Geschenken und Ideen, die nicht alltäglich sind. Es muss nicht immer etwas gekauftes sein! Im Kindergarten meines Sohnes haben wir vom Elternrat dieses Jahr einen Adventbasar organisiert und dabei jede Menge schöner Dinge und Ideen zustande gebracht, die ganz leicht nachzumachen sind und nicht nur optisch absolute Hingucker wurden :-)

Vielleicht seid ihr auch noch auf der Suche nach etwas außergewöhnlichem für einen lieben Menschen...oder nach einem Geschenk, das man so nicht kaufen kann? Ich würde mich freuen, wenn unsere Ideen auch bei dem ein oder anderen gut ankommen und ich euch hiermit auch noch eine Idee liefern kann :-)

Hier erst einmal unsere Bilder vom Basar. Ich war natürlich für die Koch- bzw. Backideen zuständig ;-) Die Bastelaktionen wurden von den anderen Müttern (und einem Vater - danke Heiko) durchgeführt :-) Auch einen großen Dank an unsere Erzieherin Esther, die  via Pinterest wirklich großartige Ideen zusammentragen konnte.



Die Anleitung für den Bratapfelsirup findet ihr hier


schnelles Glühweingelee

Zutaten:
1 Liter Glühwein
1 Zimtstange
1 Beutel Glühfix (Glühweingewürz im Teebeutel)
750 g Gelierzucker 2:1

Zubereitung:
Glühwein mit dem Gelierzucker in einen Topf geben und verrühren. Zimtstange und Glühfixbeutel zufügen und langsam erwärmen auf mittlere Temperatur - noch nicht aufkochen lassen! Nach ca. 10 Minuten Zimtstange und Beutel entfernen und alles aufkochen lassen. Gelierprobe machen (einen Tropfen Gelee auf einen kalten Unterteller geben um zu prüfen, ob die Festigkeit des Gelees ausreicht. Falls zu weich, ruhig noch etwas Gelierzucker zufügen).
Das noch heiße Gelee in ausgekochte Gläser randvoll einfüllen. Sofort verschließen, auskühlen lassen und mit Etiketten und Bändern verzieren.



Tassenkuchen Mix "Schoko"

Zutaten:
180 g Mehl
120 g Zucker
30 g Vanillezucker (2 Tütchen)
10 g Backpulver
3 EL Backkakao

Alles gut vermengen in einer Schüssel und dann in ein Glas füllen.

Anleitung:
Pro Tasse: 2 geh. EL Mix + 3 EL Milch (alternativ Mineralwasser) + 1 EL Öl
Mit einer Gabel gut verrühren und für ca. 1 Minute bei 800 Watt in die Mikrowelle stellen.
Je nach Mikrowelle kann die Garzeit variieren (ein paar Sekunden mehr oder weniger...)

Das Rezept reicht für 7 Tassenkuchen

Brownie Mix

Zutaten (in angegebener Reihenfolge in 720 ml Gläser füllen):
130 g brauner Zucker
130 g weißer Zucker + 0,5 TL Salz
30 g Backkakao
170 g Mehl + 1 TL Backpulver
60 g Schokolade (grob zerkleinert oder Schokoladenchips)
70 g Walnüsse, gehackt (in klassische 720 ml Gläser passen die Walnüsse nicht mit hinein. Wir haben für den Basar die Nüsse in extra Tütchen von außen an den Gläsern befestigt. Hat auch den Vorteil, das Allergiker ggfls. darauf verzichten können)

Zubereitung:
Den Mix in eine große Schüssel geben und gut vermengen.
175 g Margarine zerlassen, 3 Eier gut verquirlen.
Beides zum Browniemix geben und alles zu einem glatten Teig verrühren.

Eine Auflaufform oder ein halbiertes Backblech fetten (mit Backpapier auskleiden) und den Teig darauf glatt streichen (höchstens 3 cm hoch). Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad (Ober-/Unterhitze) ca. 30-40 Minten backen. Auskühlen lassen und in kleine Würfelchen schneiden.


(Bauern-) Brot Mix

Zutaten (in angegebener Reihenfolge eingeschichtet):
280 g Weizenmehl Typ 1050
110 g Roggenmehl Typ 1150
280 g Weizenmehl Typ 1050 + 10 g Salz
110 g Roggenmehl Typ 1150 + 1 Päckchen Trockenhefe

Zubereitung:
Den Glasinhalt in eine große Schüssel füllen, 150 g Milch und 150 g Wasser zufügen und mit den Knethaken alles verkneten bis sich der Teig vom Schüsselrand löst.
Schüssel abdecken und an einem warmen Ort zum doppelten Volumen aufgehen lassen.

Den Teig auf leicht bemehlter Fläche zu einem Brotlaib formen (länglich, rund…ganz nach Wunsch) und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
Abgedeckt erneut 20 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 230 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und das Brot dann auf unterster Schiene ca. 40-50 Minuten backen.
Es ist durch gebacken, wenn man auf die Unterseite klopft und es hohl klingt ;-)



Marmelade Wintertraum:

Zutaten:
1 kg säuerliche Äpfel
1 kg Pflaumen
1 kg Birnen
Saft einer Zitrone oder Orange
5 Tropfen Bittermandelaroma
5 Tropfen Vanillearoma (alternativ Mark einer Vanilleschote)
0,5 TL Zimt
1500 g Gelierzucker 2:1

Obst schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Mit dem Saft und den Gewürzen in einen großen Topf geben und mit dem Gelierzucker vermischen. Zum Kochen bringen und 3 Minuten sprudelnd aufkochen lassen.
Mit dem Pürierstab durch die Masse gehen bis die Konsistenz fein wird (keine großen Stücke sollten übrig bleiben).
Noch heiß in ausgekochte Gläser füllen (randvoll) und sofort verschließen.
Auskühlen lassen und mit Etiketten und hübschen Bändern dekorieren.


Schokolikör 

Zutaten:
500 ml Sahne
100 g Schokolade Vollmilch 
100 g Schokolade zartbitter
100 ml Weinbrand

Zubereitung:
Sahne erhitzen. Schokolade zerkleinern und in einen Messbecher geben.
Die erhitzte Sahne über die Schokolade geben und ca. 5 Minuten stehen lassen. Mit einem Schneebesen zu einer glatten Masse verrühren. Weinbrand dazu geben und vollständig auskühlen lassen.

In Flaschen füllen, nett verzieren und verschenken oder selber genießen :-) Schmeckt pur aber auch genial über Eis & Co.

Schokolade kann bestehen aus Kuvertüre oder auch Lieblingsschokolade. Für weißen Schokolikör nimmt man weiße Schokolade.
Variationen: Für Cappucchino Likör wird der Schokosahne einfach ein Portionstütchen Instantkaffee zugefügt; Der weiße Schokolikör kann noch zusätzlich mit dem Mark einer Vanilleschote veredelt werden.


Die Anleitung zu den Orangenbäumchen war auf Pinterest zu finden und ebenso die Zimtkerzen.


Die Idee zu den Bäumchen stammt hier her und obwohl das "Original" eigentlich etwas anders gedacht war, sind diese Bäumchen hier trotzdem sehr schön geworden :-)

Schon mal auf die Idee gekommen "Rentierkacke" zu verschenken? :-D Wir schon... und es war ein Renner :-) Danke für diesen Pin, der uns erst auf die Idee gebracht hat


Weiterhin hatten wir noch Christmas Pancakes und auch diese Kerzenhalter aus Beton...aus irgendeinem Grund fehlen mir davon jetzt aber die Fotos?! Aber mit Hilfe der Links werdet ihr sie sicher auch finden :-D

Und nun an die Arbeit, bin sicher, das ihr jetzt auch Lust bekommen habt noch schnell ein Geschenk selber zu machen :-)

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Apple Butter (amerikanische Apfelpaste)


Zutaten:
2,7 kg mürbe Äpfel (z.B. Boskop, Ingrid Marie etc.)
275 ml Apfel Cidre
250 g brauner Zucker
1 EL Zimt
3 EL Apfelessig

Zubereitung:
Äpfel schälen, vierteln und entkernen.

Die Apfelviertel in einen großen Topf geben und den Apfelcidre darüber gießen. Aufkochen lassen und auf kleiner Stufe, mit aufgelegtem Deckel, ca. 30-40 Minuten weich köcheln lassen. Ab und zu umrühren.


Den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Apfelmasse durch ein Passiersieb in eine Schüssel streichen.


Die Masse mit Zimt, Zucker und Essig würzen, alles gut verrühren und in eine ofenfeste Form (Bräter, Auflaufform etc.) füllen.



Form in den Ofen geben und ca. 2,5-3 Stunden darin köcheln lassen. Hin und wieder umrühren.

Die Apfelpaste ist fertig, wenn sie braun und dicklich geworden ist. Das sieht und merkt man auch gut beim Umrühren.


Nun kann man die Apfelpaste auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und abdecken (damit sich keine Haut bildet) - so kann man sie ca. 2 Wochen aufbewahren.

Alternativ kann man sie auch kochendheiß in ausgekochte Gläser füllen, Deckel drauf und auf den Kopf stellen (wie beim Marmelade kochen). Auf diese Weise hält die Apfelpaste mindestens 6 Monate!

Die angegebene Menge ergab bei mir ca. 800 g fertige Apfelmasse (ein großes und ein kleines Glas plus ein Schälchen).

Anmerkungen:
- da ich in diesem Jahr meine zwei Apfelbäume es wirklich gut mit mir und ich wusste nicht, was ich neben Apfelkompott, Kuchen & Co. noch alles mit den ganzen Äpfeln anstellen sollte :-)
- ich stieß bei meiner Suche auf diverse Rezepte zum Thema "Apple Butter" und die Idee einen Brotaufstrich zu machen gefiel mir außerordentlich gut wie ihr sehen könnt! Es hat nichts mit Butter zu tun, wie der name erst einmal erwarten lässt!!
- alternativ zum Apfel Cidre kann man auch Apfelsaft nehmen, aber da ich noch einen Rest Apfelcidre hatte, der weg musste, fand ich die Kombination ganz passend und habe ihn hier mit verwertet
- wer keinen Zimt mag, kann auch Vanille nehmen: einfach eine Schote aufschneiden, das Mark heraus kratzen und mitsamt der Schote mit in die Masse geben. Am Ende die Schote entfernen
- die Apfelpaste schmeckt hervorragend und ist süß-säuerlich im Geschmack
- das ganze Haus hat wunderbar nach Apfel & Zimt gerochen...richtig schön herbstlich
- auch die Kinder sind sehr angetan von der Apple Butter
- die Zubereitung ist zwar zeitintensiv, aber sehr einfach und man kann große Mengen auf einmal zubereiten
- auch ideal zum Verschenken

Montag, 17. Juni 2013

Holunderblütensirup spezial



Zutaten:
40 Holunderblütendolden (ungespritzt)
4 kg Zucker
2 Liter Wasser
4 unbehandelte Orangen
2 unbehandelte Zitronen
1 Päckchen (5 g) Zitronensäure (nach Bedarf auch mehr)

Zubereitung:
Zitronen und Orangen gründlich waschen - ich mache dies immer unter fließend warmen Wasser mit einer Bürste.
Dann gut abtrocknen und in ca. 6-7 mm dicke Scheiben schneiden.


Zucker in einen ausreichend großen Topf (alternativ auch sehr große Schüssel) geben und das Wasser separat aufkochen lassen (z.B. mit Wasserkocher).

Das Wasser zum Zucker geben und rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat.


Nun Holunderblüten, Orangen- und Zitronenscheiben und die Zitronensäure zufügen und gut umrühren.


Gefäß abdecken (Deckel, Frischhaltefolie etc.) und für die nächsten 3-5 Tage kühl stellen. Ich habe meine Waschküche hierfür gewählt.


Einen weiteren großen Topf oder Schüssel bereit stellen, ein Sieb darauf setzen und dieses mit einem sauberen Mulltuch oder auch dünnem Geschirrtuch auslegen. Aber Achtung: das Tuch darf natürlich nicht mit Weichspülerduft versehen sein :-)

Jetzt nach und nach mit einer Suppenkelle den Sirup mit den Blüten und Zitrusscheiben in das Tuch geben.


Wenn der gesamte Sirup umgefüllt ist, dreht man das Tuch oben fest zusammen und presst somit die Flüssigkeit aus dem Inhalt heraus.

Die klare Sirupflüssigkeit einmal aufkochen. Dabei entstehender Schaum an der Oberfläche mit einer Schaumkelle abheben.


Flaschen oder auch Gläser zum Abfüllen sterilisieren: z.B. in einem großen Topf mit heißem Wasser auskochen, dann umgedreht auf einem sauberen Geschirrtuch abtrocknen lassen. Ebenso mit den Deckeln verfahren.

Den Sirup heiß in die Flaschen/Gläser füllen und sofort verschließen.

Flaschen beschriften und fertig... :-)

Anmerkungen:
- es ist wieder Zeit für die Holunderblüten und ich kann euch hiermit ein wirklich tolles und außergewöhnliches Rezept präsentieren, das mich völlig begeistert :-)
- vor ein paar Jahren habe ich meinen ersten Holunderblütensirup zubereitet und war davon nicht ganz so angetan. Es war ein klassisches Rezept (Holunderblüten, Zucker, Wasser & Zitronensäure), aber der Geschmack war für mich nur "OK", aber nicht sonderlich erwähnenswert...
- nun bin ich durch Zufall im Chefkoch über dieses Rezept gestolpert und die Kommentare überzeugten mich, einen erneuten Versuch zu starten
- durch die Orangen- und Zitronenscheiben erhält dieser Holunderblütensirup eine tolle, fruchtige Note. Dennoch kann man den Anteil an Holunderblüten sehr gut herausschmecken und bereits direkt nach dem Ansetzen musste ich mich zurückhalten damit ich nicht pausenlos probiere :-)
- ich kann mir den Sirup nicht nur sehr gut in Kombination mit Sekt (Trendgetränk HUGO) vorstellen, sondern auch einfach mit Mineralwasser verdünnt als erfrischendes Getränk für die Kids (und natürlich auch für die Erwachsenen) :-)
- im Originalrezept werden 50 g Zitronensäure verwendet, allerdings hatte ich nur noch ein Päckchen (5 g) vom Marmeladenkochen im Haus und ehrlich gesagt... ich fand es ausreichend, da ich ja auch die Zitrusscheiben im Tuch gut ausgedrückt habe
- die Menge war immens... ich habe es nicht nachgemessen, aber aufgrund der gefüllten Flaschen und Gläschen erhielt ich rund 6-7 Liter fertigen Sirup
- da der Sirup lange haltbar ist, lohnt es sich jetzt schon (so lange der Holunder noch blüht), einen Vorrat anzulegen, denn er eignet sich auch sehr gut als Küchengeschenk
- einfach ein schönes Etikett anbringen, etwas Dekoration und zusammen mit einer Flasche Sekt verschenken - das macht sich auf jeden Fall immer gut und man hat auch spontan mal eine nette Geschenkidee im Haus

Freitag, 29. März 2013

(Erdbeer)-Macarons mit Vanillefüllung


 

Zutaten:
100 g Puderzucker
75 g Mandelmehl (sehr fein gemahlene Mandeln s. Anmerkungen)

70 g Eiweiß
1 Prise Salz
40 g Zucker
Speisefarbe oder Farbaroma (z.B. von funfood4you)

Füllung:
50 g Butter, (Zimmertemperatur)
75 g Frischkäse (Zimmertemperatur)
Mark einer Vanilleschote oder Farbaroma (z.B. von funfood4you)

Zubereitung:
Zunächst einmal habe ich Mandeln und Puderzucker in meinem Blitzhacker sehr fein gemahlen.


Dann die Mischung durch ein feines Sieb gestrichen und beiseite gestellt.



Als nächstes wird das Eiweiß mit dem Handrührgerät "angeschlagen", bis es weiß und schaumig, aber noch nicht fest wird.


Unter ständigem Weiterschlagen nun den Zucker einrieseln lassen und dann solange schlagen (höchste Stufe), bis der Zucker vollständig aufgelöst ist und der Eischnee stark glänzt und Spitzen zieht, wenn man die Quirle heraus zieht.

Danach rührt man die Speisefarbe (oder wie ich, das Farbaroma) unter, bis der gewünschte Farbton erreicht ist.



Mit einem Backspatel (alternativ Schneebesen) wird nun die Mehl-Puderzucker-Mischung nach und nach vorsichtig untergehoben.. Dabei sollte auch etwas von der untergeschlagenen Luft aus dem Eischnee verloren gehen, so das es am Ende eine dickflüssige, zähe Masse ergibt.


Die Masse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle (je nach gewünschter Größe - ich habe mich für eine kleine Lochtülle entschieden) füllen.

Ich habe eine Backmatte für Macarons und habe zunächst die vorgegebenen Kreise (man kann hier aussuchen, ob man kleine oder große Macaraons möchte) benutzt, um den Macarons-Teig aufzuspritzen.


Da noch viel mehr Teig übrig war, habe ich natürlich den Rest auf Bleche (mit Backpapier belegt) gespritzt. Es genügen beim Aufspritzen kleine Tupfen. Bitte auf Abstand achten, denn wir wollen ja keine zusammen gelaufene Macarons :-)


Nach dem Aufspritzen kann man die Bleche (auch die Backmatte) vorsichtig auf die Arbeitplatte "fallen lassen", damit die Oberfläche gleichmäßig wird. Normalerweise passiert dies aber auch von allein.

Jetzt müssen die Macarons 45-60 Minuten ruhen! So bildet sich eine Haut an der Oberfläche und man kann vorsichtig mit dem Finger prüfen, ob sie fest genug ist. Die Haut ist gut, wenn kein Teig mehr am Finger kleben bleibt.

Den Backofen auf 130 Grad (Umluft!) vorheizen und die Bleche einzeln in den Backofen schieben und für ca. 13 Minuten trocknen (backen) lassen.

Blech (Matte) herausnehmen und abkühlen lassen. Wenn man Backpapier benutzt kann man das Backpapier mit den Macarons vom Blech ziehen.
Wenn die Macarons ausgekühlt sind, lassen sie sich ganz leicht vom Backpapier bzw. der Backmatte abheben.


In der Zwischenzeit kann man sich um die Füllung kümmern:
hierfür werden Butter, Frischkäse und gesiebter Puderzucker mit dem Handrührgerät zu einer glatten Buttercreme aufgeschlagen. Nach Geschmack kann man zuletzt noch das Mark einer Vanilleschote dazu geben. Da ich das Farbaroma von funfood4you in Vanille (gelbe Farbe) zuhause hatte, habe ich dieses benutzt.



Die Buttercreme in einen Spritzbeutel füllen (erneut kleine Lochtülle) und die Hälfte der fertigen Macarons mit Tupfen versehen.


Die anderen Hälften vorsichtig darauf setzen und leicht andrücken - fertig!




Anmerkungen:
- Macarons - ein neuer Trend?! In letzter Zeit habe ich sehr häufig darüber gelesen und natürlich hat es mich unendlich gereizt, diese kleine französche Spezialität auszuprobieren :-)
- besonders reizvoll fand ich, das es "angeblich" sooo viele Probleme geben soll, bei der Zubereitung, was mich doch sehr gewundert hat, denn es handelt sich hierbei doch "nur" um ein spezielles Baiser-Rezept.
- diese Macarons waren mein erster Versuch und ich habe mich einfach nur an ein paar "Regeln" gehalten, die ich im Netz und in diversen Rezepten gefunden hatte und die ich euch gerne weitergeben möchte:
- das Eiweiß muss gewogen werden, denn bei zu viel Eiweiß können die Macarons flach werden (zusammen fallen)
- Mandelmehl - die Macarons sollen ja eine glatte Oberfläche bekommen, dafür benötigt man sehr feine Zutaten. Deshalb müssen wir sehr fein gemahlene Mandeln verwenden. Ich habe sie erst versucht in meiner Kaffeemühle zu mahlen, was aber sehr mühselig war. Das beste Ergebnis erzielte ich mit meinem Blitzhacker, den ich mit den Mandeln und auch dem vorgesiebtem Puderzucker befüllt habe.
- beim Unterheben des Mandel-Puderzucker-Gemisches vorsichtig arbeiten. Es darf weder zuviel, noch zuwenig Luft entweichen, denn sonst können die Macarons Risse bekommen (zuviel Luft) oder aber flach werden (zuwenig Luft)
- Ruhezeit: über die Ruhezeit kann man wohl streiten, denn ich habe verschiedene Versionen gelesen. Je nach Rezept liest man von 15 Minuten bis hin zu einer Stunde. Ich habe mich an die "Anweisung" gehalten, das sich eine dünne Haut (le croustage) bilden muss, die bei Berührung mit einem Finger fest genug ist, das kein Teig mehr am Finger kleben bleibt.
- man sollte die Macarons immer nur blechweise (Einzelnbleche) in den backofen geben, denn sonst wird die Hitze nicht gleichmäßig verteilt. Ich halte ohnehin nichts von mehreren Blechen gleichzeitig im Backofen, egal, um welches Gebäck es sich handelt :-)
- das Wichtigste jedoch ist wohl, das man sich immer exakt an die vorgegebenen Zutatenmengen hält, da es sonst schnell passieren kann, das die Macarons misslingen 
- die "Füßchen": Macarons bilden beim Backen die sogenannten "Füßchen" - das ist der kleine Rand an den Macarons, der sich sehr gut erkennen lässt. Wenn man den Teig zu lange rührt, kann es sein, das man zuviel Luft heraus rührt und die Füßchen bilden sich nicht.
- Aufbewahrung: die Macaronschalen an sich halten wohl ungefüllt ca. 2 Wochen in einer gut schließenden Dose (das kennen wir ja sicher alle von unserem Makronengebäck aus der Weihnachtszeit). Ein Einfrieren ist wohl auch möglich
- gefüllt werden können die Macarons mit Buttercreme, Konfitüre, Ganache etc. Dann ist die Haltbarkeit natürlich begrenzt. Man spricht hierbei i.d.R. von 4-5 Tagen. Bei Buttercreme & Ganache ist natürlich eine Aufbewahrung im Kühlschrank unumgänglich. Ich denke auch, das bei der Kühlschrankaufbewahrung auch die Feuchtigkeit nicht gerade förderlich ist für Geschmack & Konsistenz

So, ich hoffe, ich konnte nun den ein oder anderen ermutigen :-) Ich hatte auf jeden Fall Spaß am Ausprobieren und es werden garantiert nicht meine letzten Macarons gewesen sein! Meine Jungs waren definitiv begeistert und ich finde die Macarons auch optisch sehr hübsch, so das man sie auch sehr gut verschenken kann.

Ein Dankeschön auch an funfood4you, die mir das Macarons-Backset von Zenker zur Verfügung gestellt haben, was ich an dieser Stelle noch mal erwähnen möchte, denn es ist eine tolle Hilfe. Ich bin normalerweise ja kein Freund von Silikon-Backhelfern, aber die Backmatte hat mich doch etwas erstaunt! Die Macarons waren farbintensiver als die Macarons vom Backblech. Allerdings muss ich auch dazu sagen, das sie die Macarons vom Backblech (Backpapier) wesentlich einfach und glatter lösen ließen.
Das Set ist aber auch toll, da es zum einen Einweg-Spritzbeutel mit verschiedenen Tüllen und zusätzlich ein tolles Rezeptheft für Macarons & Co enthält. Viele Tipps & Tricks sind ebenfalls enthalten. 


Im Heft gibt es auch verschiedene Kategorien (Anfänger, Fortgeschrittene & Profis), die gegen Ende richtig ausgefallene Macaronsrezepte zeigen, die nicht nur mit Mandelmehl zubereitet werden :-)
Auch die Farbaromen aus dem Zuckerwattezubehör sind echt klasse, da man so ein natürliches Aroma plus schöner Färbung der Macarons erreicht! Ich kann mir auch gut vorstellen, das man mit diesen Aromen hervorragend Teige einfärben und mit Aromen versehen kann, was natürlich auch wieder für tolle Ergebnisse sorgt! Lasst euch überraschen, was mir noch so einfällt :-)


Ich kann nur empfehlen: probiert es einfach aus!!

Macarons sind gar nicht so schwer ;-)

Ach ja, wer noch Tipps hat... immer her damit!!


Sonntag, 18. November 2012

Rosinenstollen


Zutaten:
Hefeteig:
250 g Mehl
40 g Hefe (frisch)
6 EL Milch (lauwarm)
50 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
125 g Butter (weich)

Quark-Öl-Teig:
150 g Magerquark
6 EL Milch
6 EL Öl
75 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker (alternativ 1 geh. EL Stollengewürz s. Anmerkungen)
1 Prise Salz
300 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver

350 g Rosinen (Korinthen)
(50 g Oreangeat)
(50 g Zitronat)

100 g Butter
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Für den Hefeteig das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hinein drücken. Hefe, Zucker und Vanillezucker zusammen mit der Milch verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat.



Die Hefemilch in die Mehlmulde geben und kurz zu einem dicken Brei verrühren. Abdecken und ca. 20 Minuten an einem warmen Ort stehen lassen.



Die weiche Butter zufügen, alles zu einem glatten Teig verarbeiten und abgedeckt ca. 30 Minuten stehen lassen.






In der Zwischenzeit den Quark-Öl-Teig zubereiten.
Quark, Milch, Öl, Zucker, Vanillezucker und Salz miteinander verrühren. 



Mehl mit dem Backpulver vermischen und unterkneten (den ersten Teil des Mehls habe ich zunächst noch mit einem Schneebesen untergearbeitet).




Früchte und den Quark-Öl-Teig unter den Hefeteig kneten.




Den Teig abwiegen und vier gleich große Teigstücke daraus abnehmen. 




Zu vier kleinen Stollen formen (Teig in rechteckige Form drücken, erst eine Seite zur Hälfte einschlagen, dann die andere Hälfte. Mit der Handkante in die typische Stollenform  drücken) und zugedeckt (auf Backblech mit Backpapier ausgelegt) ca. 30 Minuten ruhen lassen.



Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Das Blech in den Ofen geben und die Stollen ca. 30-40 Minuten backen.

Herausnehmen und die noch heißen Stollen mit einer Stricknadel oder einem Schaschlikspieß mehrfach einstechen.



Im Wechsel: mit der zerlassenen Butter bestreichen und mit Puderzucker bestäuben. Vorgang mehrfach wiederholen, bis die Butter aufgebraucht ist.




Danach die Stollen auf einem Kuchengitter gut auskühlen lassen. Anschließend in Alufolie verpackt 4 Wochen ruhen lassen (wer es solange aushält) :-)



Anmerkungen:
- dieses Rezept stammt aus einem sehr sehr alten Backbuch, in dem sich noch sehr viel mehr (außergewöhnliche) Rezepte zur Weihnachtszeit befinden 
- mich hat dieses Stollenrezpt extrem gereizt, denn bisher kannte ich lediglich Hefeteigstollen oder Quark-Öl-Teig-Stollen oder auch Backpulver-Stollen, eine Mischung aus Hefe- und Quark-Öl-Teig gefiel mir sehr gut und musste also sofort umgesetzt werden :-)
- da in meiner Familie niemand Orangeat oder Zitronat mag, habe ich es ersatzlos weg gelassen und nur Rosinen verwendet. Wer die klassische Variante mag, der kann natürlich auch die o.g. Mengen der kandierten Früchte zugeben