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Samstag, 20. Juli 2013

(Kartoffel-) Tortilla


Zutaten:

750 g Kartoffeln
1 mittelgroße Zwiebel
0,5 Tasse Olivenöl
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
5 Eier

Zubereitung:
Kartoffeln schälen, waschen und klein würfeln.


Zwiebel ebenfalls schälen und in kleine Würfelchen schneiden.

Eine halbe Tasse Olivenöl in einer weiten Pfanne erhitzen (man sollte darauf achten, das man eine Pfanne nimmt, wo man später einen Teller auflegen kann). Das Fett darf nicht rauchen!


Kartoffeln hinein geben und bei mittlerer Hitze dünsten bis die Kartoffeln glasig werden. Auf keinen Fall braten!


Zwiebelwürfel zufügen und alles weich dünsten.

Ein großes Sieb über eine Schüssel stellen und die Kartoffel-Zwiebel-Mischung hineingeben und gut abtropfen lassen. Das Fett nicht weg gießen!


Die Pfanne wieder auf den Herd geben und vom aufgefangenen Fett ca. 1 EL hinein geben. erneut auf mittlerer Stufe erhitzen erhitzen.

Eier mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und mit den Kartoffeln mischen.


Alles zusammen zurück in die Pfanne geben und gleichmäßig andrücken.



Die Masse stocken lassen bis sich ein gleichmäßiger Rand gebildet hat.


Nun die Tortilla vorsichtig auf einen Teller gleiten lassen.


Die Pfanne umgedreht auf die Tortilla legen und schnell, zusammen mit dem Teller (ACHTUNG: sehr heiß und man muss schnell sein, damit das Omelett nicht zerfällt) umdrehen, so das die Oberseite im Pfannenboden landet.

Die Unterseite ebenfalls stocken lassen, dann auf einen Teller oder großes Brettchen gleiten und auskühlen lassen.


Nach dem Auskühlen in mundgerechte Stückchen schneiden und z.B. mit Serrano Schinken, Chorizo Wurst etc. servieren.

Anmerkungen:
- ich habe schon häufiger Tortillas zubereitet, aber dieses Rezept bzw. die Anleitung hat erstmalig dafür gesorgt, das alles wunderbar zusammen hielt und sich hervorragend wenden ließ
- ich erhielt den Tipp, das bei einer guten Tortilla anfangs die Ölmenge entscheidend wäre, damit sich später ein schöner, gleichmäßiger Rand bildet und alles gut "in Form" bleibt - und dies war auch tatsächlich so
- diese Kartoffel-Tortilla ist recht einfach gehalten, man kann sie auch noch anreichern mit z.B. Paprikastücken oder anderem Gemüse
- auch Wurst- und Schinkenstücke können zusammen mit den Eiern dazu gegeben werden
- meine Jungs fanden die einfache Variante ganz toll, denn so konnten sie selber entscheiden, was sie darauf oder dazu essen wollten 
- ich persönlich finde es sehr lecker, wenn ich auf ein Tortillastückchen ein Stück Serrano Schinken stecke...

Mittwoch, 17. Juli 2013

Empanadas (spanische Teigtäschchen) & Brot


Zutaten:
Teig:
1/2 Würfel Hefe, frisch
500 g Mehl
300-350 ml Wasser
1 TL Salz
1 TL Zucker
100 g Butter, zimmerwarm

Füllung:
250 g Gehacktes (halb & halb)
1/2 Paprikaschote
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Tomatenmark
1 TL Paprikamark, scharf (nach Geschmack)
2 EL Wein oder Wasser
Salz, schwarzer Pfeffer, Kreuzkümmel

1 Eigelb, mit 2 EL Wasser verquirlt

Zubereitung:
Für den Hefeteig die Hefe in 300 ml lauwarmem Wasser, zusammen mit dem Zucker, auflösen und ca. 15 Minuten stehen lassen.


Mehl, Salz und Butter in Flöckchen in eine große Schüssel geben.


Das Hefewasser dazu geben und alles zu einem weichen, aber geschmeidigen Teig verkneten. Eventuell noch das restliche Wasser hinzufügen - der Teig darf ruhig etwas sehr weich (fast klebrig) sein.


Abgedeckt an einem warmen Ort zum doppelten Volumen aufgehen lassen. Dieser Vorgang dauerte bei mir nicht mal 40 Minuten, kann aber auch länger dauern... also Geduld haben :-)


In der Zwischenzeit konnte ich bereits die Füllung vorbereiten, in dem ich die Zwiebel und die Paprikaschote fein würfelte.

Das Gehacktes in einem EL Olivenöl anbraten.


Nun habe ich für die weiteren Schritte vergessen Fotos zu machen, ich hoffe, ihr verzeiht mir :-D

Zwiebel dazu geben, Knoblauch durch eine Presse hinzufügen und alles kurz andünsten.

Tomatenmark unterrühren und mit Wein ablöschen. Jetzt die Paprikawürfelchen zufügen und alles kräftig abschmecken.

Auf kleiner Hitze solange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdunstet ist.
Masse abkühlen lassen. 
Backofen vorheizen auf 220 Grad (Ober-/Unterhitze).

Den Hefeteig auf einer gut bemehlten Fläche gut durchkneten und pro Empanada eine handvoll Teig abdrehen.


Zu einer Kugel formen und ca. 0,5 cm dick ausrollen. Jeweils 1-1,5 EL Füllung in die Teigmitte geben. Mit dem Eigelb den Rand bestreichen.


Zusammenklappen und den Rand gut festdrücken & in Form bringen.


Mit Eigelb bestreichen die Oberfläche mehrfach mit einer Gabel einstechen. Die einzelnen Empanadas auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und im Ofen ca. 15-20 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie goldbraun sind.

Da ich noch eine Art spanisches Brot brauchte, habe ich die Hälfte des Hefeteiges einfach zu einem Brotlaib geformt.


Diesen Laib habe ich ebenfalls auf Backpapier gelegt und noch mal gehen lassen, während die Empanadas im Ofen waren (ca.20 Minuten).


Und hier noch mal die Ergebnisse...

das fertige Brot 

Empanada von innen

Anmerkungen:
- Empanadas aus Hefeteig gehören wohl auch zu den klassischen Tapasgerichten und die Füllungen sind variabel. Ich habe mich für Hack entschieden, da ich wusste, das es meinen Jungs wohl am ehesten schmecken würde
- die Empanadas lassen sich sehr gut vorbereiten und schmecken auch am nächsten Tag noch sehr gut
- man kann sie warm, aber auch kalt servieren
- das Brot ist möglicherweise nicht sehr spanisch (es ist wirklich schwer an ein spanisches Brotrezept zu kommen), aber es eignet sich sehr gut für ein Tapas Buffet, wie mir auch mein Mann bestätigte :-)
- das Bot an sich ist sehr weich und "fluffig" im Inneren - die Kinder fanden es auf jeden Fall toll und es passte auch hervorragend zu den Fleischbällchen
- einen Teil der Brotscheiben habe ich in einer Pfanne mit Olivenöl angeröstet und dann erst mit einer halbierten Knoblauchzehe abgerieben, danach nochmal mit einer halbierten Tomate. Mit Salz und evtl. Pfeffer bestreuen. Dies war mein Favorit :-) Ich glaube, man nennt dieses Brot auch Pan amb oli ?!
- ich habe mir im Netz diverse Rezepte angesehen und im Endeffekt für mich selbst eigene Variationen erstellt, daher an dieser Stelle keine Quellenangabe. Da sich viele Rezepte ähneln (meist sind nur Zutaten etwas abgewandelt), habe ich die für uns passendsten Zutaten selber zusammengestellt und meine Ergebnisse seht ihr ja oben :-D

Dienstag, 16. Juli 2013

Albondigas en salsa de tomato (spanische Hackfleischbällchen)

 
Zutaten:
Fleischbällchen:
500 g Gehacktes (halb & halb)
1 EL Paniermehl
1 Ei (Gr. M)
1-1,5 TL Salz (nach Geschmack)
schwarzer, frisch gemahlener Pfeffer
1 Prise Kreuzkümmel
Muskatnuss, gerieben
1 Bund Petersilie, glatt

Tomatensauce:
1 Dose Tomaten (gehackt - 425 ml)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
4 EL kräftiger Rotwein (alternativ Sherry)
Salz, Pfeffer
1 Lorbeerblatt
1 Prise Zucker

Zubereitung:
Petersilie fein hacken. Halbieren und eine Hälfte für die Sauce beiseite stellen.
Für die Fleischbällchen zunächst alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut miteinander vermischen (durchkneten, bis eine formbare Masse entstanden ist). Kräftig abschmecken.


Walnußgroße Bällchen formen.

Ca. 1 EL Olivenöl in eine Pfanne geben und erhitzen, die Bällchen darin rundherum kräftig anbraten.



Herausnehmen und beiseite stellen.

Für die Sauce:
Zwiebel schälen und in feine Würfelchen schneiden. Knoblauch ebenfalls schälen, hacken oder später einfach durch eine Presse mit dazu geben.

Das Olivenöl in einem schweren, großen Topf erhitzen (mittlere Stufe) und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Knoblauch zufügen.

Mit dem Rotwein ablöschen und etwas einkochen lassen, dann die Tomaten zufügen.


Mit den Gewürzen abschmecken und das Lorbeerblatt in die Sauce geben. Bei geschlossenem Deckel ca. 20-30 Minuten köcheln lassen.


Erneut abschmecken - nach Bedarf evtl. noch mal nachwürzen. Jetzt die Fleischbällchen in die Sauce geben und weitere 30-40 Minuten auf kleiner Hitze köcheln lassen (geschlossener Deckel).


Die restliche Petersilie unterheben und die Fleischbällchen servieren.


Anmerkungen:
- dieses Rezept ist eine typische spanische Spezialität, die auch gerne in Tapas Bars angeboten wird
- ich war anfangs skeptisch, was die Fleischbällchen betrifft, da die Würzung ja im Vergleich zu unserer sehr schlicht ist, ob es dem Geschmack schaden könnte, aber dies war nicht der Fall. Bereits die angebratenen Bällchen schmecken schon pur sehr lecker
- die Albondingas schmecken warm, aber auch kalt
- ich hatte im Netz gelesen, das viele Deutsche diese Fleischbällchen auch gerne als Hauptgericht mit Reis servieren - kann ich mir ebenfalls sehr gut vorstellen
- auch am nächsten Tag aufgewärmt sind sie sehr lecker, nein fast noch besser, da inzwischen alles gut durchgezogen ist
- auch ideal für Kinder (auch hier war ich mir erst nicht sicher, aber nicht nur meine Jungs, sondern auch ein Freund meines Sohnes war begeistert)
- diese Albondingas lassen sich auch sehr gut vorbereiten

Montag, 15. Juli 2013

Original Flavors - The Mediterranean Essence

Zum Einstieg in meine mediterrane Rezepterweiterung möchte ich euch gleich darauf hinweisen, das es mir immer sehr wichtig ist, das ich so originalgetreu bzw. authentisch wie nur möglich versuchen werde diverse Rezepte nachzukochen.
Ihr findet ja bereits einige südländische Rezepte bei mir, da aber Pasta Gerichte nicht gerade zu den Lieblingsthemen meines Mannes gehören, werde ich da schon tiefer in die Trickkiste greifen müssen :-D

Um die Authentizität zu erzielen, denke ich, ist es wichtig auch entsprechende Produkte zu verwenden.
Sicher ist dieses nicht immer möglich, aber es gibt doch die ein oder andere Möglichkeit an entsprechende Zutaten heran zu kommen. So habe ich in der Nachbarstadt beispielsweise ein italienisches Feinkostgeschäft, im Internet gibt es ebenfalls zahlreiche Anbieter, die uns mit passenden Produkten versorgen können und neulich erhielt ich ein Paket mit spanischen Produkten.

Die spanischen Produkte stammen aus einer EU-geförderten Kommunikationskampagne mit dem Namen "Original Flavors: The Mediterranean Essence" und diese Kampagne startet im Oktober in ihr 3. Jahr. Die Kampagne soll dafür sorgen, das Fachleute und auch Konsumenten über die qualitativ hochwertigen Produkte informiert werden und sie auch kennen lernen, ebenso die Qualitätssiegel (DOP und ETG), an denen man die Produkte erkennen kann. Die folgenden 3 Produkte gelten als europäisches gastronomisches Kulturgut!

Mein Paket umfasste 3 Hauptprodukte Spaniens mit Gütesiegel: eine Flasche Olivenöl aus Baena (Aceite de Oliva Virgen Extra DOP Baena), eine Flasche Rotwein aus Ribera Del Duero (Vino DOP Ribera del Duero) und Serrano Schinken  (ETG Jamón Serrano) .



Dieses Paket inspirierte mich zu einem Tapas Abend, nicht zuletzt, da mein Mann früher sehr viel in Spanien unterwegs war und gerne in den kleinen Kneipen (Bars) die kleinen Köstlichkeiten genossen hat.
Er war also derjenige, der die Qualität und Authentizität mit am besten beurteilen konnte :-)
Da ich natürlich auch darauf achten musste, das meine Kinder bereitwillig probieren würden, wurden Rezepte ausgewählt, die "kindertauglich" (zumindest was meine Jungs betrifft) sind!

Ich entschied mich für eine klassische Kartoffel-Tortilla, Albondigas en salsa de tomato (Fleischbällchen in Tomatensauce), Empanadas mit Hackfleischfüllung, Melone mit Serrano Schinken, Scheiben von Chorizo Wurst und Lomo (getrocknete Schweinelende in hauchdünne Scheibchen geschnitten) und eingelegte Peperonis mit Frischkäsefüllung, so wie Oliven.


Bei der Zubereitung nutzte ich natürlich das Olivenöl, das mit seiner goldgelben Farbe bereits recht ansprechend war. Das Aroma ist sehr angenehm und was ich immer sehr wichtig finde... der Duft wirkt nicht aufdringlich - auch nicht beim Erhitzen.



Geschmacklich ebenso intensiv und dennoch nicht hervorstechend. Frische, fruchtige Akzente erinnern an Sommer, Urlaub und Genuss. Ein wirklich hochqualitatives und tolles Öl, das sich aber eben auch für Salate eignet (nein, ich würde sogar sagen in erster Linie!).



Der Wein....ja, dieser war sehr aromareich und gehaltvoll! Die tiefdunkelrote Farbe vermittelte den selben Eindruck wie der Duft, der aus dem Glas empor stieg... intensiv, fruchtig, samtig und voll.


Geschmacklich traf er bei mir leider nicht ins Schwarze, der er mir einfach zu kräftig und intensiv war. Er erinnerte mich persönlich eher an einen Winterwein, da ich ihn doch recht schwer fand.

In den kalten Monaten würde ich ihn sicher gerne noch einmal probieren, jedoch dann zu einem deftigen Fleischgericht!

Dann gab es noch ein kleines Probierpäckchen Jamon Serrano, was hervorragend zu meinen Tapas passte und meine Tortilla-Häppchen und auch die Honigmelone "veredelte".
Geschmacklich absolut hervorragend - genau wie im Urlaub!


Wir hatten also einen sehr schönen Abend und konnten auch unseren Jungs zeigen, wie man in anderen Ländern isst. Besonders unser Mittlerer war sehr angetan, schließlich liebt er jede Art von "Fingerfood" :-)
Mein Mann fand alle Speisen sehr authentisch und konnte bestätigen, das die Qualität mehr als hervorragend war.
Nun ja, es ist ja nun mal auch bei uns so, das regionale Produkte einfach besser schmecken!!
Ganz klar, den Unterschied schmeckt man und von daher sollte man auch beim Einkauf sehr viel Wert auf die Auswahl der einzelnen Zutaten legen.
Ich werde jetzt an dieser Stelle keine Verlinkungen anbringen, denn die oben beschriebenen Produkte findet man ohne weiteres in Feinkostläden und auch in größeren Handelsketten.
Wichtig ist es, das man auf die Qualitäts- und Herkunftssiegel (DOP) achtet, denn dann kann man sicher sein, das man auch tatsächlich "echte und unverfälschte" Ware erhält!

Die Rezepte zu den oben genannten Speisen werdet ihr in den nächsten Tagen natürlich auch bei mir wiederfinden :-) Dann werde ich sie selbstverständlich auch hier verlinken!